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Selbstbildungsprozesse und Positionierungen von Schüler:innen in der postkolonialen Gegenwart
zur Bedeutung von Differenz, Zugehörigkeit und affektiven Erfahrungen
Rumeysa Alkan
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Veronika Wöhrer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81116
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17219.30457.812717-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die emotionale und affektive Dimension von Diskriminierungserfahrungen bleibt im Kontext der Bildungsforschung bislang häufig unterbelichtet, obwohl sie schulische Erfahrungsräume wesentlich mitstrukturiert. Gerade dort, wo Schüler:innen mit Differenzsetzungen, Ausschlüssen und Fragen von Zugehörigkeit konfrontiert sind, zeigen sich nicht nur soziale und institutionelle, sondern auch affektive und psychische Wirkungen. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Masterarbeit, wie sich Selbstbildungsprozesse und Positionierungen von Schüler:innen in einer postkolonial geprägten Gegenwart artikulieren und welche Rolle Erfahrungen von Differenz, Anerkennung und mentaler Gesundheit im schulischen Kontext dabei spielen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass schulische Erfahrungen nicht ausschließlich als Lern- oder Leistungsprozesse verstanden werden können, sondern in gesellschaftliche Machverhältnisse, institutionelle Ordnungen und soziale Anerkennungsverhältnisse eingebettet sind. Theoretisch stützt sich die Arbeit auf postkoloniale, migrationspädagogische, machtanalytische und affekttheoretische Perspektiven. Methodisch folgt die Untersuchung einem qualitativ- interpretativen und partizipativ gerahmten Zugang. Die empirische Grundlage der Arbeit bilden Interviews, Gruppengespräche sowie weiteres Datenmaterial aus dem Forschungsprojekt digi:POWER, das in Anlehnung an die konstruktivistische Grounded Theory ausgewertet wurde. Die Analyse zeigt, dass Schule für viele der befragten Schüler:innen nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung ist, sondern ein sozialer Raum, in dem Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und Anerkennung fortlaufend ausgehandelt werden. Differenzordnungen entlang von Sprache, Herkunft und religiöser Sichtbarkeit strukturieren schulische Erfahrungen und prägen Positionierungen, Selbstverhältnisse und Partizipationsmöglichkeiten. Zugleich wird deutlich, dass Diskriminierungs- und Differenzerfahrungen mit affektiven und psychischen Folgen einhergehen. Mentale Gesundheit erscheint dabei nicht als isoliertes individuelles Phänomen, sondern als eng mit schulischen Erfahrungen von Bewertung, Nicht-Anerkennung und prekärer Zugehörigkeit verschränkt. Die Arbeit soll damit einen Beitrag dazu leisten, schulische Selbstbildungsprozesse aus der Perspektive der Schüler:innen darzustellen und die Verschränkung von Differenz, Anerkennung und mentaler Gesundheit im schulischen Kontext analytisch zusammenzudenken.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Positionierung Differenzlinien Zugehörigkeit postkoloniale Theorie Subjektivierung affektive Erfahrungen Diskriminierungserfahrungen Schule
Autor*innen
Rumeysa Alkan
Haupttitel (Deutsch)
Selbstbildungsprozesse und Positionierungen von Schüler:innen in der postkolonialen Gegenwart
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Bedeutung von Differenz, Zugehörigkeit und affektiven Erfahrungen
Paralleltitel (Englisch)
Self-formation and positioning among students in the postcolonial present
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
167 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Veronika Wöhrer
Klassifikation
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung
AC Nummer
AC17888711
Utheses ID
80732
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
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