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"Der meine Hände den Krieg lehrt" Ps 18,35
Exegese und patristische Deutung eines Gewaltmotivs
Philipp Bošnjak
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Katholische Fachtheologie
Betreuer*in
Agnethe Siquans
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81066
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22278.22098.878286-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Bild des Krieg lehrenden Gottes aus Ps 18,35. Es wird den Fragen nachgegangen, wie so ein Bild zur Vorstellung eines liebenden Gottes passt und woher solche gewaltvollen Gottesbilder ihren Ursprung haben. Zudem wird des Weiteren untersucht, wie ausgewählte Kirchenväter das Bild des Kriege lehrenden Gottes ausgelegt haben. Zuallererst werden altorientalische Göttervorstellungen genauer betrachtet, um zu demonstrieren, dass das Bild einer kriegerischen Gottheit durchaus verbreitet gewesen ist. Im Anschluss folgt eine genauere Untersuchung von Ps 18 und der darin verwendeten Kriegsmetaphorik. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf dem Abschnitt Ps 18,33–37. Dabei ist vor allem eine korrekte kontextuelle und historisch-kritische Einordnung des Psalms entscheidend. Diese demonstriert, dass die im Psalm gebrauchte Motivik für die historischen und kulturellen Gegebenheiten nicht unüblich war. Das dritte Kapitel untersucht die Auslegung ausgewählter Kirchenväter zu diesem Abschnitt und wie diese mit der kriegerischen Motivik umgegangen sind. Für die Kirchenväter scheint die Vorstellung eines Krieg lehrenden Gottes kein Problem zu sein. Deren Auslegungen betreffen zumeist das christliche Leben und deuten dieses als Kampf gegen die Feinde – Sünde und Teufel. Die Arbeit macht deutlich, dass die Vorstellung einer kriegerischen und Krieg lehrenden Gottheit keineswegs eine Seltenheit darstellte und dass solche Bilder stets im Zusammenhang damaliger kultureller und zeitlicher Hintergründe verstanden werden müssen.
Abstract
(Englisch)
This paper deals with the image of God teaching war in Ps 18:35. The questions are explored as to how such an image fits the idea of a loving God and where such violent images of God originate. In addition, it is also examined how selected Church Fathers interpreted the image of God teaching war. First of all, ancient Near Eastern representations of gods are examined more closely in order to demonstrate that the image of a warlike deity was quite widespread. This is followed by a more detailed examination of Ps 18 and the war metaphors used in it. A special focus here is on the passage Ps 18:33-37. Above all, a correct contextual and historical-critical classification of the psalm is crucial. This demonstrates that the motifs used in the psalm were not unusual for the historical and cultural circumstances. The third chapter examines the interpretation of selected Church Fathers on this section and how they dealt with the warlike motifs. For the Church Fathers, the idea of a God teaching war does not seem to be a problem. Their interpretations mostly concern the Christian life and interpret it as a fight against the enemies – sin and the devil. The thesis makes it clear that the idea of a warlike and war-teaching deity was by no means a rarity and that such images must always be understood in the context of the cultural and temporal backgrounds of the time.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Psalm 18 Gottesbild Krieger Kirchenväter Lehrer des Krieges JHWH Krieger
Autor*innen
Philipp Bošnjak
Haupttitel (Deutsch)
"Der meine Hände den Krieg lehrt" Ps 18,35
Hauptuntertitel (Deutsch)
Exegese und patristische Deutung eines Gewaltmotivs
Paralleltitel (Englisch)
"Who trains my hands for war" Ps 18:35
Paralleluntertitel (Englisch)
exegesis and patristic Interpretation of a motif of violence
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
88 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Agnethe Siquans
Klassifikationen
11 Theologie > 11.31 Bibeltext. Bibelübersetzungen ,
11 Theologie > 11.33 Textkritik. historische Kritik ,
11 Theologie > 11.43 Altes Testament in Beziehung zu anderen Kulturen
AC Nummer
AC17861948
Utheses ID
80462
Studienkennzahl
UA | 011 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1