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Gender diversity and earnings management
evidence from German listed firms
Veronika Staffer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Petra Inwinkl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81118
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29244.18758.463624-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, ob die Geschlechterdiversität in Vorständen und Aufsichtsräten das Gewinnmanagement deutscher börsennotierter Unternehmen nach der Einführung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (FüPoG) aus dem Jahr 2015 beeinflusst, welches eine Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte vorschreibt. Während frühere Studien darauf hinweisen, dass geschlechterdiverse Boards die Corporate Governance stärken und die Qualität der Finanzberichterstattung verbessern können, ist die empirische Evidenz bislang uneinheitlich und konzentriert sich überwiegend auf Ein-Board-Systeme. Das deutsche Zwei-Säulen-System der Unternehmensführung bietet daher einen besonderen institutionellen Kontext, um zu untersuchen, ob weibliche Repräsentation in Aufsichtsgremien opportunistisches Verhalten des Managements begrenzen kann. Anhand eines Panel-Datensatzes von 998 Firmenjahr-Beobachtungen deutscher börsennotierter Unternehmen aus den Jahren 2016 bis 2024 untersucht diese Studie die Beziehung zwischen der Geschlechterdiversität im Aufsichtsrat und dem accrual-basierten Gewinnmanagement. Diskretionäre Accruals werden mithilfe des modifizierten Jones-Modells geschätzt und durch multivariate Regressionsmodelle analysiert. Die Analyse testet drei Hypothesen, die zwischen proportionaler Repräsentation, der reinen Präsenz weiblicher Aufsichtsratsmitglieder und Effekten der kritischen Masse (Critical Mass) unterscheiden. Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil weiblicher Directors negativ, jedoch nicht signifikant mit diskretionären Abgrenzungen zusammenhängt. Dagegen reduziert bereits die Präsenz mindestens einer weiblichen Director das Earnings Management signifikant in performance-gematchten Modellen. Für die Critical-Mass-Hypothese findet sich hingegen nur begrenzte empirische Unterstützung. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass der Governance-Effekt von Geschlechterdiversität in deutschen Aufsichtsgremien vor allem über die Präsenz weiblicher Directors wirkt und weniger über eine schrittweise Erhöhung ihres Anteils. Diese Ergebnisse leisten einen Beitrag zur Literatur über Corporate Governance und Finanzberichterstattung, indem sie neue Erkenntnisse aus dem deutschen dualen Board-System liefern und die Wirksamkeit der gesetzlichen Frauenquote im Hinblick auf die Verbesserung der Aufsichtsratskontrolle bewerten.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates whether board gender diversity influences earnings management in German listed firms following the introduction of the 2015 Law for the Equal Participation of Women and Men in Leadership Positions (FüPoG), which mandated a 30 percent female quota for supervisory boards. While prior literature suggests that gender-diverse boards may strengthen corporate governance and improve financial reporting quality, empirical evidence remains mixed and largely focuses on single-tier board systems. Germany’s two-tier governance structure therefore provides a unique institutional setting to examine whether female representation on supervisory boards constrains managerial opportunism. Using a panel dataset of 998 firm-year observations from German listed companies between 2016 and 2024, this study examines the relationship between board gender diversity and accrual-based earnings management. Discretionary accruals are estimated using the Modified Jones model and analyzed through multivariate regression models. The analysis tests three hypotheses that distinguish between proportional representation, the presence of female directors, and critical mass effects. The results indicate that the proportion of female directors is negatively but not significantly associated with discretionary accruals. However, the presence of at least one female director significantly reduces earnings management in performance-matched models. In contrast, the critical mass hypothesis receives only limited support. Overall, the findings suggest that the governance impact of gender diversity in German supervisory boards operates primarily through the presence of female directors rather than through incremental increases in representation. These results contribute to the literature on corporate governance and financial reporting by providing new evidence from the German two-tier board system and by evaluating the effectiveness of gender quota legislation in improving board monitoring.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechterdiversität im Vorstand Gewinnsteuerung Modifiziertes Jones-Modell Finanzberichterstattung
Schlagwörter
(Englisch)
Board Gender Diversity Earnings Management Modified Jones Model Financial reporting
Autor*innen
Veronika Staffer
Haupttitel (Englisch)
Gender diversity and earnings management
Hauptuntertitel (Englisch)
evidence from German listed firms
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
64 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Petra Inwinkl
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.06 Unternehmensführung
AC Nummer
AC17889292
Utheses ID
80579
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
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