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Pädagogisch-ethisches Handeln im Blick
eine vignetten- und interviewbasierte Studie zur Wahrnehmung pädagogisch-ethischen Handelns durch Lehrpersonen
Katharina Stanglechner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung Spezialisierung Inklusive Pädagogik (Fokus Beeinträchtigungen)
Betreuer*in
Evi Agostini
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81952
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28425.20880.882941-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Pädagogisches Handeln hat eine ethische Dimension, da es das Wohlergehen von Schüler*innen beeinflusst. Bisherige Studien untersuchen jedoch überwiegend die Bewertung von Lehrer*innenhandeln und weniger die Wahrnehmung pädagogisch-ethischen Handelns sowie die ihm zugrunde liegenden impliziten Orientierungen. Die vorliegende Masterarbeit untersucht daher, wie Lehrpersonen der Sekundarstufe I pädagogisch-ethisches Handeln in phänomenologischen Vignetten wahrnehmen. Ergänzend wurde erhoben, wie Lehrpersonen pädagogisch-ethisches Handeln explizit definieren. Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen wurden acht vignettenbasierte Interviews mit Lehrpersonen geführt und mithilfe der dokumentarischen Methode ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die befragten Lehrpersonen pädagogisch-ethisches Handeln explizit beziehungsorientiert, werte- bzw. prinzipienorientiert, spannungsfeldorientiert und reflexionsorientiert definieren, wobei die beziehungsorientierte Perspektive dominiert. Explizites Verständnis und implizite Wahrnehmungsmuster stimmen in manchen Fällen überein, in anderen zeigen sich Verschiebungen. In der Wahrnehmung der Vignetten wird pädagogisch-ethisches Handeln vor allem über Beziehung und Lernsicherheit rekonstruiert. Als ethisch angemessen wird insbesondere bewertet, auf Schüler*innen einzugehen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, sie zu ermutigen und eine sichere Lernumgebung zu schaffen. Beschämung, negative Fehlerkultur und Druck werden hingegen als ethisch problematisch wahrgenommen. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass pädagogisch-ethisches Handeln weniger über abstrakte Werte oder Prinzipien als über relationale Aspekte, Lernsicherheit und den Umgang mit Spannungsfeldern beurteilt wird. Für die Lehre und Praxis ergibt sich daraus, dass Beziehungsgestaltung, positive Fehlerkultur, Lernsicherheit sowie der reflektierte Umgang mit pädagogischen Spannungsfeldern stärker als Teil professioneller Handlungskompetenz thematisiert werden sollten.
Abstract
(Englisch)
Pedagogical action has an ethical dimension, as it influences the well-being of students. However, previous studies have primarily focused on the evaluation of teachers’ actions rather than on the perception of pedagogical-ethical practice and the underlying implicit orientations. Therefore, this master’s thesis examines how lower secondary school teachers perceive pedagogical-ethical action in phenomenological vignettes. Additionally, the study investigated how teachers explicitly define pedagogical-ethical action. To answer these research questions, eight vignette-based interviews were conducted with teachers and analyzed using the documentary method. The results show that the teachers interviewed define pedagogical-ethical action explicitly as relationship-oriented, value- or principle-oriented, tension-oriented, and reflection-oriented, with the relationship-oriented perspective dominating. Explicit understanding and implicit patterns of perception coincide in some cases, while in others, discrepancies emerge. In the perception of the vignettes, pedagogical-ethical action is reconstructed primarily through relationships and learning safety. In particular, responding to students, treating them as equals, encouraging them, and creating a safe learning environment are considered ethically appropriate. By contrast, shaming, a negative culture of error, and pressure are perceived as ethically problematic. Overall, the results suggest that pedagogical-ethical conduct is judged less on the basis of abstract values or principles than on relational aspects, a sense of security in learning, and the handling of pedagogical tensions. For teacher education and practice, this implies that relationship-building, a positive culture of error, a safe learning environment, and the reflective handling of pedagogical areas of tension should be addressed more strongly as part of professional competence.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
pädagogisches Handeln Phänomenologie professionelle Wahrnehmung dokumentarische Methode ethisches Handeln Vignetten
Schlagwörter
(Englisch)
pedagogical action phenomenology professional vision documentary method ethical action vignettes
Autor*innen
Katharina Stanglechner
Haupttitel (Deutsch)
Pädagogisch-ethisches Handeln im Blick
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vignetten- und interviewbasierte Studie zur Wahrnehmung pädagogisch-ethischen Handelns durch Lehrpersonen
Paralleltitel (Englisch)
Pedagogical-ethical action in focus
Paralleluntertitel (Englisch)
a vignette- and interview-based study on teachers' perceptions of pedagogical-ethical action
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
VIII, 117 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Evi Agostini
Klassifikationen
80 Pädagogik > 80.00 Pädagogik. Allgemeines ,
80 Pädagogik > 80.25 Sonderpädagogik. Allgemeines
AC Nummer
AC18028543
Utheses ID
80554
Studienkennzahl
UA | 199 | 502 | 599 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1