Detailansicht
Let's talk about sexuality
a sex-positive approach to clinical practice in Austria
Eva Steinhäusler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
DOI
10.25365/thesis.81440
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20541.15825.359282-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel: Sexualität und sexuelle Gesundheit sind wichtige Bestandteile des Menschseins und tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei, werden jedoch in klinisch-psychologischen Settings selten thematisiert. Der Diskurs über Sexualität mit Fachleuten für psychische Gesundheit wurde in deutschsprachigen Stichproben bisher kaum untersucht. Der Zweck dieser Studie war es, die Hindernisse zu untersuchen, denen klinische Psycholog*innen in Österreich beim Thema Sexualität gegenüber ihren Klient*innen begegnen, sowie die Sexualaufklärung von Fachleuten zu beleuchten und eine professionelle Haltung gegenüber Sexualität zu ermitteln. Methodik: Acht klinische Psycholog*innen im Alter von 30 bis 53 Jahren aus Wien, Österreich, wurden über bundesweite Websites für Fachpersonen zum Thema psychische Gesundheit sowie über ihre eigenen Websites rekrutiert. Es wurden halbstrukturierte Interviews durchgeführt, in denen das Verständnis des Diskurses über Sexualität in der klinisch-psychologischen Praxis, die Sexualaufklärung von klinischen Psycholog*innen in Österreich sowie ihre Definition einer professionellen Haltung gegenüber Sexualität untersucht wurden. Die Interviews wurden mittels KI transkribiert und anschließend mittels MAXQDA kodiert. Die Kodierungen wurden mittels reflexiver thematischer Analyse ausgewertet, um sich abzeichnende Themen zu identifizieren. Ergebnisse: Es kristallisierten sich folgende vier Themen heraus: (1) Sexualität: Vielschichtig und kulturell tabuisiert; (2) Das Gespräch über Sexualität mit klinischen Psycholog*innen hängt von den Klient*innen, den Psycholog*innen, ihrer Beziehung und fachlichem Wissen ab; (3) Professionell über Sexualität reden: Reflektieren, Feedback einholen oder Schaden anrichten; (4) Heterogenität der psychologischen Ausbildung: Unterschiedliche Meinungen und mangelndes Wissen. Diskussion: Sexualaufklärung muss stärker in die Grundausbildung von Fachkräften im Bereich der psychischen Gesundheit integriert werden, um Gespräche über Sexualität sowie Fähigkeiten und Selbstvertrauen zu verbessern. Darüber hinaus sollte ein sexpositiver Ansatz in Bezug auf Sexualität implementiert werden, damit die Komplexität von sexuellen Realitätswelten und marginalisierten Gruppen besser unterstützt wird und systemische Ungerechtigkeiten berücksichtigt und reflektiert werden.
Abstract
(Englisch)
Purpose: Sexuality and sexual health are vital parts of being human and contributors to overall wellbeing, yet it is rarely discussed in clinical psychological settings. The discourse about sexuality with mental health professionals has not been studied much in German speaking samples. The purpose of this study was to examine the barriers clinical psychologists in Austria experience in terms of talking about sexuality with their clients, what sex education of professionals looked like, as well as to determine a professional attitude towards sexuality. Methods: Eight clinical psychologists aged 30-53 in Austria, Vienna were recruited via national mental health websites, as well as their own websites. Semi-structured interviews were conducted inquiring understanding of the discourse about sexuality in clinical settings, the sex education of mental health professionals in Austria, as well as their definition of a professional attitude towards sexuality. The interviews were transcribed via AI and then coded with the software MAXQDA. The codes were analyzed using reflexive thematic analysis to identify emerging themes. Results: Four themes emerged as follows: (1) Sexuality: Multifaceted and culturally taboo; (2) Talking about sexuality with mental health professionals is dependent upon clients, psychologists, their relationship and professional knowledge; (3) Professionally talking about sexuality: Reflect, seek feedback, or cause harm; (4) Heterogeneity of psychological training: Diverging opinions and lack of knowledge. Discussion: Sex education needs to be incorporated more in basic training of mental health professionals to fuel conversations about sexuality, as well as skills and confidence. Furthermore, a sex-positive approach to sexuality needs to be adapted to provide better support for the complexities of sexual realities, as well as marginalized groups and account for systemic injustices.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sexualität Klinische Psychologie Tabu
Schlagwörter
(Englisch)
Sexuality taboo Clincial psychology
Autor*innen
Eva Steinhäusler
Haupttitel (Englisch)
Let's talk about sexuality
Hauptuntertitel (Englisch)
a sex-positive approach to clinical practice in Austria
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
49 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikation
77 Psychologie > 77.85 Sexualpsychologie
AC Nummer
AC17915424
Utheses ID
80443
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
