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Messreaktivität beim Fettkonsum
Einfluss der Forscherbeobachtung und moderierende Rolle von Geschlecht und Gewissenhaftigkeit
Marion Lichtenberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Laura Maria König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81464
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24995.42426.583881-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Messreaktivität beschreibt Veränderungen von Kognitionen, Emotionen oder Verhalten, die allein durch die Erhebung selbst ausgelöst werden und dadurch die Validität von Forschungsergebnissen beeinträchtigen können. Die Datenlage zu reaktiven Effekten bei der digitalen Ernährungserfassung ist bislang begrenzt. Ziel der vorliegenden Studie war es, zu prüfen, ob sich der tägliche Fettkonsum unter Forscherbeobachtung verändert und ob Geschlecht sowie Gewissenhaftigkeit diesen Zusammenhang moderieren. Analysiert wurden Ernährungstracking-Daten von 118 Teilnehmenden, die ihre Nahrungsaufnahme mittels gängiger Apps dokumentierten und in einen Online-Fragebogen übertrugen. Die Studie folgte einem Beobachtungsdesign auf Basis einer Datenspende mit zwei Messzeitpunkten innerhalb derselben Person im Abstand von einer Woche. Der durchschnittliche tägliche Fettkonsum in der Woche vor der Induktion der Forscherbeobachtung wurde mit den Werten der ersten beiden Tage der darauffolgenden Woche verglichen. Zur Hypothesenprüfung wurden lineare Mehrebenenmodelle mit Random Intercepts auf Personenebene berechnet. Die Ergebnisse zeigten keinen signifikanten Unterschied im Fettkonsum zwischen den beiden Erhebungsphasen. Auch die Interaktionseffekte von Geschlecht und Gewissenhaftigkeit erwiesen sich als nicht signifikant. Insgesamt liefern die Befunde keine Hinweise auf kurzfristige messreaktive Effekte im Kontext digitaler Ernährungserfassung. Weitere Forschung sollte insbesondere Kontextfaktoren sowie Personen ohne vorherige Tracking-Erfahrung berücksichtigen, um potenzielle Bedingungen reaktiver Effekte differenzierter zu untersuchen.
Abstract
(Englisch)
Measurement reactivity refers to changes in cognitions, emotions, or behavior that are triggered solely by the act of measurement itself and may thereby threaten the validity of research findings. Empirical evidence on reactive effects in digital dietary assessment remains limited. The present study aimed to examine whether daily fat intake changes under researcher observation and whether gender and conscientiousness moderate this relationship. Dietary tracking data from 118 participants who documented their food intake using commonly used apps and transferred the data into an online questionnaire were analyzed. The study employed an observational design based on data donation with two measurement points within the same individuals one week apart. Average daily fat intake during the week prior to the induction of researcher observation was compared to intake during the first two days of the following week. Linear multilevel models with random intercepts at the participant level were used to test the hypotheses. The results indicated no significant difference in fat intake between the two assessment periods. Interaction effects of gender and conscientiousness were also not significant. Overall, the findings provide no evidence for short-term measurement reactivity in the context of digital dietary assessment. Future research should particularly consider contextual factors and include individuals without prior tracking experience to further examine the conditions under which reactive effects may occur.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Messreaktivität Forscherbeobachtung digitale Ernährungserfassung Ernährungstracking Gesundheitspsychologie
Autor*innen
Marion Lichtenberger
Haupttitel (Deutsch)
Messreaktivität beim Fettkonsum
Hauptuntertitel (Deutsch)
Einfluss der Forscherbeobachtung und moderierende Rolle von Geschlecht und Gewissenhaftigkeit
Paralleltitel (Englisch)
Measurement reactivity in dietary fat intake
Paralleluntertitel (Englisch)
effects of researcher observation and the moderating role of gender and conscientiousness
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
IV, 46 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Laura Maria König
Klassifikation
77 Psychologie > 77.99 Psychologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17918198
Utheses ID
80843
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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