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Vom Prompt zur Seminararbeit
eine qualitative Untersuchung zu generativen KIs im wissenschaftlichen Rechercheprozess von Studierenden mit Blick auf Nutzung, Wahrnehmung, Kompetenzen und Motive
Lena Klampfer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jörg Matthes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81686
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23258.28687.789828-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Generative Künstliche Intelligenzen (GenAI) haben den wissenschaftlichen Alltag von Forscher*innen und Studierenden maßgeblich verändert. Dabei entstehen gerade im Zuge dieser kontinuierlich zunehmenden Nutzung Fragen, etwa hinsichtlich der Auswirkungen auf den kreativen wissenschaftlichen Prozess, der Externalisierung von Lese- und Denkprozessen sowie bezüglich der Auswirkung auf die wissenschaftlichen Kompetenzen der Studierenden. Um also genau auf diese Fragen Antworten zu finden, widmete sich diese Masterarbeit dem Anfangsprozess des wissenschaftlichen Arbeitens, daher dem wissenschaftlichen Rechercheprozess. Anhand von 14 durchgeführten qualitativen Leitfadeninterviews mit Studierenden in Österreich aus verschiedensten Disziplinen im Alter von 20 und 26 Jahren konnte umfassend auf deren Nutzung und folglich ebenso auf angewendete Strategien in der Verwendung der KIs sowie Motive für eine Nutzung und Nichtnutzung eingegangen werden und weiter mittels des theoretischen Rahmens des TAM und UTAUT Models sowie auf Basis der Konzepte des Reskilling, Deskilling und Upskilling kontextualisiert werden. Dabei zeigt sich zwar die aufstrebende Rolle, aber zugleich sehr ambivalente Wahrnehmung hinsichtlich der generativen KIs. Gerade die Intensität der empfunden Mensch-KI Beziehung und folglich der emotionalen Abhängigkeit offenbarten sich als zentrales Resultat einer erhöhten Nutzung. Ebenso stellen die KIs eine stetige Stütze im wissenschaftlichen Rechercheprozess dar, aber insbesondere bei der Ideenfindung, Forschungsfragenpräzisierung, der Literaturrecherche und dem Lesen. Die KI löst also Blockaden, verhindert aber potenziell Lernprozesse. Weiters werden gerade diese Leseprozesse oder auch kreative Gedankengänge an die KI ausgelagert und haben so bereits zu Veränderung dieser Prozesse geführt. Darüber hinaus konnten im Rahmen dieser Arbeit spezifische Typisierungen und Strategien identifiziert werden, welche als mögliche Basis für zukünftige Lehreinbindungen spielen können. Bezüglich der Kompetenzveränderung zeigen die Interviews eine starke Dissonanz zwischen dem tatsächlichen Nutzen der Befragten und dem Kompetenzselbstverständnis. Ebenso verdeutlicht diese Untersuchung das bereits passierte Reskilling, also die Veränderung des wissenschaftlichen Rechercheprozesse durch KI. Denn generative KIs werden nicht mehr nur als externe Variable, sondern als etablierter und normalisierter Bestandteil dieses Prozesses wahrgenommen. Außerdem liefern die identifizierten Motive des Nutzten und Nichtnutzens hilfreiche Hinweise für mögliche Handlungsempfehlungen im Umgang mit der Technologie.
Abstract
(Englisch)
Generative artificial intelligence (GenAI) has significantly transformed the daily academic lives of researchers and students. As its use continues to grow, questions are arising regarding its impact on the creative academic process, the externalization of reading and thinking processes, and its effect on the students’ academic competencies. To find answers to precisely these questions, this master’s thesis focused on the initial stage of the academic work, namely, the academic research process. Based on 14 qualitative interviews conducted with students in Austria from a wide variety of disciplines, aged 20 to 26, it was possible to comprehensively address their use of AI and, consequently, the strategies employed in its application, as well as the motives for both using and not using it. Furthermore, these findings were contextualized using the theoretical frameworks of the TAM and UTAUT models, as well as the concepts of reskilling, deskilling and upskilling. While the study highlights the emerging role of generative AI, it also reveals a highly ambivalent perception of these technologies. In particular, the intensity of the perceived human-AI relationship and, consequently, emotional dependency emerged as a central factor driving increased usage. Furthermore, AI serves as a constant support in the scientific research process, particularly in brainstorming, refining research questions, conducting literature reviews, and reading. AI thus helps overcome mental blocks but may also potentially hinder learning processes. Furthermore, reading processes and creative processes in particular are being outsourced to AI, which has already led to changes in these processes. Moreover, this study identified specific typologies and strategies that could serve as a potential basis for future integration into teaching. Regarding changes in competencies, the interviews reveal a significant discrepancy between the actual benefits experienced by the respondents and their self-perception of their competencies. Likewise, this study highlights the reskilling that has already taken place, that is, the transformation of the academic research process through AI. Generative AI are no longer perceived as merely as external variables but as established and normalized components of this process. Furthermore, the identified motivations for using and not using AI provide helpful insights into potential recommendations for universities in their engagement with the technology.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Generative KIs Universität Kompetenzen Nutzungsadoption Kreativität Deskilling Reskilling Upskilling
Schlagwörter
(Englisch)
GenAI University Competencies Motives Creativity Deskilling Reskilling Upskilling
Autor*innen
Lena Klampfer
Haupttitel (Deutsch)
Vom Prompt zur Seminararbeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Untersuchung zu generativen KIs im wissenschaftlichen Rechercheprozess von Studierenden mit Blick auf Nutzung, Wahrnehmung, Kompetenzen und Motive
Paralleltitel (Englisch)
From promt to seminar paper
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
280 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
AC Nummer
AC17967452
Utheses ID
80816
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1