Detailansicht

Der Menstruationszyklus und die Auswirkungen auf die Alltagsbeeinträchtigungen bei erwachsenen Menstruierenden in Deutschland und Österreich
Simone Marlene Resch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Laura Maria König
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81465
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13790.54670.396087-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Nahezu alle Lebensbereiche werden durch Veränderungen des Menstruationszyklus beeinflusst. Trotzdem wird der Menstruationszyklus gesellschaftlich und wissenschaftlich marginalisiert und stigmatisiert. Ziel dieser Arbeit war es, das Ausmaß phasenspezifischer Alltagsbeeinträchtigungen durch menstruationsbezogene Symptome zu untersuchen. Diese Arbeit ist eine Sekundäranalyse und Teil einer größer angelegten Studie (N = 1510). Eingeschlossen wurden jene Teilnehmende, die in den letzten 12 Monaten menstruierten (N = 338 Personen; MAlter = 34.49 Jahre, SD = 10.91). Als weiblich identifizierten sich davon 96.70%, als männlich 3.00%, als ein anderen Geschlecht 0.30%. Zur Erfassung der Beeinträchtigungsstärke der Symptome wurde der Menstrual Distress Questionnaire (MEDI-Q) eingesetzt. Der Menstruationszyklus wurde in die menstruelle, prämenstruelle und intermenstruelle Phase unterteilt. Die häufigsten Symptome, während des gesamten Menstruationszyklus, waren Unterleibsschmerzen, emotionale Instabilität, Reizbarkeit oder Wut und Erschöpfung. Außer Unterleibsschmerzen kamen alle Symptome häufiger während der prä- und intermenstruellen Phase vor. Die stärksten Beeinträchtigungen, während der (prä-) menstruellen Phasen, wurden durch Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Emotionale Instabilität und Reizbarkeit oder Wut verursacht. Diese führten während der prä- und menstruellen Phase zu stärkeren Beeinträchtigungen als während der intermenstruellen Phase. Während der menstruellen Phase wurden 7.70% immer und 32.40% nie in ihrem Alltag gehindert. Die Beeinträchtigungshäufigkeit wurde durch Unterleibsschmerzen, Unwohlsein aufgrund des vaginalen Blutverlustes sowie Schmerzen in Knochen, Muskeln und Gelenken vorausgesagt. Während der prämenstruellen Phase gaben 6.50% immer und 43.80% nie an, in ihrem Alltag gehindert zu sein. Unterleibsschmerzen, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und emotionale Instabilität sagten die Beeinträchtigungshäufigkeit voraus. Ein negativer Zusammenhang bestand zwischen dem Alter und der Alltagsbeeinträchtigungshäufigkeit. Die Ergebnisse tragen zu einem vertieften Verständnis phasenspezifischer Alltagsauswirkungen bei.
Abstract
(Englisch)
Nearly all areas of life are affected by the menstrual cycle. Nevertheless, menstrual cycle is socially and scientifically marginalized. This study examined phase-specific impairments in daily life caused by menstruation-related symptoms. This study is a secondary analysis of a larger study (N = 1510). Participants who had menstruated within 12 months were included (N = 338; MAge = 34.49, SD = 10.91). 96.70% identified as female, 3.00% as male, and 0.30% as another gender. Symptom related impairment was assessed with the Menstrual Distress Questionnaire (MEDI-Q). The cycle was divided into menstrual, premenstrual, and intermenstrual phases. Most common symptoms were lower abdominal pain, emotional instability, irritability or anger, and fatigue. Except for lower abdominal pain, all symptoms occurred more frequently during the premenstrual and intermenstrual phases. The strongest impairments during the (pre)menstrual phases were caused by lower abdominal pain, headaches, , irritability or anger, and emotional instability. These symptoms led to greater impairment during the premenstrual and menstrual phases compared to the intermenstrual phase. During the menstrual phase, 7.70% reported always and 32.40% never being hindered in daily life. Impairment frequency was predicted by lower abdominal pain, discomfort due to vaginal bleeding, and pain in bones, muscles, and joints. During the premenstrual phase, 6.50% reported always and 43.80% never being hindered. Lower abdominal pain, fatigue, concentration difficulties, and emotional instability predicted the frequency of impairment. A negative association was found between age and daily life impairment. These findings advance understanding of phase-specific impacts on everyday life.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Menstruationszyklus Alltagsbeeinträchtigung Dysmenorrhoe Prämenstruationsstörung
Schlagwörter
(Englisch)
menstrual cycle dysmenorrhea
Autor*innen
Simone Marlene Resch
Haupttitel (Deutsch)
Der Menstruationszyklus und die Auswirkungen auf die Alltagsbeeinträchtigungen bei erwachsenen Menstruierenden in Deutschland und Österreich
Paralleltitel (Englisch)
The menstrual cycle and its impact on daily life impairments among adult menstruating individuals in Germany and Austria
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
123 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Laura Maria König
Klassifikation
77 Psychologie > 77.00 Psychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17918353
Utheses ID
80682
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1