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Pollination biology and flower morphology of Austrian Clematis
Paula Huber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Naturschutz und Biodiversitätsmanagement
Betreuer*in
Agnes Dellinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80963
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29208.20197.951595-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Gattung Clematis (Ranunculaceae) ist weltweit verbreitet, und ihre auffälligen Blüten lassen auf eine tierische Bestäubung schließen. Vier Clematis-Arten sind in Österreich heimisch und repräsentieren die drei für diese Gattung typischen Blütentypen. C. vitalba und C. recta, mit ihren kleineren, weißen Blüten gehören zum „schalenförmigen“ Blütentyp, während C. alpina den „glockenförmigen“ und C. integrifolia den „röhrenförmigen“ Typ repräsentiert. Die beiden letztgenannten Arten besitzen größere, blau-violette Blüten. Obwohl es derzeit nur wenige Studien zur Bestäubungsbiologie von Clematis gibt, kann angenommen werden, dass die morphologisch unterschiedlichen Blüten einem generalistischen- (offene, schalenförmige Blüten) oder einem spezialisierten (glockenförmige/röhrenförmige Blüten) Bestäubungssyndrom zugeordnet werden können. Die Bestäubungsbiologie der vier in Österreich vorkommenden Arten wurde in drei Gebieten in Niederösterreich und der Steiermark untersucht, wobei die weit verbreitete C. vitalba an jedem der drei Standorte parallel zu einer der anderen dort vorkommenden Arten untersucht wurde. Um Unterschiede in Morphologie und Blütenmerkmalen aufzuzeigen, wurden die Blüten vermessen und Merkmale wie Duft und Farbe dokumentiert. Die Belohnungen (Pollen/Nektar), sowie die Möglichkeit der Selbstbestäubung wurden untersucht. Darüber hinaus wurden Bestäuber und Besucher quantitativ erfasst und (zumindest grob) Gruppen zugeordnet, um festzustellen, ob die Arten mit verschiedenen Bestäubungssyndromen assoziiert werden können. Die Einteilung der vier Arten in generalistische und stärker spezialisierte Syndrome konnte bestätigt werden. C. vitalba und C. recta mit generalistischem Charakter wurden von einer Vielzahl verschiedener Bestäuber aus den Ordnungen Diptera, Coleoptera, Hymenoptera und Lepidoptera besucht. Auf C. alpina wurde jedoch nur die Gattung Bombus (Hymenoptera) beobachtet. C. integrifolia wurde ebenfalls hauptsächlich von größeren Hautflüglern besucht, was eine Klassifizierung als stärker spezialisiertes Syndrom erlaubt, obwohl eine Bestäubung durch Fliegen und Käfer am Ende der Anthese bei C. integrifolia ebenfalls möglich sein könnte. Alle Blüten deuten auf Selbstbestäubung am Ende der Blütezeit hin, wobei Pollen und Nektar als Belohnung angeboten werden. Nur bei C. recta konnte kein Nektar gefunden werden, obwohl Besuche verschiedener Schmetterlinge auf das Vorhandensein von Nektar auch dort schließen lassen. Verschiedene Nachtfalter wurden zudem nachts als Bestäuber an C. vitalba beobachtet. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die effektiven Bestäuber der österreichischen Clematis zu ermitteln, sowie Untersuchungen zum Fortpflanzungssystem (Selbstbestäubung) und präzisere Analysen der Blütendüfte, welche das Bild der Bestäubungsbiologie der österreichischen Clematis Arten weiter verfeinern würden.
Abstract
(Englisch)
The genus Clematis (Ranunculaceae) is distributed worldwide, and its conspicuous flowers suggest pollination by animals. Four Clematis species occur naturally in Austria, representing the three flower types typical for this genus. C. vitalba and C. recta, with their smaller, white flowers, represent the dish-like flower type, while C. alpina represents the bell-shaped type and C. integrifolia the tubular type. The latter two species have larger, blue-violet flowers. Although the available research is limited and only a few studies have addressed the pollination biology of Clematis, it can be assumed that the morphologically distinct flower types correspond to either a generalist (open, dish-like flowers) or a more specialized (bell-like/tubular flowers) pollination syndrome. The four Clematis species occurring in Austria were studied at three sites in Lower Austria and Styria, with the widespread C. vitalba being investigated alongside one additional species at each location. To demonstrate differences in morphology and floral traits, flowers were measured and floral characteristics such as scent and color were documented. Floral rewards (pollen/nectar) were examined, as well the potential for self-pollination. Furthermore, pollinators and visitors were quantitatively recorded and assigned to at least broad groups in order to determine whether the species can be associated with different pollination syndromes. The classification of the four species into generalist and specialized syndromes was supported by the results. C. vitalba and C. recta with a generalist character were visited by a variety of different pollinators from the orders Diptera, Coleoptera, Hymenoptera, and Lepidoptera. However, only the genus Bombus (Hymenoptera) was observed on C. alpina. C. integrifolia was also visited primarily by larger Hymenoptera, which allows for classification as a more specialized syndrome, although pollination by short-tongued flies and beetles may also be possible at the end of anthesis. All flowers suggest self-pollination at the end of anthesis, offering pollen and nectar as a reward. Nectar was found in all species except C. recta, although visits by various Lepidoptera suggest the presence of nectar there as well. Various moths were also observed as pollinators on C. vitalba at night. Further investigations into the effectiveness of observed pollinators, the breeding system (outcrossing or selfing) and more precise analyses of floral scents could further refine the picture of the pollination biology of Austrian Clematis species.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bestäubungsbiologie Blütenmorphologie Clematis Bestäubungssyndrome Spezialisierung Generalisierung
Schlagwörter
(Englisch)
Pollination biology Flower morphology Clematis Pollination syndromes Specialization Generalization
Autor*innen
Paula Huber
Haupttitel (Englisch)
Pollination biology and flower morphology of Austrian Clematis
Paralleltitel (Deutsch)
Bestäubungsbiologie und Blütenmorphologie der österreichischen Clematis-Arten
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
48 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Agnes Dellinger
Klassifikation
42 Biologie > 42.56 Angiospermae
AC Nummer
AC17845197
Utheses ID
80568
Studienkennzahl
UA | 066 | 879 | |
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