Detailansicht
SaaS Beschaffung der öffentlichen Hand: Vergleichbarkeit und Transparenz
Herausforderungen und Lösungen im Rechtsvergleich Österreich/Deutschland
Christina Steininger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Nikolaus Forgó
DOI
10.25365/thesis.81417
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29253.15869.113631-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Beschaffung von Software‑as‑a‑Service-Lösungen durch öffentliche Stellen und stellt dabei die vergaberechtlichen Grundsätze der Transparenz und Vergleichbarkeit in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist die wachsende Bedeutung cloudbasierter Modelle für den öffentlichen Sektor, sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Gestaltung rechtssicherer Vergabeverfahren. Im Zentrum der Analyse stehen drei Problemfelder, die sich im Zuge der Vorarbeiten besonders klar herauskristallisierten: die eingeschränkte Vergleichbarkeit aufgrund heterogener Preismodelle und dynamischer Leistungsstrukturen, das Risiko eines Vendor‑Lock‑in sowie datenschutzrechtliche Anforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit Drittstaatentransfers nach der Schrems‑II‑Judikatur. Gerade diese Bereiche erwiesen sich als praktisch konfliktanfällig und prägend für die Vergabepraxis. Methodisch basiert die Arbeit auf einer rechtsdogmatischen Analyse des österreichischen und deutschen Vergaberechts unter Einbeziehung unionsrechtlicher Vorgaben sowie auf einem rechtsvergleichenden Ansatz. Die Untersuchung zeigt, dass das geltende Vergaberecht grundsätzlich geeignete Instrumente zur Bewältigung der identifizierten Herausforderungen bereitstellt. Auffällig war dabei, dass viele dieser Instrumente – etwa die funktionale Leistungsbeschreibung, die szenariobasierte Lebenszykluskostenrechnung oder ein strukturiertes Exit‑Management – bereits de lege lata verfügbar sind, in der Praxis jedoch häufig nur zurückhaltend genutzt werden. Auch Service‑Level‑Agreements erweisen sich als wesentliches Steuerungsinstrument, dessen Potenzial nicht immer ausgeschöpft wird. Im Rechtsvergleich wird deutlich, dass Deutschland mit standardisierten Vertragswerken wie den EVB‑IT Cloud stärker institutionalisierte Lösungen verfolgt, während Österreich überwiegend auf eine flexible, einzelfallbezogene Gestaltung abstellt. Abschließend entwickelt die Arbeit praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Vergabestellen sowie für den Gesetzgeber. Diese leiten sich vor allem aus wiederkehrenden Problemstrukturen ab, die während der Analyse sichtbar wurden. Ziel ist es, eine transparente, vergleichbare und wettbewerbsfördernde Beschaffung von SaaS‑Lösungen sicherzustellen und zugleich den besonderen Anforderungen cloudbasierter Modelle angemessen Rechnung zu tragen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Software as a Service SaaS öffentliche Beschaffung
Autor*innen
Christina Steininger
Haupttitel (Deutsch)
SaaS Beschaffung der öffentlichen Hand: Vergleichbarkeit und Transparenz
Hauptuntertitel (Deutsch)
Herausforderungen und Lösungen im Rechtsvergleich Österreich/Deutschland
Paralleltitel (Englisch)
SaaS procurement in the public sector: comparability and transparency
Paralleluntertitel (Englisch)
challenges and solutions in a comparative legal analysis of Austria and Germany
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
ix, 74 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Nikolaus Forgó
Klassifikation
86 Recht > 86.99 Recht. Sonstiges
AC Nummer
AC17914371
Utheses ID
80583
Studienkennzahl
UA | 066 | 997 | |
