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Zwischen Fortschritt und Rückschritt
die Entwicklung der DEI-Kommunikation in CSR-Berichten US-amerikanischer Unternehmen der Berichtsjahre 2021 und 2024
Janna Gieselmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Sabine Einwiller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81284
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28416.21321.399182-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die Kommunikation von Diversity, Equity und Inclusion (DEI) in den CSR-Berichten US-amerikanischer Unternehmen zwischen den Jahren 2021 und 2024 verändert hat. Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher und politischer Debatten um DEI wird analysiert, welche thematischen Schwerpunkte Unternehmen setzen, welche Zielgruppen adressiert werden, inwiefern sich sprachliche Anpassungen feststellen lassen und wie sich die Häufigkeit zentraler DEI-Begriffe entwickelt. Methodisch basiert die Arbeit auf einem Explanatory Sequential Mixed-Methods Design, das eine quantitative Inhaltsanalyse mit einer anschließenden qualitativen Vertiefung kombiniert. Untersucht wurden CSR-Berichte von 15 US-amerikanischen Unternehmen aus den Jahren 2021 und 2024. Die Ergebnisse zeigen, dass die DEI-Kommunikation trotz bestehender Kontinuitäten deutliche Veränderungen aufweist. Während strukturelle Maßnahmen wie Trainingsprogramme, Codes of Conduct und die GRI-Stamndards weitgehend stabil bleiben, ist eine signifikante Reduktion der expliziten DEI-Terminologie zu beobachten. Insbesondere die Begriffe „Diversity“ und „Equity“ werden im Jahr 2024 deutlich seltener verwendet. Auch die Kommunikation konkreter Zielsetzungen sowie die Sichtbarkeit von DEI auf Führungsebene nehmen ab. Die adressierten Zielgruppen bleiben selektiv und konzentrieren sich primär auf Frauen sowie ethnische bzw. nationale Minderheiten. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass Legitimierungsstrategien im Umgang mit DEI-bezogenen Zielverfehlungen kaum erkennbar sind. Während 2021 keine entsprechenden Hinweise vorliegen, treten 2024 lediglich vereinzelte, statistisch nicht signifikante Nennungen auf. Die Begründung von DEI-Maßnahmen erfolgt in beiden Jahren überwiegend durch kombinierte Argumentationsstrategien, während reine Justice- oder Business Case-Begründungen seltener sind. Zwischen 2021 und 2024 zeigt sich ein Rückgang des Justice Case bei gleichzeitigem Anstieg des Business Case, wobei diese Veränderungen statistisch nicht signifikant sind. Die Ergebnisse der Arbeit liefern zahlreiche theoretische und praktische Implikationen, die das Verständnis der untersuchten Thematik vertiefen. Zugleich lassen sich unter Berücksichtigung der Limitationen weiterführende Forschungsansätze ableiten.
Abstract
(Englisch)
This study examines how the communication of diversity, equity, and inclusion (DEI) in the CSR reports of U.S. companies has changed between 2021 and 2024. Against the backdrop of increasing social and political debates surrounding DEI, the study analyzes which thematic prio-rities companies set, which target groups are adressed, to what extent linguistic adjustments can be identified, and how the frequency of key DEI terms has evolved. Methodologically, the study is based on an explanatory sequential mixed-methods design that combines quantitative content analysis with subsequent qualitative in-depth analysis. The study examined CSR reports from 15 U.S. companies from the years 2021 and 2024. The results show that, despite existing conti-nuities, DEI communication exhibits significant changes. While structural measures such as training programs, codes of conduct, and the GRI-Standards remain largely stable, a significant reduction in explicit DEI terminology can be observed. In particular, the terms “diversity” and “equity” are used significantly less frequently in 2024. The communication of concrete objecti-ves and the visibility of DEI at the executive level also decline. The target groups addressed remain selective and focus primarily on women as well as ethnic and national minorities. At the same time, the results show that strategies for justifying missed DEI-related targets are scarcely discernible. While there is no evidence of such strategies in 2021, only isolated, statistically in-significant mentions appear in 2024. In both years, DEI measures are primarily justified through combined argumentation strategies, while justifications based purely on the justice or business case are less common. Between 2021 and 2024, there is a decline in the justice case alongside a rise in the business case, although these changes are not statistically significant. The findings of this study provide numerous theoretical and practical implications that deepen the understanding of the topic under investigation. At the same time, taking the limitations into account, further research approaches can be derived.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
CSR DEI CSR-Berichterstattung Explanatory Sequential Mixed-Methods Design Unternehmenskommunikation
Schlagwörter
(Englisch)
CSR DEI CSR-Reporting Explanatory Sequential Mixed-Methods Design Corporate Communication
Autor*innen
Janna Gieselmann
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Fortschritt und Rückschritt
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Entwicklung der DEI-Kommunikation in CSR-Berichten US-amerikanischer Unternehmen der Berichtsjahre 2021 und 2024
Paralleltitel (Englisch)
Between progress and regression
Paralleluntertitel (Englisch)
the evolution of DEI communication in CSR reports of U.S. organizations in the 2021 and 2024 reporting years
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
125 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Einwiller
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.31 Öffentlichkeit
AC Nummer
AC17902774
Utheses ID
80550
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1