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Genderverhalten der österreichischen Politik anhand von Nationalratssitzungen von 23.10.2019-23.10.2024
Emelie Greimel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Peter Ernst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80922
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17184.17992.843062-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Genderverhalten österreichischer Politiker:innen in den Plenardebatten des Nationalrates während der 27. Gesetzgebungsperiode (2019–2024). Ausgangspunkt der Untersuchung ist die zunehmende gesellschaftliche und politische Relevanz geschlechtergerechter Sprache sowie die Frage, inwiefern sich diese Entwicklung im parlamentarischen Sprachgebrauch widerspiegelt. Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, in welchem Ausmaß österreichische Nationalratsabgeordnete gendergerechte Sprache verwenden, welche Genderformen bevorzugt eingesetzt werden und ob sich Unterschiede hinsichtlich Parteizugehörigkeit, Geschlecht der Abgeordneten sowie im zeitlichen Verlauf feststellen lassen. Methodisch basiert die Untersuchung primär auf quantitativen und ergänzend auf qualitativen Inhaltsanalysen ausgewählter Plenardebatten. Die Datengrundlage bilden stenographische Protokolle und ergänzend Videoaufzeichnungen von 15 zufällig ausgewählten Nationalratssitzungen im Zeitraum vom 23.10.2019 bis zum 23.10.2024. Die Redebeiträge wurden anhand eines standardisierten Codebuchs hinsichtlich der Verwendung gegenderter Substantive sowie verschiedener Formen geschlechtergerechter Sprache systematisch codiert und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede im Genderverhalten zwischen den politischen Parteien sowie zwischen männlichen und weiblichen Abgeordneten. Insbesondere verwenden weibliche Abgeordnete häufiger gendergerechte Formen als ihre männlichen Kollegen. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse auf parteispezifische Präferenzen hinsichtlich der verwendeten Genderformen hin. Insgesamt verdeutlicht die Analyse, dass sprachliche Praktiken im parlamentarischen Kontext nicht nur kommunikative Funktionen erfüllen, sondern auch Ausdruck politischer Positionierungen und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse im Umgang mit Geschlecht und sprachlicher Repräsentation sind.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
gendern gendern österreichische Politik gendern im Nationalrat Genderverhalten im Nationalrat Genderverhalten Politik Genderlinguistik
Autor*innen
Emelie Greimel
Haupttitel (Deutsch)
Genderverhalten der österreichischen Politik anhand von Nationalratssitzungen von 23.10.2019-23.10.2024
Paralleltitel (Englisch)
Gender behavior in Austrian politics based on National Council sessions from October 23, 2019 to October 23, 2024
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
120 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Ernst
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
89 Politologie > 89.62 Politische Bewegungen
AC Nummer
AC17836836
Utheses ID
80415
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1