Detailansicht

Qualität beim Simultandolmetschen
der Einfluss der Intonation auf die Bewertung der Dolmetschleistung
Lorenza Truffa
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Italienisch Deutsch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81164
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23249.32843.815173-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Qualitätsbewertung beim Simultandolmetschen aus der Perspektive der Nutzer*innen, wobei das Augenmerk hauptsachlich auf den Parameter der Intonation gelegt wird. Die Studie versteht sich als Teilreplikation der Studie von Collados Aís (1998), die gezeigt hat, dass die Intonation eine zentrale Rolle bei der Bewertung der Dolmetschleistung spielt. In ihrer Studie wurden drei verschiedene Dolmetschversionen auf der Grundlage eines Ausgangstextes erstellt, der durch eine monotone Intonation gekennzeichnet war. Dabei wurden Intonation und Inhalt gezielt manipuliert: Eine Version wies eine monotone Intonation auf und enthielt keine inhaltlichen Abweichungen vom Ausgangstext. Eine weitere wurde nicht monoton vorgetragen, wies jedoch inhaltliche Fehler auf. Die dritte war eine nicht monotone Kontrollversion ohne inhaltliche Fehler. Jede Version wurde von einer unterschiedlichen Gruppe von Nutzer*innen bewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass die monotone Version, die inhaltlich jedoch korrekt war, schlechter bewertet wurde als die nicht monotone Version mit inhaltlichen Fehlern, was die Bedeutung der Intonation im Bereich des Dolmetschens unterstreicht. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, die Hypothese von Collados Aís (1998) erneut zu bestätigen, wonach eine monotone Intonation die Bewertung der Dolmetschleistung sowie die Wahrnehmung der Professionalität der Dolmetscherin negativ beeinflusst. Zudem wird, ausgehend von einer Forschungsanregung von Collados Aís (1998), ein weiteres Ziel formuliert, nämlich zu untersuchen, ob eine monotone Intonation bei einem lebhaft intonierten Ausgangstext als noch stärker nachteilig wahrgenommen wird als in der Studie von 1998. In Anlehnung an die Methodik von Collados Aís (1998) wurden zwei Dolmetschversionen (eine monotone und eine nicht monotone) auf der Grundlage eines Ausgangstextes mit lebhafter Intonation erstellt und von zwei Gruppen von Nutzer*innen mittels eines Online-Fragebogens bewertet. Die Ergebnisse bestätigen erneut die Hypothese von Collados Aís (1998): Die Teilnehmenden bewerteten die monotone Version in allen Kriterien signifikant schlechter als die lebhafte Version. Darüber hinaus scheint sich auch die Hypothese zu bestätigen, dass die monotone Version bei einem lebhaften Ausgangstext noch stärker nachteilig wahrgenommen wird als in der Studie von Collados Aís (1998). Die Mittelwertdifferenz zwischen der monotonen und der lebhaften Version ist in der vorliegenden Studie in der Mehrheit der Kriterien größer als in der Studie von Collados Aís (1998). Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Wahrnehmung von Monotonie deutlicher hervortritt, wenn der Ausgangstext eine lebhafte Intonation aufweist. Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass die lebhafte Dolmetschversion der vorliegenden Studie eine stärker ausgeprägte Intonation aufweist als die lebhafte Version in der Studie von Collados Aís (1998), was in der vorliegenden Studie zu einer größeren Mittelwertdifferenz zwischen der monotonen und der lebhaften Version führen kann. Dieser Aspekt lässt sich jedoch mangels der Originaldaten der Studie von Collados Aís (1998) nicht überprüfen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Simultandolmetschen Intonation Prosodie
Autor*innen
Lorenza Truffa
Haupttitel (Deutsch)
Qualität beim Simultandolmetschen
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Einfluss der Intonation auf die Bewertung der Dolmetschleistung
Paralleltitel (Englisch)
Quality in simultaneous interpreting
Paralleluntertitel (Englisch)
the impact of intonation on the assessment of interpreting performance
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
144 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17891738
Utheses ID
80812
Studienkennzahl
UA | 070 | 348 | 331 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1