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Hidden violences
Gewalt in den Blick nehmen
Ingmar Sten András Nordborg
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Michael Staudigl
DOI
10.25365/thesis.81390
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22305.22938.382846-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beginnt die Auseinandersetzung mit Formen ökologischer Gewalt. Ausgehend vom Sichtbarkeitsbias in der sozialwissenschaftlichen Gewaltforschung sucht die Arbeit nach Wegen und Möglichkeiten, die ökologischen Formen der Gewalt für die sozialwissenschaftliche Gewaltforschung fruchtbar zu machen. Das zugrundeliegende Problem ist die Subjektlosigkeit der ökologischen Gewalt, die der leiblichen Unmittelbarkeit in der Gewaltforschung diametral gegenübersteht. Gleichzeitig resultieren aus den Formen ökologischer Gewalt Schädigungen des Körpers und der Ökosysteme. Sie schädigen, zerstören und verwüsten ganze Landstriche und schädigen - zumeist irreversibel - den Körper. Was bedeutet es, unter diesen toxischen Bedingungen zu leben? Wie lassen sich diese geschädigten, zerstörten Lebensbedingungen sowie der zerstörte, geschädigte Körper zentral in eine Analyse einbauen? Ausgehend von einer ausführlichen Beschreibung verschiedener Phänomene ökologischer Gewalt und den daraus resultierenden Schädigungen fragt die Arbeit nach Wegen, diese wahrnehmbar und greifbar zu machen. Anknüpfungspunkte bietet sie möglicherweise für eine Phänomenologie der Verschmutzung, die diese schleichende und omnipräsente ökologische Gewalt in den Blick nimmt, denn sie bestimmt maßgeblich das Sein in der Welt, sowie die Welt selbst. Sie lassen sich somatisch, sinnlich, sowie ökologisch erfassen.
Abstract
(Englisch)
This thesis begins to examine forms of ecological violence. Starting from the visibility bias in social science research on violence, the thesis seeks ways and means of beginning to grasp the particular problems that ecological forms of violence such as pollution create for the research on violence. Several features of ecological violence differ noticibly from the conception of violence that is found in the social scientific research. Phenomena such as pollution damage bodies and landscapes. What does it mean to live under these toxic conditions? How can these damaged, destroyed living conditions and, the destroyed, damaged body be incorporated into an analysis of violence? Starting from a detailed description of various phenomena of ecological violence and the resulting damage, this thesis asks how to make them perceptible and tangible. It may offer starting points for a phenomenology of pollution that focuses on this insidious and omnipresent ecological violence, as it significantly affects the body, in the world, as well as the world itself. They can be grasped through the senses, by bodily reasoning, and by observing changes to the local ecology.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
langsame Gewalt sozialwissenschaftliche Gewaltforschung (Un)Sichtbarkeit der Gewalt Verschmutzung
Schlagwörter
(Englisch)
slow violence social scientific research on violence (in)visibility of violence pollution
Autor*innen
Ingmar Sten András Nordborg
Haupttitel (Deutsch)
Hidden violences
Hauptuntertitel (Deutsch)
Gewalt in den Blick nehmen
Paralleltitel (Englisch)
Hidden violences
Paralleluntertitel (Englisch)
on the visibility of violences
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
85 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Staudigl
Klassifikation
08 Philosophie > 08.44 Sozialphilosophie
AC Nummer
AC17913373
Utheses ID
80468
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
