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Corporate leverage and interest rate sensitivity in dollarized vs. non-dollarized economies
evidence from Latin America
Luis Alfredo Noboa Cardenas
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Banking and Finance
Betreuer*in
Günter Strobl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81182
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22314.15373.266335-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, wie die Wahl des Währungsregimes Kapitalstrukturentscheidungen von Unternehmen beeinflusst, indem sie analysiert, ob Unternehmen in vollständig dollarisierten Volkswirtschaften anders auf Zinsänderungen reagieren als Unternehmen in Ländern mit unabhängiger Geldpolitik. Anhand eines ausgewogenen Panels von 471 nichtfinanziellen Unternehmen aus sechs lateinamerikanischen Ländern über den Zeitraum 2015–2024 verwendet die Studie Firmen- und Zeitfixeffektmodelle mit einem Residualisierungsansatz zur Bewältigung von Multikollinearität zwischen inländischen und US-Zinssätzen. Die Ergebnisse liefern starke Unterstützung für beide Hypothesen, dass Dollarisierung die Zins-Verschuldungs-Beziehung grundlegend moderiert. Erstens zeigen dollarisierte Unternehmen eine signifikant verstärkte Sensitivität gegenüber US-Zinsänderungen (β5 = −0,905, p = 0,001). Ein Anstieg der US-Zinsen um einen Prozentpunkt führt dazu, dass dollarisierte Unternehmen ihre Verschuldung um etwa 0,91 Prozentpunkte stärker reduzieren als nicht-dollarisierte Unternehmen. Bemerkenswert ist, dass ecuadorianische Unternehmen aggressiver auf US-Zinsänderungen reagieren (−1,168, p < 0,001) als tatsächliche US-Unternehmen (−0,178, nicht signifikant), was zeigt, dass Dollarisierung verstärkte Reaktionen erzeugt, die über die im Ankerwährungsland selbst beobachteten hinausgehen. Zweitens weisen dollarisierte Unternehmen eine signifikant verstärkte Sensitivität gegenüber unabhängigen inländischen Zinsänderungen auf (β4 = −2,204, p < 0,001), mit einem großen negativen Gesamteffekt (−1,794), der ihre erhöhte Anfälligkeit gegenüber inländischen Kreditbedingungen ohne Zentralbank-Sicherheitsnetze widerspiegelt. Die Ergebnisse sind robust über mehrere Spezifikationen hinweg und zeigen substantielle länderübergreifende Heterogenität bei nicht-dollarisierten Volkswirtschaften. Diese Befunde tragen zur Kapitalstrukturliteratur bei, indem sie zeigen, dass institutionelle Faktoren als grundlegende Moderatoren und nicht als bloße Niveauverschieber wirken, und informieren Politikdebatten durch die Quantifizierung von Finanzierungsverwundbarkeiten, die durch den Verzicht auf geldpolitische Autonomie entstehen. Die Studie legt nahe, dass die Kosten der Dollarisierung über den Verlust politischer Flexibilität hinausgehen und verstärkte Finanzierungsvolatilität sowie Abhängigkeit von ausländischen Währungszyklen einschließen.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how currency regime choice affects corporate capital structure decisions by investigating whether firms in fully dollarized economies respond differently to interest rate changes compared to firms in countries with independent monetary policy. Using a balanced panel of 471 non-financial firms from six Latin American countries over 2015–2024, the study employs firm and time fixed effects models with a residualization approach to address multicollinearity between domestic and US interest rates. The findings provide strong support for both hypotheses that dollarization fundamentally moderates the interest rate-leverage relationship. First, dollarized firms exhibit significantly amplified sensitivity to US interest rate changes (β5 = −0.905, p = 0.001). A one percentage point increase in US rates leads dollarized firms to reduce leverage by approximately 0.91 percentage points more than non-dollarized firms. Strikingly, Ecuadorian firms respond more aggressively to US rate changes (−1.168, p < 0.001) than actual US firms (−0.178, not significant), demonstrating that dollarization creates amplified responses beyond those observed in the anchor currency country itself. Second, dollarized firms show significantly amplified sensitivity to independent domestic interest rate changes (β4 = −2.204, p < 0.001), with a large negative total effect (−1.794) reflecting their heightened vulnerability to domestic credit conditions without central bank backstops. The results are robust across multiple specifications and reveal substantial crosscountry heterogeneity among non-dollarized economies. These findings contribute to capital structure literature by demonstrating that institutional factors operate as fundamental moderators rather than mere level shifters, and inform policy debates by quantifying corporate financing vulnerabilities created by surrendering monetary policy autonomy. The study suggests that dollarization’s costs extend beyond loss of policy flexibility to include amplified corporate financing volatility and dependence on foreign monetary cycles.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Dollarisierung Unternehmenskapitalstruktur Zinssensitivität Lateinamerika Paneldatenanalyse
Autor*innen
Luis Alfredo Noboa Cardenas
Haupttitel (Englisch)
Corporate leverage and interest rate sensitivity in dollarized vs. non-dollarized economies
Hauptuntertitel (Englisch)
evidence from Latin America
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
53 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Günter Strobl
Klassifikation
83 Volkswirtschaft > 83.00 Volkswirtschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17892275
Utheses ID
80472
Studienkennzahl
UA | 066 | 974 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1