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Beyond the body: disablism and (dis)embodiment in the experience of telepresence users within educational settings
Sophie Gaugl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Latein
Betreuer*in
Maria Katharina Wiedlack
DOI
10.25365/thesis.81183
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29135.63939.142726-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit den rezenten Entwicklungen in der Digitalisierung entstanden neue Möglichkeiten für Gruppen, die zuvor aus der Gesellschaft ausgegrenzt wurden. Ein Beispiel dafür sind Telepräsenzsysteme. Besonders in schulischen Settings haben Telepräsenzsysteme behinderten Schüler*innen die Möglichkeit gegeben, am Unterricht teilzunehmen, ohne die Schule in persona besuchen zu müssen. Trotzdem könnten User*innen von Telepräsenzsystemen immer noch Stigmatisierungen und Unterdrückungen erleben. Die vorhergehende Forschung hat tendenziell Aspekte erforscht, die sich nicht mit Diskriminierung befassten, wie beispielsweise Vorteile und Nachteile von Telepräsenzsystemen in schulischen Settings. Im Kontrast hierzu fokussiert sich die vorliegende Arbeit auf die folgenden Forschungsfragen: „Was ist die Rolle von disablism in der Erfahrung von Telepräsenzuser*innen im EFL-Klassenzimmer?“ und „Was ist die Rolle von (dis)embodiment in der Erfahrung von Telepräsenzuser*innen im EFL-Klassenzimmer?“ Es gibt zweierlei Methoden, die angewendet wurden, um diese Forschungsfragen zu beantworten. Einerseits wurde eine Mini-Korpus-Analyse von Handbüchern und anderen schriftlichen Materialien für Lehrkräfte von Telepräsenzuser*innen durchgeführt. Andererseits wurden semi-strukturierte Interviews mit einer Telepräsenzuserin und zwei Lehrkräften durchgeführt. Die Interviews wurden mithilfe von Prinzipien der qualitativen Inhaltsanalyse untersucht. Primär durchgeführt mithilfe der Sichtweise der critical disability studies deckt diese Analyse auf, dass Telepräsenzuser*innen disablism in ihrem tagtäglichen Leben in der Schule erleben, größtenteils durch structural und aversive disablism. Außerdem decken die Interviews auf, dass Telepräsenzsysteme behinderten Schüler*innen dabei helfen, deren Empfindung von embodiment zu stärken. Je anthropomorphischer das Modell, desto stärker das embodiment; AV1 wurde in den Interviews als das beste Modell empfunden. Diese Ergebnisse suggerieren dass, während Telepräsenzsysteme einen positiven Einfluss auf deren User*innen haben, behinderte Schüler*innen trotzdem disablism erleben, weswegen Lehrkräfte darauf fokussiert sein sollten, Systeme der Unterdrückung in deren Klassenzimmern zu bekämpfen und deren eigene Stereotype im Bezug auf behinderte Schüler*innen zu reduzieren.
Abstract
(Englisch)
With recent developments in digitalisation, new opportunities have emerged for groups previously excluded from society. One instance is the telepresence system. Especially in educational settings, telepresence systems have provided disabled students with an opportunity to participate in lessons without having to attend school in person. Yet, telepresence users may still face stigmatisation and oppression. Previous research has tended to investigate aspects other than discrimination, such as the benefits and drawbacks of using telepresence systems in educational settings. In contrast, this thesis focuses on the following research questions: “What is the role of disablism in the experience of telepresence users in the EFL classroom?” and “What is the role of (dis)embodiment in the experience of telepresence users in the EFL classroom?” The methodology applied to answer these research questions is twofold. First, a mini corpus analysis of guidelines, handbooks and other written materials targeted at educators of students with telepresence systems is conducted. Secondly, semi-structured interviews are conducted with a telepresence user and two teachers. The interviews are analysed according to the principles of qualitative content analysis. Conducted primarily through the lens of critical disability studies, this analysis reveals that telepresence users experience disablism in their daily lives at school, mainly at the level of structural and aversive disablism. Furthermore, the interviews uncover that telepresence systems aid disabled students in strengthening their sense of embodiment. The more anthropomorphic the model, the higher the embodiment, with AV1 being considered the best telepresence system in the interviews. These findings suggest that while telepresence systems have a considerably positive impact on their users, disabled students still experience disablism, which is why teachers should focus on dismantling systems of oppression in their classrooms and on reducing their own biases towards disabled students.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Telepräsenzsysteme critical disability studies disablism embodiment
Schlagwörter
(Englisch)
telepresence systems critical disability studies disablism embodiment
Autor*innen
Sophie Gaugl
Haupttitel (Englisch)
Beyond the body: disablism and (dis)embodiment in the experience of telepresence users within educational settings
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
vi, 100 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Maria Katharina Wiedlack
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC Nummer
AC17892276
Utheses ID
80894
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 519 | 02
