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Die Scham die bleibt
die Scham als Sozialisierungsmerkmal in vergangenen und gegenwärtigen narrativen Erzählungen
Samira Haschka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Anna Pospech Durnova
DOI
10.25365/thesis.81487
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17165.34788.815719-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Emotionen spielen, in allen gesellschaftlichen Kontexten, eine wesentliche Rolle (Bericat 2016; Flam 1999). Die Scham ist insofern besonders, als ihr — durch ihre negative Konnotation und die Schwierigkeit sie gegenüber anderen Gefühlen abzugrenzen — eine gewisse Unfassbarkeit eigen ist, bzw. verschiedene (un)bewusste Versuche sie zu vertuschen (Scheff 2014). Sowohl auf individueller, als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Dem entgegentretend, befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Scham als elementarer Teil der menschlichen Sozialisierung. Es wurden 12 narrative Tiefeninterviews mit Personen zwischen 35 und 70 Jahren geführt. Mit der „Reflexive Thematic Analysis“ (Braun & Clarke 2006) haben sich fünf thematische Schwerpunkte der Scham als Sozialisierungsmerkmal gezeigt: (1) die Scham in Verbindung mit anderen Emotionen und Überlappungen, sowie Abgrenzungsschwierigkeiten diesbezüglich; (2) Erzählungen der Nicht-Scham; (3) diverse Versuche der Interviewpartner*innen, sich die Scham zu erklären; (4) die Scham im Fehlerhaften; (5) der Körper als (Ursprungs)Ort der Scham. Die letzten beiden thematischen Stränge wurden detaillierter analysiert, interpretiert und mit theoretischen Überlegungen von Ahmed (2004; 2013), Neckel (2009) und Scheff (2000; 2003; 2014) verbunden. Die Ergebnisse zeigen einerseits, dass sich die Scham entlang gesellschaftlicher, normativer Vorstellungen von ‚richtig‘ und ‚falsch‘ manifestiert. Andererseits ist der Körper das Instrument, durch welches die Scham für viele Personen erfahrbar wird und an dem sie gesellschaftlich ausgehandelt wird. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur soziologischen Erforschung der Scham, an welche in Zukunft angeschlossen werden kann.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Emotionssoziologie Scham in der Sozialisierung Sozialisierungskontexte Körper Körperscham Themenanalyse Narrative Tiefeninterviews Scham und Normen
Schlagwörter
(Englisch)
Sociology of emotions Shame in socialization Body Bodyshame Reflexive Thematic Analysis Shame and normative structures In-depth Interviews
Autor*innen
Samira Haschka
Haupttitel (Deutsch)
Die Scham die bleibt
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Scham als Sozialisierungsmerkmal in vergangenen und gegenwärtigen narrativen Erzählungen
Paralleltitel (Englisch)
The shame that remains
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
109 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Pospech Durnova
Klassifikation
71 Soziologie > 71.10 Sozialstruktur. Allgemeines
AC Nummer
AC17921388
Utheses ID
80712
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
