Detailansicht
The migration of Thai women to Austria
ventures of love and business
Kosita Butratana
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften: Geographie
Betreuer*in
Karl Husa
DOI
10.25365/thesis.82148
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29145.18742.598362-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese kumulative Dissertation untersucht die Migration thailändischer Frauen nach Österreich im Kontext transnationaler Eheschließungen, einer stark feminisierten und bislang wenig erforschten Form internationaler Mobilität. Trotz ihrer zunehmenden Präsenz in Europa, werden thailändische Heiratsmigrantinnen häufig durch vereinfachende Stereotype dargestellt, etwa als „Mail-Order-Brides“, als ökonomisch motivierte Migrantinnen oder als Opfer von Ausbeutung. Aufbauend auf vier miteinander verbundenen Publikationen entwickelt die Studie ein differenzierteres Verständnis dieser Migrationsform, indem sie deren historische Entwicklung, die Lebensrealitäten der Migrantinnen, die Rolle sozialer Netzwerke sowie die Verflechtungen mit Tourismus und anderen Formen von Mobilität untersucht. Konzeptionell verbindet die Arbeit die Ansätze der Intersektionalität, des Sozialkapitals sowie des Tourism–Migration Nexus im Rahmen des Mobilities-Paradigmas. Methodisch basiert die Untersuchung auf qualitativer Forschung, einschließlich leitfadengestützter Interviews, teilnehmender Beobachtung sowie einer ergänzenden Befragung unter thailändischen Frauen in Österreich. Die Ergebnisse zeigen die große Vielfalt der Lebensverläufe thailändischer Heiratsmigrantinnen und hinterfragen die Annahme, dass Heiratsmigration zwangsläufig zu sozialem Aufstieg führt. Die Studie führt das Konzept der paradoxical mobilities ein, um zu verdeutlichen, wie Migration gleichzeitig Formen von Empowerment und Einschränkungen hervorbringen kann. Darüber hinaus zeigt die Analyse, dass soziale Netzwerke innerhalb der thailändischen Community wichtige Unterstützung bieten, zugleich jedoch auch Mechanismen sozialer Kontrolle darstellen können. Diese restriktive Dimension wird in der Arbeit mit dem Konzept der social shackles beschrieben, das Erwartungen, Gerüchte und sozialen Druck innerhalb eng verflochtener migrantischer Netzwerke umfasst und individuelle Handlungsspielräume einschränken kann. Schließlich verdeutlicht die Dissertation, dass Heiratsmigration eng mit touristischen Begegnungen und transnationalen Mobilitäten verbunden ist. Insgesamt leistet die Studie neue empirische und konzeptionelle Beiträge zur Migrationsgeographie, Tourismusforschung und Genderforschung.
Abstract
(Englisch)
This cumulative dissertation examines the migration of Thai women to Austria through cross-border marriage, a highly feminized and understudied form of international mobility. Despite their growing presence in Europe, Thai marriage migrants are often portrayed through simplistic stereotypes such as ‘mail-order brides’, economic opportunity seekers, or victims of exploitation. Drawing on four interconnected publications, this study provides a more nuanced understanding of Thai marriage migration by examining its historical development, migrants’ lived experiences, the role of social networks, and its links to tourism and other forms of mobility. Conceptually, the research combines intersectionality, social capital, and the tourism–migration nexus within the broader mobilities paradigm. Methodologically, I primarily follow a qualitative research approach, including semi-structured interviews, participant observation, and a complementary survey among Thai women living in Austria. The findings highlight the diversity of Thai marriage migrants and challenge the assumption that migration through marriage necessarily leads to upward social mobility. The study introduces the concept of paradoxical mobilities to capture how migration may simultaneously generate empowerment and constraint. It further shows that Thai social networks provide important support but can also function as mechanisms of social control, conceptualized in this dissertation as social shackles, referring to the expectations, gossip, and community pressures that may limit individual autonomy within tightly knit migrant communities. Finally, the dissertation demonstrates how marriage migration is closely linked to tourism encounters and transnational mobilities. Overall, the study contributes new empirical and conceptual insights to migration geography, tourism studies, and gender research.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Heiratsmigration Thailändische Migrantinnen Sozialkapital Österreich Thailand Tourism–Migration Nexus Intersektionalität
Schlagwörter
(Englisch)
Marriage migration Thai women migrants Social capital Austria Thailand Tourism-migation nexus Intersectionality
Haupttitel (Englisch)
The migration of Thai women to Austria
Hauptuntertitel (Englisch)
ventures of love and business
Paralleltitel (Deutsch)
Die Migration thailändischer Frauen nach Österreich
Paralleluntertitel (Deutsch)
zwischen Liebe und Business
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
191 Seiten in verschiedenen Seitenzählungen : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Kwanchit Sasiwongsaroj ,
Bork-Hüffer Tabea
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges ,
74 Geographie > 74.21 Asien
AC Nummer
AC18053658
Utheses ID
80556
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 452 |
