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Outdoor workers and the struggle for heat protection rights
a critical stakeholder and qualitative content analysis of Florida's public policy debate
Gregory Ryan Manni
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geography: Global Change and Sustainability
Betreuer*in
Patrick Sakdapolrak
DOI
10.25365/thesis.81673
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24131.32220.979969-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Außenarbeiter:innen in den USA sind einem überproportional hohen Risiko hitzebedingter Erkrankungen und Todesfälle ausgesetzt – ein im Zuge des Klimawandels zunehmend relevantes Problem der öffentlichen Gesundheit. Trotz der Einführung arbeitsrechtlicher Hitzeschutzstandards in zahlreichen anderen Ländern, der langjährigen Forderungen von Public-Health-Forscher:innen nach einem politischen Kurswechsel sowie des jahrzehntelangen Drucks durch Arbeiter:innenvertretungen haben bislang nur wenige US-Bundesstaaten verbindliche gesetzliche Regelungen zum Hitzeschutz erlassen. Vor dem theoretischen Hintergrund der Politischen Ökologie (Political Ecology) sowie kritischer Umweltgerechtigkeitsperspektiven (Critical Environmental Justice) untersucht diese Masterarbeit die diskursiven Argumentationsmuster und Machtverhältnisse, die von unterschiedlichen Stakeholdern in der politischen Auseinandersetzung um arbeitsrechtlichen Hitzeschutz im Bundesstaat Florida mobilisiert werden. Florida erweist sich dabei als besonders relevanter Untersuchungsraum, da der Bundesstaat durch einen hohen Anteil migrantischer und hispanischer Arbeitskräfte, eine ausgeprägte Anfälligkeit für extreme Hitze sowie ein von rechtsgerichteten politischen Strömungen geprägtes politisches Umfeld gekennzeichnet ist. Methodisch kombiniert die Arbeit eine qualitative Inhaltsanalyse mit einer Stakeholder-Analyse und untersucht hierzu Medienberichte sowie Advocacy-Dokumente (n = 93), die sich mit Hitzeschutzgesetzgebung auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene befassen. Zu den zentralen Ergebnissen der Analyse zählt die Identifikation von über 100 Stakeholdern, die eine wesentliche Rolle in der politischen Debatte einnehmen. Darüber hinaus zeigt die Analyse Fälle von Anerkennungs- und Verfahrensungerechtigkeit auf, in denen Arbeitnehmer:innen sowie Lokalpolitiker:innen von Entscheidungsprozessen zur Verbesserung hitzebedingter Arbeitsbedingungen auf lokaler Ebene ausgeschlossen wurden. Akteur:innen wie Arbeitnehmer:innen, zivilgesellschaftliche Interessenvertretungen sowie politische Entscheidungsträger:innen, die die Einführung von Hitzeschutzstandards unterstützen, erkennen in breitem Maße die zunehmenden Auswirkungen extremer Hitze auf Außenarbeitende an und erachten entsprechende gesetzliche Regelungen auf kommunaler, bundesstaatlicher und föderaler Ebene als notwendig. Demgegenüber priorisieren Industrievertreter:innen sowie republikanische Abgeordnete auf Ebene der Bundesstaatspolitik die Interessen der Bau- und Landwirtschaftsindustrie, relativieren die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitzeexposition auf Arbeitnehmer:innen und tragen dazu bei, dass diese weiterhin den Großteil des arbeitsbedingten Hitzebelastungsrisikos tragen. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, die Verwirklichung von Umweltgerechtigkeit für Außenarbeitende auf praktischer Ebene zu unterstützen, und leistet zugleich einen Beitrag zum Verständnis von Machtverhältnissen und politischen Entscheidungsprozessen in der Arbeits- und Gesundheitspolitik in einer sich zunehmend erwärmenden Welt.
Abstract
(Englisch)
Outdoor laborers in the U.S. face a disproportionate risk of heat-related illness and fatality, a growing public health issue under climate change. Despite occupational heat protection standards being implemented in many other countries, public health researchers advocating a policy shift, and decades of pressure from worker-advocates, few U.S. states have enacted legal standards. Guided by political ecology and critical environmental justice perspectives, this master’s thesis investigates the discursive arguments and power dynamics employed by stakeholders in the occupational heat protection policy debate in the state of Florida—a region with a large migrant and Hispanic labor force, a propensity for extreme heat, and characterized by a right-wing political environment. Combining qualitative content analysis with a stakeholder analysis, this study analyzes news and advocacy documents (n=93) surrounding heat protection legislation at the local and state level. Findings include a collection of more than 100 stakeholders central to the debate. The analysis revealed instances of recognitional and procedural injustice, whereby workers and local politicians were excluded from decision-making processes to improve heat-related working conditions on the local level. Workers, advocates, and politicians in support of heat protection standards broadly acknowledged the growing impact of heat upon outdoor workers and saw local, state, and federal heat legislation as a necessity. Industry representatives and Republican state legislators prioritized the interests of the construction and agricultural industries, discounted the impacts of heat upon workers, and ensured that workers continue to shoulder the burden of occupational heat risk. This study seeks to support the realization of environmental justice for outdoor workers on the ground, and contributes to the understanding of power dynamics in occupational health and labor policymaking in a warming world.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Außenarbeiter:innen Migrantische Arbeitskräfte hitzebedingte Erkrankungen Hitzestress Arbeitsgesundheit Florida
Schlagwörter
(Englisch)
Outdoor workers Migrant workers Heat-related illness Heat stress Occupational health Florida
Autor*innen
Gregory Ryan Manni
Haupttitel (Englisch)
Outdoor workers and the struggle for heat protection rights
Hauptuntertitel (Englisch)
a critical stakeholder and qualitative content analysis of Florida's public policy debate
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
85 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Patrick Sakdapolrak
AC Nummer
AC17965797
Utheses ID
80826
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
