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Is ESG already priced?
evidence from cross-country ESG factor pricing
Philipp Koutek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Banking and Finance
Betreuer*in
Thomas Gehrig
Mitbetreuer*in
Stefanie Schräder
DOI
10.25365/thesis.81219
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17219.35653.328470-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, ob Umwelt-, Sozial- und Governance-(ESG-)Merkmale an Aktienmärkten in Preisen reflektiert werden und ob sich die Stärke der ESG-Bepreisung systematisch zwischen Ländern unterscheidet. Aufbauend auf Gleichgewichts- und Übergangsdynamik-Theorien nachhaltigen Investierens unterscheidet die Analyse zwischen persistenten Unterschieden in erwarteten Renditen (einer ESG-„Prämie“) und temporärer Performance, die durch episodische Neubewertungen getrieben wird, wenn sich ESG-Präferenzen und Klimasorgen im Zeitverlauf verändern. Empirisch führt die Studie einen länderübergreifenden Asset-Pricing-Test auf Basis von Unternehmensdaten aus einer Auswahl von OECD-Märkten durch. Die Nachhaltigkeit eines Unternehmens wird durch den Refinitiv ESG Combined Score angenähert, und innerhalb jedes Landes wird unter einer Sektordiversifikationsrestriktion ein Green-minus-Brown-Renditespread aus Portfolios von High-ESG- und Low-ESG-Unternehmen konstruiert. Methodisch folgt die Untersuchung einem Two-Pass-Design: Rollierende Zeitreihenregressionen schätzen die Unternehmens-Exposures sowohl gegenüber dem lokalen Marktfaktor als auch gegenüber dem länderspezifischen ESG-Spread; Fama–MacBeth-artige querschnittliche Regressionen testen anschließend, ob diese Exposures in Form höherer bzw. niedrigerer erwarteter Renditen kompensiert werden. Zur Erklärung länderspezifischer Heterogenität wird zudem analysiert, ob die ESG-Bepreisung mit institutionellen und politischen Rahmenbedingungen variiert – die Makro-Stimmung, die Intensität umweltpolitischer Maßnahmen, institutionelle Qualität sowie die Zusammensetzung der Investor:innenbasis abbilden – und es wird exploriert, ob kulturelle Charakteristika dazu beitragen, durchschnittliche Unterschiede in der ESG-Bepreisung zwischen Ländern zu erklären. Insgesamt liefern die Ergebnisse nur begrenzte Evidenz für eine breite, persistente Outperformance „grüner“ Titel und deuten darauf hin, dass eine systematische ESG-Bepreisung kein einheitliches Merkmal über Märkte hinweg ist. Stattdessen erscheinen ESG-Prämien eher lokalisiert, mit klareren Preissignalen, die sich auf einzelne Länder konzentrieren, sowie mit zustandsabhängigen Mustern in einigen Märkten. Moderationsanalysen zeigen, dass politische Salienz und Eigentümerstruktur mit stärkerer oder schwächerer ESG-Bepreisung einhergehen können; Richtung und Stärke dieser Zusammenhänge sind jedoch länderspezifisch und nicht universell. Insgesamt sind die Befunde eher mit lokalisierten und episodischen ESG-Prämien vereinbar als mit einer stabilen globalen ESG-Risiko–Rendite-Beziehung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
ESG-Bepreisung Ländervergleichende Kapitalmarktforschung Nachhaltige Geldanlage Grün-Braun-Renditespread Fama-MacBeth-Regression Klimaübergangsrisiko ESG-Faktor ESG-Ratingdivergenz
Autor*innen
Philipp Koutek
Haupttitel (Englisch)
Is ESG already priced?
Hauptuntertitel (Englisch)
evidence from cross-country ESG factor pricing
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
52 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Gehrig
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.30 Investition. Finanzierung
AC Nummer
AC17896641
Utheses ID
80734
Studienkennzahl
UA | 066 | 974 | |
