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Tatort Döllersheim
zur erinnerungspolitischen Rezeption der Aussiedlung aus Adolf Hitlers "Ahnengau" im Zuge der Errichtung des Truppenübungsplatzes Allentsteig
Alexander Weik
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium Master kkp: Kunst und kommunikative Praxis (UF Bildnerische Erziehung) Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Dirk Lange
DOI
10.25365/thesis.81262
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22278.17575.868436-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Errichtung des Truppenübungsplatzes Allentsteig, der ursprünglich unter dem Namen „Döllersheim“ geführt wurde, stellt ein vergleichsweise wenig bekanntes Beispiel nationalsozialistischer Gewaltpolitik dar. Die vorliegende Masterarbeit untersucht den erinnerungspolitischen Diskurs um die zwischen 1938 und 1941 durchgeführte Aussiedlung von rund 7.000 Menschen aus 42 Ortschaften des zentralen Waldviertels. Im nordwestlichen Niederösterreich gelegen, erfuhr diese Region während der NS-Herrschaft aufgrund der Herkunft des Vaters Adolf Hitlers in Strones bei Döllersheim als „Ahnengau“ eine besondere ideologische Aufladung und wurde gerade deshalb nach ihrer Umwandlung in einen Truppenübungsplatz zum Ausgangspunkt zahlreicher Verschwörungstheorien. Methodisch gliedert sich die Arbeit in drei Teile: eine historische Kontextualisierung der Aussiedlung sowie der weiteren Entwicklung des Truppenübungsplatzes, eine diskursanalytische Untersuchung auf Basis des Diskurs-Historischen Ansatzes (DHA) nach Ruth Wodak sowie eine didaktische Reflexion. Im Sinne historisch-politischer Bildung richtet sich diese auf die heutige Gedenkstätte Döllersheim, eine Ansammlung weniger Ruinen rund um die ehemalige Pfarrkirche und den Friedhof, sowie auf das Aussiedlermuseum Allentsteig als außerschulische Lernorte. Beide Orte lassen sich als verdichtete Schnittstellen unterschiedlicher Diskursebenen verstehen, an denen Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern aktiv interpretiert wird. Daraus eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten für multiperspektivisches historisches Lernen, das die Aushandlungsprozesse von Erinnerung sichtbar macht und zur kritischen Auseinandersetzung anregt.
Abstract
(Englisch)
The establishment of the Allentsteig military training area, originally known as “Döllersheim,” represents a comparatively little-known example of National Socialist policies of violence. This master’s thesis explores the politics of memory surrounding the forced resettlement carried out between 1938 and 1941, during which approximately 7,000 people from 42 villages in the central Waldviertel region were displaced. Located in northwestern Lower Austria, the region acquired particular ideological significance during the Nazi regime as “Ahnengau” (ancestral district), due to the origins of Adolf Hitler’s father in Strones near Döllersheim. Precisely because of this symbolic elevation, the area’s subsequent transformation into a military training ground later became the basis for numerous conspiracy theories. Methodologically, the study is structured in three parts. It begins with a historical contextualization of the resettlement and the subsequent development of the military training area. This is followed by a discourse-analytical examination based on the Discourse-Historical Approach (DHA) as developed by Ruth Wodak. The third part consists of a didactic reflection. From the perspective of history and civic education, this final component focuses on the present-day memorial site of Döllersheim, which consists of a small number of ruins surrounding the former parish church and cemetery, as well as the Resettlers’ Museum in Allentsteig as sites of out-of-school learning. Both locations can be understood as condensed intersections of different levels of discourse, where memory is not only preserved but actively interpreted. This creates diverse opportunities for multiperspectival historical learning, making the processes through which memory is negotiated visible and encouraging critical engagement.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Döllersheim Truppenübungsplatz Allentsteig Erinnerungspolitik Erinnerungskultur Diskursanalyse Aussiedlung Außerschulisches Lernen Waldviertel
Schlagwörter
(Englisch)
Döllersheim Allentsteig Training Area Politics of Memory Culture of Remembrance Discourse Analysis Forced Resettlement Out-of-School Learning Environments Waldviertel
Autor*innen
Alexander Weik
Haupttitel (Deutsch)
Tatort Döllersheim
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur erinnerungspolitischen Rezeption der Aussiedlung aus Adolf Hitlers "Ahnengau" im Zuge der Errichtung des Truppenübungsplatzes Allentsteig
Paralleltitel (Englisch)
Döllersheim
Paralleluntertitel (Englisch)
the politics of memory surrounding the forced resettlement from Adolf Hitler’s "Ahnengau" during the establishment of the Allentsteig training area
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
152 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dirk Lange
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.03 Theorie und Methoden der Geschichtswissenschaft ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich
AC Nummer
AC17901741
Utheses ID
80461
Studienkennzahl
UA | 196 | 067 | 050 | 02
