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Gendergerechte Sprache und Einstellungschancen im Bewerbungsprozess
eine Untersuchung zu personenbezogenen Merkmalen der Bewerter*innen
Emma Großbötzl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
Mitbetreuer*in
Marlene Kollmayer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81451
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20495.28495.751951-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Aktuelle Studien zeigen, dass gendergerechte Sprache (GGS) zur Geschlechtergleichstellung beitragen könnte, indem Frauen sprachlich sichtbarer werden. Ziel dieser Arbeit war es daher, zu untersuchen, ob diese erhöhte Sichtbarkeit im Bewerbungsprozess um einen stereotyp männlichen Beruf förderlich für die Bewertung einer Kandidatin sein kann. Zudem wurde erforscht, welche Rolle das Geschlecht, die politische Einstellung und Einstellungen der Bewerter*innen zu GGS in diesem Kontext spielen. N = 341 Personen (M = 32.74, SD = 14.32) aus dem DACH-Raum nahmen an einer Online-Studie teil. Die Proband*innen wurden randomisiert einem von zwei Motivationsschreiben zugeteilt, in dem eine weibliche oder männliche Berufsbezeichnung verwendet wurde. Danach bewerteten sie die Kandidatin hinsichtlich Wärme, Kompetenz und Einstellungschancen für den stereotyp männlichen Beruf. Abschließend wurden die politische Einstellung und Einstellungen zu GGS der Proband*innen erhoben. Die Ergebnisse zeigten, dass Wärme und Kompetenz keine signifikanten Mediatoren im Zusammenhang zwischen der Sprachform und den Einstellungschancen der Kandidatin waren. Frauen schätzten die Einstellungschancen bei einer weiblichen Berufsbezeichnung höher ein als bei einer männlichen, während bei Männern kein Unterschied gefunden wurde. Ansonsten zeigten sich keine signifikanten Bewertungsunterschiede in Abhängigkeit von Geschlecht, politischer Einstellung und Einstellungen der Bewerter*innen zu GGS. Die Studienergebnisse legen nahe, dass die Berufsbezeichnung, die eine Kandidatin in ihrer Bewerbung um einen stereotyp männlichen Beruf verwendet, eine untergeordnete Rolle für ihre Bewertung spielt. Obwohl Frauen und Männer die Einstellungschancen je nach Sprachform unterschiedlich bewerten, scheinen die politische Einstellung und Einstellungen der Bewerter*innen zu GGS weniger relevant für Bewertungen in diesem Bewerbungsprozess zu sein. Mögliche Implikationen und Limitationen der Studie werden diskutiert.
Abstract
(Englisch)
Recent studies suggest that gender-fair language (GFL) could promote gender equality by making women more visible in language. Therefore, the aim of this study was to examine whether this increased visibility is beneficial for the evaluation of a female candidate applying for a stereotypically masculine job. Additionally, the study analyzed the role of evaluators’ gender, political orientation and attitudes toward GFL in this context. N = 341 participants from Germany, Austria and Switzerland (M = 32.74, SD = 14.32) took part in an online study. They were randomly assigned to one of two motivation letters with either a feminine or masculine job title. Participants evaluated the candidate regarding warmth, competence and hireability for the stereotypically masculine job. Finally, participants’ political orientation and their attitudes toward GFL were assessed. The results showed that warmth and competence were not significant mediators between language form and the candidate’s hireability. Women rated the candidate’s hireability higher for a feminine than for a masculine job title, whereas no difference was observed among men. Otherwise, no significant differences in evaluations depending on evaluators’ gender, political orientation or attitudes toward GFL were found. The findings suggest that the job title used by a candidate applying for a stereotypically masculine job plays a subordinate role for her evaluation. Although women and men differ in their hireability ratings depending on language form, evaluators’ political orientation and attitudes toward GFL seem to be less important for evaluations in this application process. Potential implications and limitations of the study are discussed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gendergerechte Sprache Bewerbungsprozess Einstellungschancen Big Two Geschlechterrolle Geschlechterstereotype Social Role Theory Role Congruity Theory Lack of Fit Model Politische Einstellung Einstellungen zu gendergerechter Sprache
Autor*innen
Emma Großbötzl
Haupttitel (Deutsch)
Gendergerechte Sprache und Einstellungschancen im Bewerbungsprozess
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung zu personenbezogenen Merkmalen der Bewerter*innen
Paralleltitel (Englisch)
Gender-fair language and hireability in an application process
Paralleluntertitel (Englisch)
a study of evaluators' individual characteristics
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
96 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikation
77 Psychologie > 77.61 Einstellung. Vorurteil. Beeinflussung
AC Nummer
AC17915585
Utheses ID
80771
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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