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Presse unter Druck - die alliierte Pressepolitik in Österreich nach 1945
der Opfermythos in der Zeitungsberichterstattung im Game-Based-Learning-Setting für den Geschichtsunterricht
Viktoria Neumayer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Alexander Preisinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81024
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29208.12412.387034-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die österreichische Opferdoktrin ist ein nationales identitätsstiftendes Element in der Zweiten Republik, das seitens der alliierten Besatzungsmächte, der provisorischen Regierung und der Medienlandschaft inszeniert, affirmiert und legitimiert wurde. Diese Arbeit befasst sich mit der Zeitungsbranche in 1945 und bereitet das Spannungsfeld zwischen Opfermythos, Berichterstattung, alliierter Kontrolle und Zensur der Presse, Pressefreiheit und demokratischem Wiederaufbau im Game-Based-Learning-Setting für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II. auf. Den Schüler:innen wird die Rolle als alliierte Zensor:innen zugeteilt, die als längerer Arm des Alliierten Rates fungieren und Presseartikel auf ihre Zulässigkeit prüfen. Dies mündet in einem Entscheidungsvorschlag über die Genehmigung oder Zensur der Zeitungsartikel. Der Entwicklung des analogen Planspiels „Presse unter Druck – Die alliierte Pressepolitik in Österreich nach 1945“ liegt Design-Based Research als methodischer Rahmen zugrunde. Die Qualitative Inhaltsanalyse wird für die Auswertung der Ergebnisse herangezogen. Das Spiel wurde empirisch im Schulkontext erprobt. Die Implementation des Spiels regte einen immersiven und handlungsorientierten Lernprozess an. Schüler:innen haben Fähigkeiten und Fertigkeiten entlang des FUER-Strukturmodells, besonders die Methodenkompetenz, angewendet. Die Handlungsmacht der Schüler:innen hat sich eindrucksvoll in der autonomen Übernahme der Rolle als sowjetische:r Zensor:in gezeigt. Bei der Testung wurde in 70 % der Fälle die korrekte Publikationsentscheidung gefällt. Die Schüler:innen haben ein unterschiedlich ausgeprägtes reflektiertes und (selbst-)reflexives Geschichtsbewusstsein demonstriert. Das Spiel kann somit als Messinstrument zur Kompetenzorientierung fungieren.
Abstract
(Englisch)
The myth surrounding Austria being the ‘first’ victim of Nazi-Germany’s aggressions came to be a defining national and identity-driven marker in the Second Republic that was orchestrated, affirmed, and legitimised by the Allied Forces, the interim Austrian government, and the media. This paper focuses on print media in 1945 and delves into socio-political tensions surrounding press and newspapers, the control and censorship by the Allied Forces, freedom of press, and democratic reconstruction in a Game-Based Learning context. This game is tailored to teaching history in high school. The students are assigned to the role as an Allied Forces’ censor. Thus, they are part of the Allied Council and are examining press articles in regard to their adequacy, resulting in a decision regarding the publication or the censorship of these articles. The analogue game developed within this research is called “Press under pressure – Allied Media Politics in Austria after 1945”. Its development is based on the methodological framework of Design-Based Research. Qualitative Content Analysis is used to investigate the results. The game has undergone one trial run in a school context. It can be noted that the game’s implementation has encouraged an immersive and action-oriented learning process. Students demonstrated proficient skills and abilities along the FUER model, especially the methodological competence. The learners’ agency is asserted explicitly by their decision to take on the role of the Soviet Union’s censors. In 70 % of the cases the final verdict in regard to the publication was determined correctly in the testing. The students have demonstrated a reflective und (self-)reflexive historical consciousness. Therefore, the game can be utilised to measure competency-based learning.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Alliierte Opfermythos Zensur Presse Österreich Zweite Republik Game-Based Learning Spielentwicklung Geschichtsunterricht Geschichtsbewusstsein FUER-Modell Kompetenzen Qualitative Inhaltsanalyse Design-Based Research
Schlagwörter
(Englisch)
Allied Forces Victim Myth Censorship Press Austria Second Republic Game-Based Learning Game Development History Classroom Historical Consciousness FUER Model Competences Qualitative Content Analysis Design-Based Research
Autor*innen
Viktoria Neumayer
Haupttitel (Deutsch)
Presse unter Druck - die alliierte Pressepolitik in Österreich nach 1945
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Opfermythos in der Zeitungsberichterstattung im Game-Based-Learning-Setting für den Geschichtsunterricht
Paralleltitel (Englisch)
Press under pressure - Allied media politics in Austria after 1945
Paralleluntertitel (Englisch)
the victim myth in newspaper coverage in a game-based learning context in the history classroom
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
VI, 248 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alexander Preisinger
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945 ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich
AC Nummer
AC17853104
Utheses ID
80566
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 511 |
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