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Im Warten auf das Paradies
die Visio in vigilia omnium sanctorum im kodikologischen Kontext
Martha Pilsan
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Latein
Betreuer*in
Katja Weidner
DOI
10.25365/thesis.81510
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22341.30866.430836-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Jenseitsvisionen sind ein weitverbreitetes Phänomen in der mittelalterlichen Literatur. Obwohl das wissenschaftliche Interesse an diesem Forschungsfeld in den letzten Jahren zugenommen hat, sind zahlreiche Texte vermutlich noch immer unidentifiziert oder nur unzureichend untersucht. Einer davon ist die Visio in vigilia omnium sanctorum, die zusammen mit einem Transitus Mariae als Interpolation in einem in Klosterneuburg, Österreich, aufbewahrten Codex erscheint. Der Text ist zwischen dem üblicherweise eng verbundenen Prolog zum Evangelium und dem Lukasevangelium eingefügt; eine ungewöhnliche Platzierung, die eine nähere Untersuchung nahelegt. Die Visio in vigilia omnium sanctorum legt einen besonderen Schwerpunkt auf Allerheiligen und Allerseelen. Die vorliegende Arbeit bietet eine kritische Edition des Textes sowie eine Analyse seiner Darstellung des Jenseits, insbesondere des Schicksals der Seelen, die vor den Mauern des Paradieses warten, und der Rolle der Lebenden für das Schicksal der Toten. Darüber hinaus untersucht sie die Funktion der Vision innerhalb ihres kodikologischen Kontexts. Besonderes Augenmerk liegt auf der Beziehung des Textes zu Praktiken des Totengedenkens sowie zur Einhaltung des Allerheiligenfestes und zur Etablierung des Allerseelentages.
Abstract
(Englisch)
Visions of the afterlife are a widespread phenomenon in medieval literature. Although scholarly interest in this field has increased in recent years, many texts likely remain unidentified or understudied. One of these is the Visio in vigilia omnium sanctorum, which appears as an interpolation alongside a Transitus Mariae in a codex preserved in Klosterneuburg, Austria. The text is inserted between the usually closely connected prologue to the Gospel and the Gospel of Luke; an unusual placement that invites closer examination. The Visio in vigilia omnium sanctorum places particular emphasis on All Saints’ Day and All Souls’ Day. A critical edition of the text is presented together with an analysis of its depiction of the afterlife, especially the fate of souls waiting before of the walls of paradise and the role of the living influencing the fates of the dead. It further examines the function of the vision within its codicological context. Special attention is paid to how the text relates to practices of commemorating of the dead and to the observance of All Saints’ Day and the establishment of All Souls’ Day.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ad comparandam veritatem festivitatis Visio in vigilia Jenseitsvision Mittelalter Klosterneuburg Codex 580 Apokalypse Maria Transitus Mariae Allerseelen Allerheiligen Reinigungsfeuer Fegefeuer Totengedenken Fürbitten Heiligenverehrung
Autor*innen
Martha Pilsan
Haupttitel (Deutsch)
Im Warten auf das Paradies
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Visio in vigilia omnium sanctorum im kodikologischen Kontext
Paralleltitel (Englisch)
Waiting for paradise
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
93 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Katja Weidner
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.46 Mittellateinische Literatur
AC Nummer
AC17924867
Utheses ID
80485
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 519 | 02
