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Einstellungen zur Einführung des Menstruationsurlaubs in Deutschland und Österreich
eine Mixed-Methods-Studie
Julia Paula Schwarzmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Laura Maria König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81456
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21405.15640.286248-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Viele Menstruierende leiden unter Menstruationsbeschwerden, die eine körperliche sowie auch psychische Belastung darstellen und die Betroffenen in der Teilnahme an Aktivitäten ihres Alltags einschränken können. In einigen Ländern existiert bereits eine Regelung, die hier Abhilfe verschaffen soll - der Menstruationsurlaub, der bereits kontrovers diskutiert wurde. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Einstellung zur Einführung eines Menstruationsurlaubs in Deutschland und Österreich zu untersuchen sowie soziodemografische und individuelle Einflussfaktoren zu analysieren. Zudem wurden Gründe für Befürwortung oder Ablehnung der Regelung und antizipierte Auswirkungen, die eine Einführung hätte, erfasst. Die Studie folgte einem querschnittlichen Mixed-Methods-Design. Insgesamt nahmen 1510 Personen aus Deutschland und Österreich an einer Online-Umfrage teil. Anhand deskriptiver und inferenzstatistischer Verfahren wurde die Einstellung zum Menstruationsurlaub sowie soziodemografische und individuelle Einflussfaktoren untersucht. Argumente einer befürwortenden oder ablehnenden Haltung gegenüber dem Menstruationsurlaub wurden qualitativ ausgewertet. Die qualitativen Ergebnisse wurden quantifiziert und integrativ mit den quantitativen Daten zusammengeführt. Die Ergebnisse zeigten ein ambivalentes Bild der Einstellungen zum Menstruationsurlaub. Ältere Personen, Männer, Vollzeitarbeitende und Rentner*innen wiesen negativere Einstellungen auf, während Menstruierende, und davon Personen mit stärkeren Einschränkungen aufgrund ihrer Menstruationsbeschwerden, positivere Einstellungen zeigten. Die qualitative Auswertung identifizierte als zentrale Argumente für die Einführung Entlastung der Betroffenen, die Legitimität und mögliche Entstigmatisierung. Ablehnende Positionen umfassten Bedenken hinsichtlich Diskriminierung, Missbrauch und der Nützlichkeit dieser Maßnahme. Die Ergebnisse deuten auf ambivalente Einstellungen zum Menstruationsurlaub in Deutschland und Österreich hin. Diese Studie liefert Ansatzpunkte für eine differenzierte politische und arbeitsrechtliche Diskussion.
Abstract
(Englisch)
Many individuals who menstruate experience menstrual symptoms that cause physical and psychological distress and may restrict their participation in everyday activities. In some countries, regulatory measures already exist to address these challenges - menstrual leave, which has been the subject of ongoing debates. The aim of the present study was to examine attitudes toward menstrual leave in Germany and Austria and to analyze sociodemographic and individual factors. In addition, reasons for supporting or opposing such a policy and anticipated effects of its implementation were assessed. The study followed a cross-sectional mixed-methods design. A total of 1,510 participants from Germany and Austria took part in an online survey. Attitudes toward menstrual leave, along with sociodemographic and individual factors were examined using descriptive and inferential statistical methods. Arguments supporting or opposing menstrual leave were evaluated qualitatively, subsequently quantified and integrated with quantitative results. The results revealed an ambivalent pattern of attitudes toward menstrual leave. Older individuals, men, full-time employees, and retirees showed more negative attitudes, whereas menstruating individuals, particularly those experiencing greater impairment due to menstrual symptoms, reported more positive attitudes. Qualitative analyses identified relief, legitimacy, and potential destigmatization as central arguments in favor of the policy, while concerns about discrimination, misuse, and the usefulness of this policy were frequently raised. Anticipated effects included both potential relief and destigmatization, as well as concerns regarding economic consequences, discrimination and misuse. Overall, the findings point to ambivalent attitudes toward menstrual leave and provide a basis for further discussion in political and labor policy contexts.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Menstruationsurlaub Einstellungen Menstruationsbeschwerden Produktivitätsverlust Präsentismus Gleichstellung
Schlagwörter
(Englisch)
menstrual leave attitudes menstrual symptoms productivity loss presentism gender equality
Autor*innen
Julia Paula Schwarzmann
Haupttitel (Deutsch)
Einstellungen zur Einführung des Menstruationsurlaubs in Deutschland und Österreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Mixed-Methods-Studie
Paralleltitel (Englisch)
Attitudes toward the introduction of menstrual leave in Germany and Austria
Paralleluntertitel (Englisch)
a mixed-methods study
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
81 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Laura Maria König
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.49 Allgemeine Psychologie. Sonstiges ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung. Vorurteil. Beeinflussung ,
77 Psychologie > 77.99 Psychologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17917838
Utheses ID
80458
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1