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The Ukrainian migration wave and the European labor market
Nikhola Umarova
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Applied Economics
Betreuer*in
Philipp Schmidt-Dengler
DOI
10.25365/thesis.81245
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25067.43079.649133-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Russische Invasion die Ukraine 2022 löste die größte erzwungene Migration innerhalb Europas seit dem Zweiter Weltkrieg aus. Anders als frühere Flüchtlingskohorten erhielten Vertriebene aus der Ukraine im Rahmen der EU-Richtlinie über vorübergehenden Schutz unmittelbaren Zugang zum Arbeitsmarkt. Diese Arbeit untersucht die makroökonomischen Auswirkungen dieses plötzlichen demografischen Schocks auf den europäischen Arbeitsmarkt. Unter Verwendung vierteljährlicher länderspezifischer Paneldaten für 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und die Schweiz im Zeitraum von Q1 2018 bis Q4 2025 werden sowohl binäre als auch kontinuierliche Difference-in-Differences-(DiD)-Ansätze eingesetzt, um die aggregierten Arbeitsmarktreaktionen zu schätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass der europäische Arbeitsmarkt den Anstieg des Arbeitskräfteangebots in erster Linie durch eine Verringerung der Arbeitsmarktanspannung (labor market tightness) und nicht durch eine Verdrängung einheimischer Arbeitskräfte absorbiert hat. Konkret weisen die kontinuierlichen DiD-Schätzungen darauf hin, dass ein Anstieg des Verhältnisses von Geflüchteten zur Bevölkerung um einen Prozentpunkt mit einem statistisch signifikanten Rückgang der Vakanzrate um etwa 0,16 bis 0,20 Prozentpunkte verbunden ist. Demgegenüber bleiben die Effekte auf die aggregierten Beschäftigungs- und Arbeitslosenquoten statistisch insignifikant. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Volkswirtschaften im Kontext einer anfänglich hohen Arbeitskräftenachfrage und einer raschen rechtlichen Integration in der Lage sind, plötzliche großskalige Migrationsschocks durch die Besetzung bestehender offener Stellen zu absorbieren, ohne eine erhöhte Gesamtarbeitslosigkeit zu verursachen.
Abstract
(Englisch)
The 2022 Russian invasion of Ukraine triggered the largest forced migration within Europe since the Second World War. Unlike previous refugee cohorts, displaced Ukrainians were granted immediate labor market access under the EU Temporary Protection Directive. This thesis examines the macroeconomic impact of this sudden demographic shock on the European labor market. Utilizing quarterly country-level panel data for 27 EU member states, Norway, and Switzerland from 2018-Q1 to 2025-Q4, the study employs both binary and continuous Difference-in-Differences (DiD) frameworks to estimate aggregate labor market responses. The findings reveal that the European labor market absorbed the labor supply shock primarily through a reduction in labor market tightness rather than the displacement of native workers. Specifically, continuous DiD estimates indicate that a 1 percentage point increase in the refugee-to-population ratio is associated with a statistically significant decrease in the job vacancy rate of approximately 0.16 to 0.20 percentage points. Conversely, the effects on aggregate employment and unemployment rates remained statistically insignificant. These results suggest that in the context of high initial labor demand and rapid legal integration, economies can absorb sudden, large-scale migration shocks by filling existing vacancies without generating aggregate unemployment.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Europäischer Arbeitsmarkt Arbeitsmarktanspannung Ukrainische Fluchtwelle Richtlinie über vorübergehenden Schutz Migration
Schlagwörter
(Englisch)
European Labor Market Labor Market Tightness Temporary Protection Directive Migration Ukrainian Refugee Inflow
Autor*innen
Nikhola Umarova
Haupttitel (Englisch)
The Ukrainian migration wave and the European labor market
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
ix, 64 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Philipp Schmidt-Dengler
Klassifikationen
83 Volkswirtschaft > 83.12 Makroökonomie ,
83 Volkswirtschaft > 83.14 Einkommen. Beschäftigung. Arbeitsmarkt
AC Nummer
AC17898618
Utheses ID
80867
Studienkennzahl
UA | 066 | 913 | |
