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Dekonstruktionsversuche stereotypischer Weiblichkeit im zeitgenössischen Theater am Beispiel von vier Wiener Inszenierungen der Spielzeit 2024/25
Hannah Lena Ruppert
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Anke Charton
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81494
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24995.38912.191291-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird untersucht, mit welchen Theatermitteln Geschlechterstereotype dekonstruiert werden können. Grundlage ist Judith Butlers Theorie zur Performativität von Geschlecht und den daraus resultierenden Möglichkeiten zur Dekonstruktion der Kategorie Geschlecht, in deren Rahmen Butler auf Parallelen zu performativen Akten in theatralen Kontexten verweist. Darauf aufbauend werden in theatersemiotischen Inszenierungsanalysen von vier Theater- und Opernproduktionen – Carmen (I: Lotte de Beer, Volksoper, Wien, 2024), La rondine (I: Lotte de Beer, Volksoper, Wien, 2024), Krankheit oder moderne Frauen (I: Claudia Bauer, Volkstheater, Wien, 2025) und Orlando (I: Therese Willstedt, Burgtheater, Wien, 2024) – die sich laut Ankündigungstext kritisch mit Weiblichkeitsbildern auseinandersetzen, verschiedene inszenatorische Strategien zur Dekonstruktion von stereotypischer Weiblichkeit herausgearbeitet und dabei mit der thematischen Forschung der Theaterwissenschaftlerinnen Miriam Dreysse und Jenny Schrödl verknüpft. Als wiederkehrende Mittel erweisen sich Verfremdungseffekte, die Kontrastierung von stereotypischen mit nicht-stereotypischen Zeichen sowie Strategien, die eine eindeutige geschlechtliche Zuordnung der Figuren bzw. der Akteur*innen erschweren (z. B. „Mixed Drag“). Während drei der Inszenierungen mit ihrer Kritik vor allem Zuschreibungen vermeintlich geschlechtsspezifischer Merkmale anvisieren, wird in Orlando die Relevanz geschlechtlicher Kategorisierungen per se infrage gestellt. Unter anderem ist zu beobachten, wie die Kategorie Geschlecht zum Teil in den Hintergrund gerückt wird, indem, im Sinne von Stefan Hirschauers Konzept des „undoing gender“, geschlechtliche Codierungen in der Spielweise und in Teilen des Kostümbilds vermieden werden.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines which theatrical means can be used to deconstruct gender stereotypes. It is based on Judith Butler's theory of the performativity of gender and the resulting possibilities for deconstructing the category of gender, within which Butler draws parallels to performative acts in theatrical contexts. Building on this, four theater and opera productions – Carmen (Dir. Lotte de Beer, Volksoper, Vienna, 2024), La rondine (Dir. Lotte de Beer, Volksoper, Vienna, 2024), Krankheit oder moderne Frauen (Dir. Claudia Bauer, Volkstheater, Vienna, 2025), and Orlando (Dir. Therese Willstedt, Burgtheater, Vienna, 2024) – which, according to their teasers, critically examine images of femininity, are analyzed using theater semiotics. The analyses explore various staging strategies for deconstructing stereotypical femininity and links them to thematic research of theater scholars Miriam Dreysse and Jenny Schrödl. Recurring means include alienation effects, the contrasting of stereotypical and non-stereotypical signs, and strategies that complicate a clear gender assignment of the characters or actors (e.g., "mixed drag"). While three of the productions primarily target the attribution of supposedly gender-specific characteristics with their critique, Orlando questions the relevance of gender categorizations per se. Among other things, it can be observed how the category of gender is pushed to the background by avoiding gendered codings in the acting and in parts of the costume design. This reminds of Stefan Hirschauers concept of "undoing gender".

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Weiblichkeit zeitgenössisches Theater Performativität von Geschlecht Gender Dekonstruktion von Geschlechterstereotypen
Schlagwörter
(Englisch)
femininity deconstruction of gender stereotypes contemporary theatre gender performativity of gender
Autor*innen
Hannah Lena Ruppert
Haupttitel (Deutsch)
Dekonstruktionsversuche stereotypischer Weiblichkeit im zeitgenössischen Theater am Beispiel von vier Wiener Inszenierungen der Spielzeit 2024/25
Paralleltitel (Englisch)
Deconstruction of stereotypical femininity in contemporary theatre
Paralleluntertitel (Englisch)
an analysis of four Viennese productions from the 2024-25 season
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
132 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anke Charton
Klassifikationen
24 Theater > 24.02 Theater. Allgemeines ,
24 Theater > 24.12 Regie. Dramaturgie
AC Nummer
AC17921796
Utheses ID
80842
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1