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Gefühlsausdruck und Theater in der außerschulischen historisch-politischen Bildung
im Gespräch mit Schauspieler:innen des immersiven Theaterstücks "widerSTADT"
Miriam Renkert
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Henning Schluß
DOI
10.25365/thesis.81358
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20585.33793.381866-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Eine zentrale Herausforderung außerschulischer, historisch-politischer Bildung besteht darin, aufkommenden Gefühlen in Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus einen erwartungsfreien Raum zu geben. Die Möglichkeiten theaterpädagogischer Formate untersucht die vorliegende Arbeit durch Interviews mit Schauspieler:innen des Kollektivs Phehnix, die an Entwicklung und Aufführung des Theaterstücks „widerSTADT“ zum Thema des Austrofaschismus beteiligt waren. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie aus ihrer Sicht im gesamten Prozess Gefühle ausgedrückt werden können, die in Auseinandersetzungen mit dem Austrofaschismus, der gewisse Parallelen zum Nationalsozialismus aufweist, ausgelöst werden. Im Ergebnis zeigt sich, dass Gefühlsausdruck im Theaterspiel durch persönliche Betroffenheit hinsichtlich der bespielten Themen, Erfahrungen mit Gefühlsausdruck, Freiwilligkeit oder Zwang, Zugang zum eigenen Körper, Improvisationen oder Rollenspiel sowie Interaktionen mit dem Publikum und Mitspieler:innen beeinflusst wird. Bei Auseinandersetzungen mit dem Austrofaschismus bzw. Nationalsozialismus ist relevant, ob familiäre Bezüge zu Verfolgten bzw. Täter:innen bestehen, Parallelen zur aktuellen gesellschaftspolitischen Situation wahrgenommen werden, Vorwissen über die damalige Zeit vorhanden ist und Selbstschutz- bzw. Verdrängungsstrategien angewandt werden.
Abstract
(Englisch)
A key challenge in extracurricular historical and political education is to provide a space free from preconceptions for the emotions that arise when engaging with National Socialism. This study explores the potential of theatre-based educational formats through interviews with actors from the Phehnix collective who were involved in the development and performance of the play “widerSTADT”, which deals with the theme of Austrofascism. The central research question is how, in their view, emotions triggered by engaging with Austrofascism – a system that overlaps with National Socialism – can be expressed throughout the entire process. The findings show that the expression of emotions in theatrical performances is influenced by factors such as personal involvement with the themes being portrayed, prior experience of expressing emotions, whether participation is voluntary or compulsory, access to one’s own body, improvisation or role-play, as well as interactions with the audience and fellow performers. When engaging with Austrofascism or National Socialism, it is relevant whether there are family connections to victims or perpetrators, whether parallels with the current socio-political situation are perceived, whether prior knowledge of that period exists, and whether self-protection or repression strategies are employed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Theaterpädagogik Holocaust Education Gefühle Gefühlsausdruck zeitgenössisches Theater Theater außerschulische Bildung historische Bildung politische Bildung Schauspiel Nationalsozialismus Austrofaschismus Improvisation Theater der Unterdrückten widerSTADT
Autor*innen
Miriam Renkert
Haupttitel (Deutsch)
Gefühlsausdruck und Theater in der außerschulischen historisch-politischen Bildung
Hauptuntertitel (Deutsch)
im Gespräch mit Schauspieler:innen des immersiven Theaterstücks "widerSTADT"
Paralleltitel (Englisch)
The expression of emotions and theatre in extracurricular historical and political education
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
98 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Henning Schluß
Klassifikationen
80 Pädagogik > 80.42 Affektive Erziehung ,
80 Pädagogik > 80.48 Ästhetische Erziehung
AC Nummer
AC17912423
Utheses ID
80789
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
