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Beyond the border
the impact of EU migration agreements in the Southern Mediterranean
Marvin El-Saka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Lola Raich
Mitbetreuer*in
Monika Vana
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81184
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11990.31228.620877-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Entwicklung und die Auswirkungen einer zunehmenden Externalisierung der EU-Migrationspolitik, wobei der Fokus insbesondere auf den jüngsten Kooperationsabkommen mit nordafrikanischen Partnerstaaten liegt (2023 mit Tunesien und 2024 mit Ägypten). Während die EU diese Abkommen als gleichberechtigte Partnerschaften darstellt, die auf ein gemeinsames Migrationsmanagement und die Stärkung von Handelsbeziehungen abzielen, identifiziert diese Studie eine tiefgreifende Diskrepanz zwischen definierten Zielen und den sozio-politischen Realitäten vor Ort. Methodisch folgt die Arbeit einem qualitativen Forschungsdesign, der Inhaltsanalyse von Experteninterviews, aufbauend auf einer fundierten Literaturübersicht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Ansatz der Grenzexternalisierung die irregulären Ankünfte auf der zentralen Mittelmeerroute kurzfristig erfolgreich reduziert hat, jedoch zu erheblichen humanitären und strukturellen Kosten. Die Untersuchung legt auch dar, wie Partnerregime erheblichen Spielraum gewinnen, um politische und finanzielle Zugeständnisse zu erwirken, während sie diese Abkommen gleichzeitig instrumentalisieren, um ihre innenpolitische Position zu stärken und von Wirtschaftskrisen abzulenken. Dies hat zu der aktuellen Situation geführt, wo systematische Menschenrechtsverletzungen im Austausch für dichte Grenzen toleriert werden. Letztlich zeigt die Arbeit, dass die Auslagerung des Grenzschutzes an Drittländer es verabsäumt, Lebensbedingungen erheblich zu verbessern und Fluchtursachen zu beseitigen. Sie trägt somit zum Verständnis der komplexen Dynamiken bei, die mit der Externalisierung des EU-Migrationsmanagements verbunden sind und schließt mit der Empfehlung eines Kurswechsels hin zur Wiedergewinnung der Kontrolle über Migrationsthemen und der Wiederherstellung demokratischer Verantwortlichkeiten. Andernfalls könnten sich die Kosten der kurzfristigen Entlastung auf lange Sicht als unverhältnismäßig hoch erweisen.
Abstract
(Englisch)
This master thesis investigates the evolution and impact of EU migration policies and their increased externalization as well as the impact on both sides of the Mediterranean Sea, specifically focusing on recent cooperation agreements with North African partner states (2023 with Tunisia and 2024 with Egypt). While the EU frames these agreements as equal partnerships aimed at sharing migration management and enhancing trade relations, this research identifies a profound disconnect between official communication and the socio-political realities on the ground. Utilizing a combination of policy analysis and expert interviews, the study characterizes these arrangements as asymmetric dependencies, rather than genuine bilateral partnerships. The findings indicate that the border externalization approach has successfully reduced irregular arrivals along the Central Mediterranean route in the short term, but at a significant humanitarian and structural cost. The research also elaborates on how partner states gain significant leverage to extract political and financial concessions, while also instrumentalising these deals to strengthen their domestic position and divert attention from economic crises. This has resulted in a widening humanitarian policy-reality gap, where systemic human rights abuses are effectively tolerated in exchange for border security. Ultimately, the thesis argues that the current externalization paradigm is an unsustainable instrument that fails to improve living standards and address root causes of displacement. The thesis thus contributes to the understanding of the multi-levelled dynamics related to the externalization of EU migration management, based on the perceptions of local stakeholders. It concludes with recommending a shift towards regaining control over migration issues and restoring democratic accountability. Otherwise, the cost of short-term relief may prove to be excessively vi, high in the long run.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
EU-Migrationspolitik EU-Partnerstaaten in Nordafrika Grenzexternalisierung EU-Migrationsabkommen Tunesien Ägypten Menschenrechte Fluchtbewegungen
Schlagwörter
(Englisch)
EU migration policy EU border externalization migration control migration management Egypt Tunisia migration routes human rights
Autor*innen
Marvin El-Saka
Haupttitel (Englisch)
Beyond the border
Hauptuntertitel (Englisch)
the impact of EU migration agreements in the Southern Mediterranean
Paralleltitel (Deutsch)
Jenseits der Grenze
Paralleluntertitel (Deutsch)
die Auswirkungen von EU-Migrationsabkommen im südlichen Mittelmeerraum
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
vi, 75 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Lola Raich
Klassifikation
89 Politologie > 89.73 Europapolitik. Europäische Union
AC Nummer
AC17892279
Utheses ID
80653
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
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