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Werterepräsentationen zwischen Kontinuität und Transformation
eine korpuslinguistische Analyse der Wahlprogramme der österreichischen Parlamentsparteien ab der Jahrtausendwende
Stefan Hagmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Claudia Resch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81132
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11090.41944.535044-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage nach der in Wahlprogrammen repräsentierten Stabilität von Werten in Österreich im 21. Jahrhundert und versucht den Wandel der Wertvorstellungen der österreichischen Parteienlandschaft nachzuzeichnen. Die grundlegende Hypothese, auf der die Arbeit beruht, ist, dass gesellschaftliche Wertvorstellungen und Ideale sowohl stabilisierenden als auch transformierenden Faktoren unterworfen sind und damit immer im Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Wandel stehen. Ziel der Untersuchung ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den seit dem Jahr 2000 veröffentlichten wahlprogrammatischen Schriften der österreichischen Parlamentsparteien sowohl in einer Längs- als auch in einer Querschnittsperspektive herauszuarbeiten und dabei die Werteentwicklung der österreichischen Parlamentslandschaft seit der Jahrtausendwende möglichst detailliert nachzuzeichnen. Das Thema der Masterarbeit ist dabei an der Schnittstelle zwischen Sprachwissenschaft und den Digital Humanities zu verorten, wobei der Fokus spezifisch auf dem Bereich der digitalen Textanalyse liegt. Obwohl das Interesse an den Digital Humanities allmählich zunimmt, wurden bisher kaum Versuche unternommen, Wahlprogramme durch den Einsatz digitaler Tools systematisch zu erfassen und einer genauen Analyse zu unterziehen. Der Einsatz digitaler Methoden in geisteswissenschaftlichen Untersuchungen ermöglicht jedoch einen innovativen Ansatz, der neue Perspektiven eröffnet und potenziell zu neuen Erkenntnissen führt. Die vorliegende Untersuchung basiert auf einer umfassenden Analyse der 31 Wahlprogramme der fünf in Österreich etablierten Parlamentsparteien, nämlich der Freiheitlichen Partei Österreichs, der Grünen, der Neos, der Österreichischen Volkspartei und der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, welche seit der Jahrtausendwende veröffentlicht wurden. Die Auswertung des Datenmaterials erfolgt mithilfe des Tools AntConc, einem digitalen Textanalyseprogramm, mit dem Standardsuchanfragen der computerbasierten Korpusanalyse durchgeführt werden können. In der systematischen Auswertung der Wahlprogramme konnte gezeigt werden, dass deren Umfang in den letzten drei Jahrzehnten signifikant zugenommen hat. Ferner zeigt sich, dass die Österreichische Volkspartei, die Sozialdemokratische Partei Österreichs und die Grünen seit der Jahrtausendwende über alle drei Dekaden hinweg deutlich umfangreichere Wahlprogramme vorgelegt haben als die Freiheitliche Partei Österreichs und die Neos. Darüber hinaus lässt sich in den Wahlprogrammen ein genereller Fokus auf Bewahrungswerte, und dabei insbesondere auf Sicherheitswerte, feststellen, der sich über fast alle Parteien und Zeiträume hinweg nachweisen lässt. Der Sicherheitsbegriff findet in den Wahlprogrammen eine äußerst umfassende Verwendung und manifestiert sich als ein äußerst vielschichtiges Konzept. In den wahlprogrammatischen Schriften wird Sicherheit übereinstimmend als Grundbedürfnis und Grundlage für andere Werte beschrieben. Letztendlich zeigt sich, dass die jeweiligen Parteien ein mehr oder weniger kohärentes, individuelles Wertesystem vertreten, das auch über die letzten fünfundzwanzig Jahre hinweg, trotz diverser nationaler und globaler Herausforderungen, relativ stabil geblieben ist. In Anbetracht großer globaler Krisen, der zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung und sich verändernden Gesellschaftsstrukturen erscheinen ein potenzieller Wertewandel sowie die Weiterentwicklungen der jeweiligen Wertesysteme der Parteien auch in Zukunft als plausibel.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wahlprogramm Werte Parteien Digitale Geisteswissenschaften AntConc Wertewandel Werterepräsentationen Korpuslinguistik
Schlagwörter
(Englisch)
Digital Humanities
Autor*innen
Stefan Hagmann
Haupttitel (Deutsch)
Werterepräsentationen zwischen Kontinuität und Transformation
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine korpuslinguistische Analyse der Wahlprogramme der österreichischen Parlamentsparteien ab der Jahrtausendwende
Paralleltitel (Englisch)
Representations of values between continuity and transformation
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
137 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claudia Resch
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC17890340
Utheses ID
80624
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1