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Does friendship require us to flout epistemic norms?
Mirela Koleva
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Paulina Sliwa
DOI
10.25365/thesis.81412
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29218.31513.358426-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Verlangt Freundschaft von uns, gegen epistemische Normen zu verstoßen? Laut dem Epistemischen Partialismus in Bezug auf Freundschaft lautet die Antwort: ja. Man kann nicht gleichzeitig ein*e gute*r Freund und ein guter epistemischer Akteur sein. Ich halte dieses Ergebnis für beunruhigend, weshalb ich in meiner Arbeit zeigen möchte, dass der Epistemische Partialismus falsch liegt. Ich beginne mit einem Überblick über die aktuelle Debatte und stelle zwei Positionen vor, die den Epistemischen Partialismus verteidigen, sowie zwei, die ihn ablehnen. Anschließend entwickle ich mein eigenes Argument gegen den Epistemischen Partialismus. Ich nenne es Das Ehrlichkeitsargument, da es von der Beziehung der Ehrlichkeit zur Wahrheit und ihrer Rolle in der Freundschaft ausgeht. Ehrlichkeit ist eine Voraussetzung für Freundschaft und zielt wesentlich auf die Wahrheit ab. Dies erfordert ein Bekenntnis zu epistemischen Normen. Ein solches Bekenntnis schließt es aus, gegen epistemische Normen zu verstoßen. Wenn Freundschaft also Ehrlichkeit verlangt, kann sie nicht gleichzeitig verlangen, gegen epistemische Normen zu verstoßen. Der Epistemische Partialismus liegt falsch. Abschließend setze ich mich mit möglichen Einwänden gegen mein Argument auseinander. Man könnte einwenden, dass wir in Konfliktfällen das Wohlergehen unserer Freunde der Ehrlichkeit vorziehen sollten, oder dass Das Ehrlichkeitsargument zu anspruchsvoll und in manchen Fällen intuitiv unplausibel ist. Auf diese Einwände gehe ich der Reihe nach ein.
Abstract
(Englisch)
Does friendship require us to flaunt epistemic norms? According to Epistemic Partialism about friendship, the answer is yes. You cannot simultaneously be a good friend and a good epistemic agent. I think that this is a concerning outcome, which is why, in my thesis, I set out to show that Epistemic Partialism is wrong. I begin with an overview of the current debate, presenting two accounts in defense of Epistemic Partialism and two accounts against it. Then, I advance my own argument against Epistemic Partialism. I call it THE HONESTY ARGUMENT, because it proceeds from honesty’s relation to truth and its role in friendship. Honesty is required for friendship, and it centrally aims at the truth. This requires a commitment to epistemic norms. Such a commitment precludes flouting epistemic norms. So, if friendship requires honesty, it cannot require you to flout Epistemic Norms. Epistemic Partialism is mistaken. Lastly, I consider possible objections to my argument. One might object that we should prefer our friends’ well-being to honesty in cases where the two conflict, or that THE HONESTY ARGUMENT is too demanding and intuitively implausible in some cases. I respond to these objections in turn.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Freundschaft Tugend
Schlagwörter
(Englisch)
Friendship Epistemic Partialism about Friendship Virtue
Autor*innen
Mirela Koleva
Haupttitel (Englisch)
Does friendship require us to flout epistemic norms?
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
44 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Paulina Sliwa
Klassifikation
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC Nummer
AC17914177
Utheses ID
80572
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
