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Die Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung von Jugendlichen
Einflussfaktoren, Identitätsbildung und Präventionsansätze
Flora Marjana Fleisch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Sophie Lecheler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81002
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17157.13072.403793-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle sozialer Medien sowie der Einfluss sozialer und gesellschaftlicher Faktoren auf Radikalisierungsprozesse junger Menschen und analysiert darüber hinaus präventiven Ansätze in diesem Kontext. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Dynamiken von (Online)-Radikalisierung zu entwickeln und bestehende präventive Ansätze zu analysieren. Methodisch basiert die Untersuchung auf qualitativen, leitfadengestützten Expert*innen- Interviews, welche mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass der Erstkontakt mit extremistischen Ideologien meist niederschwellig erfolgt und sowohl durch algorithmische Strukturen als auch durch die strategisch gestalteten Inhalte extremistischer Akteur*innen begünstigt wird. Soziale Medien stellen hierbei ambivalente Räume dar, welche Radikalisierungsprozesse in diversen Wirkungsrichtungen beeinflussen können. Weitere zentrale Einflussfaktoren sind psychosoziale Aspekte wie Identität und Zugehörigkeit. Radikalisierungsprozesse müssen daher stets im Zusammenspiel individueller, sozialer sowie gesellschaftlicher Kontexte betrachtet werden. Präventive Ansätze knüpfen insbesondere bei beziehungsorientierte Jugendarbeit sowie bei Medien- und Demokratiebildung an. Genau wie im Radikalisierungsprozess spielen auch hier psychosoziale Aspekte eine zentrale Rolle. Insgesamt zeigt sich, dass Radikalisierung ein gesamtgesellschaftliches Phänomen darstellt und wirksame Prävention entsprechen auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen werden muss.
Abstract
(Englisch)
This study examines the role of social media and the influence of social and societal factors on the radicalization processes of the youth and further analyses preventive approaches in this context. The aim is to develop a comprehensive understanding of the dynamics of (online) radicalization and to analyse existing preventive approaches. Methodologically, the study is based on qualitative, structured expert interviews, which were evaluated using qualitative content analysis according to Kuckartz (2010). The results show that initial contact with extremist ideologies usually occurs at a low threshold and is facilitated both by algorithmic structures and by the strategically designed content of extremist actors. Social media represent ambivalent spaces that can influence radicalization processes in various ways. Other key influencing factors include psychosocial aspects such as identity and belonging. Radicalization processes must therefore always be considered in the interplay of individual, social, and societal contexts. Preventive approaches are particularly linked to relationship-oriented youth work as well as media and democracy education. Just as in the radicalization process, psychosocial aspects play a central role here as well. Overall, it is evident that radicalization is a societal phenomenon, and effective prevention must accordingly be viewed as a societal responsibility.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Radikalisierung Soziale Medien Jugendarbeit Radikalisierungsprävention Einflussfaktoren Radikalisierung
Autor*innen
Flora Marjana Fleisch
Haupttitel (Deutsch)
Die Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung von Jugendlichen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Einflussfaktoren, Identitätsbildung und Präventionsansätze
Paralleltitel (Englisch)
The role of social media in the radicalization of young people
Paralleluntertitel (Englisch)
influencing factors, identity formation, and prevention strategies
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
107 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sophie Lecheler
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC Nummer
AC17849591
Utheses ID
80403
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1