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Interpersonal perception in conversation
examining gender and dyad composition effects on the liking gap
Yannik Kalaja,
Leander Burkard
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Giorgia Silani
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81270
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29262.11652.447262-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Personen unterschätzen systematisch, wie sehr sie von anderen nach sozialen Interaktionen gemocht werden. Dieses Phänomen, das als Liking Gap bezeichnet wird, wurde vielfach repliziert. Dennoch ist bislang unklar, ob es sich um eine allgemeine Wahrnehmungsverzerrung handelt oder ob das Ausmaß der Liking Gap von individuellen Merkmalen und der Zusammensetzung der Dyaden abhängt. Zur Beantwortung dieser Frage untersuchten wir den Einfluss von Geschlecht und Dyadenzusammensetzung (gleichgeschlechtliche vs. gemischtgeschlechtliche Interaktionen) auf die Liking Gap im Kontext kurzer Gespräche. Insgesamt nahmen 116 Personen (58 Dyaden) teil, die ein halbstrukturiertes 15-minütiges Gespräch mit einer ihnen unbekannten Person führten. Anschließend berichteten sie sowohl ihre tatsächlich empfundene (actual liking) als auch ihre wahrgenommene Sympathie (perceived liking). Zur Überprüfung vorab registrierter Hypothesen hinsichtlich einer generellen Liking Gap, geschlechtsspezifischer Effekte sowie deren Interaktion mit der Dyadenzusammensetzung wurden lineare Mehrebenenmodelle eingesetzt. Ergänzend wurden Analysen zu individuellen Unterschieden in Persönlichkeitseigenschaften durchgeführt. Entgegen unseren Hypothesen fanden sich weder Hinweise auf eine generelle Liking Gap noch auf allgemeine Geschlechtsunterschiede. Ebenso zeigte sich kein signifikanter Einfluss sozialer Zustimmungstendenzen oder von Persönlichkeitsmerkmalen. Allerdings ergab sich ein Trend für eine Interaktion zwischen dem Geschlecht der Teilnehmenden und der Dyadenzusammensetzung: Männliche Teilnehmer unterschätzten, wie sehr andere Männer sie mochten, während sie überschätzten, wie sehr sie von Frauen gemocht wurden. Frauen hingegen zeigten in keinem der beiden Kontexte eine klare Verzerrung. Dieser Befund sollte jedoch mit Vorsicht interpretiert werden und bedarf weiterer Replikation. Insgesamt legen unsere Ergebnisse nahe, dass die Liking Gap keine übergreifende Verzerrung darstellt, sondern ein kontextspezifisches Phänomen ist, das durch die Zusammensetzung der Dyaden beeinflusst wird. Dies unterstreicht die Bedeutung solcher Moderatoren für theoretische Modelle sozialer Wahrnehmung.
Abstract
(Englisch)
People systematically underestimate how much they are liked by others after dyadic social interaction, a phenomenon known as the liking gap. While the liking gap has been widely replicated, it remains unclear whether it reflects a universal bias or varies systematically by individual characteristics and dyad composition. To answer this question, we examined the influence of gender differences and dyad composition (same-gender vs. cross-gender interactions) on the liking gap in brief conversations. 116 participants (58 dyads) engaged in a semi-structured 15-minute conversation with an unfamiliar partner and subsequently reported perceived and actual liking. Linear mixed-effects models were used to test preregistered hypotheses regarding an overall liking gap, gender effects, and their interaction with dyad composition, alongside additional analyses of individual differences. Contrary to our hypotheses, we found no evidence for a global liking gap or overall gender differences. There was also no evidence for a significant influence of social approval and personality traits. However, we observed a trend for an interaction between participant gender and dyad composition: Male participants underestimated how much other men liked them. In contrast, they overestimated how much they were liked by women. Women, on the other hand, showed little systematic bias in either context. Nonetheless, this pattern should be interpreted cautiously and requires further replication. Our findings suggest that the liking gap is not a global bias, but a context-sensitive phenomenon shaped by dyad composition. This highlights the importance of incorporating moderators related to dyadic structure and interaction context into theoretical accounts of social perception.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Soziale Interaktion Liking Gap Geschlechtsunterschiede
Autor*innen
Yannik Kalaja ,
Leander Burkard
Haupttitel (Englisch)
Interpersonal perception in conversation
Hauptuntertitel (Englisch)
examining gender and dyad composition effects on the liking gap
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
63 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Giorgia Silani
Klassifikation
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion. soziale Beziehungen
AC Nummer
AC17902174
Utheses ID
80587
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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