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The water rats
multiperspective narration in cli-fi novels
Katharina Adlesgruber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Englisch
Betreuer*in
Marta Werbanowska
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81546
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29244.10610.751792-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die weitreichenden und schwer fassbaren Eigenschaften des Klimawandels erschweren es der Literatur, die Klimakrise zu erfassen und darzustellen. Diese Arbeit untersucht, wie drei Romane der Klimafiktion (Cli-Fi)—Odds Against Tomorrow von Nathaniel Rich, New York 2140 von Kim Stanley Robinson, und The City We Became von N. K. Jemisin—diese Komplexität durch ihre Vielzahl von Erzählperspektiven aufarbeiten. Zu diesem Zweck wird das Konzept der Democratic Narrative Voice (DNV) als Zusammenspiel von Erzählstruktur, Erzählperspektive und posthumaner Ethik entwickelt. Aufbauend auf narratologischen Begriffen und ökokritischen Ansätzen basiert die DNV auf der Annahme, dass die Position des Erzählers Autorität, Partizipation und Verantwortung innehat. Die DNV beschreibt sowohl, wie eine solche Autorität in den Texten wirkt, als auch, inwiefern sich die Texte in Richtung einer inklusiveren, relationaleren und ökologisch sensibleren Erzählung bewegen. Ich argumentiere, dass Romane, die eine DNV einsetzen, die Klimakrise vermitteln, eine affektive Beziehung zur Leserschaft fördern, und anthropozentrische Annahmen in der Gegenwartsliteratur hinterfragen können. Auf der Grundlage der DNV wird die spezifische Auseinandersetzung jedes Romans mit den Beziehungen zwischen Mensch und Nicht-Mensch analysiert: Während Richs Odds Against Tomorrow hoffnungsvolle Keimlinge eines demokratischen Ethos aufweist, werden diese letztlich durch die anthropozentrische und misanthropische Haltung des Erzählers untergraben. Darüber hinaus wird die eng vorangestellte Gemeinschaft zwischen Leserin und Erzähler—und damit das Potenzial für Veränderung außerhalb der Erzählwelt—durch einen satirischen Verrat seitens des Erzählers erheblich beeinträchtigt. Im Gegensatz dazu zeigt das Erzählkollektiv in Robinsons New York 2140, wie Verbundenheit und gemeinsamer Kamp die Vorstellung einer freudvollen und sogar utopischen Zukunft ermöglichen können. Jemisins The City We Became artikuliert Neuinterpretationen von traditionell rassistischen und anthropozentrischen Mustern als eine neue Version von Katastrophen, wodurch sie narrativ greifbar und vorstellbar werden. So wie die DNV beleuchtet, dass Cli-Fi-Romane auf vielfältige und vieldeutige Weise auf die Klimakrise reagieren, so klärt sie auch die Bedeutung von Literatur in der Auseinandersetzung mit dieser Krise.
Abstract
(Englisch)
The dilated and indistinct characteristics of climate change problematize how literature imagines and represents the climate crisis. This thesis examines how three climate fiction (cli-fi) novels—Odds Against Tomorrow by Nathaniel Rich, New York 2140 by Kim Stanley Robinson, and The City We Became by N. K. Jemisin—negotiate this complexity through a plurality of narrative voices. To this end, the concept of the democratic narrative voice (DNV) is developed as an integration of narrative structure, narrative strategy, and posthuman ethics. Building on both narratological terms and ecocritical approaches, the DNV is grounded in the assumption that narration mediates authority, participation, and responsiveness of narrative perspectives. As such, the DNV both describes how narrative authority operates in the texts and evaluates the extent to which the texts move towards a more inclusive, relational, and ecologically attuned narration. I argue that narratives that employ a DNV can convey the climate crisis, support affective reader engagement, and challenge anthropocentric assumptions in contemporary fiction. Drawing on the DNV, each novel’s distinct negotiation of human-nonhuman relations is analyzed: While Rich’s Odds Against Tomorrow exhibits hopeful seedlings of a democratic ethos, they are ultimately undermined by the narrator’s anthropocentrism and misanthropy. Furthermore, the close imagined narrative community between reader and narrator—and, thus, the potential for transformation outside the storyworld—is significantly compromised by a satirical betrayal from the narrator. By contrast, the narrative collective in Robinson’s New York 2140 demonstrates how kinship and collective struggle can facilitate the imagination of a joyful and even utopian future. In Jemisin’s The City We Became, innovations of traditionally racist and anthropocentric tropes articulate a version of disasters that is narratively graspable and imaginable. As the DNV illuminates how cli-fi novels respond in varied and ambiguous ways to the climate crisis, it also clarifies the function of fiction in addressing this crisis narratively.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Klimafiktion N. K. Jemisin Kim Stanley Robinson Nathaniel Rich Ökokritik Erzähltheorie Multiperspektivität
Schlagwörter
(Englisch)
Climate Fiction N. K. Jemisin Kim Stanley Robinson Nathaniel Rich Ecocriticism Narratology Multiperspectivity
Autor*innen
Katharina Adlesgruber
Haupttitel (Englisch)
The water rats
Hauptuntertitel (Englisch)
multiperspective narration in cli-fi novels
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
125 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Marta Werbanowska
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.87 Besondere Literaturkategorien ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.06 Angloamerikanische Literatur
AC Nummer
AC17929512
Utheses ID
80917
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 507 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1