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Gender and political orientation as moderators of the effect of social networks on empathy desirability in political contexts
Marie Akrivou
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Giorgia Silani
DOI
10.25365/thesis.81500
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30161.37145.119648-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In politisch polarisierten Kontexten wurde Empathie vorgeschlagen, um Partei-übergreifende Feindseligkeit und affektive Polarisierung zu reduzieren. Es existiert jedoch nur wenig Forschung zu Überzeugungen, die Menschen über Empathie selbst haben – sogenannte Empathieüberzeugungen. Diese Arbeit untersucht die Erwünschtheit von Empathie sowie die Frage, ob Geschlecht und politische Orientierung die Empathieerwünschtheit und den Einfluss sozialer Netzwerke darauf moderieren. Die Arbeit wirft dabei die Idee auf, dass verzerrte Empathieüberzeugungen zu verzerrter Empathie führen können, also, dass ein Ingroup-und Outgroup-Bias in Empathieüberzeugungen existieren. In dieser Studie wurden Daten aus zwei präregistrierten Experimenten verwendet, in denen die Teilnehmenden den Fragebogen Beliefs About the Desirability of Empathy Scale (BADES) vor und nach der Konfrontation mit manipulierten Norminformationen ausfüllten, die vermittelten, dass Empathie gegenüber Mitgliedern einer politischen Ingroup oder Outgroup wünschenswert, unerwünscht oder neutral sei. Die Stichprobe bestand aus 397 im Vereinigten Königreich lebenden Personen im Alter von 18 bis 35 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass weibliche bzw. liberale Teilnehmende höhere Empathieüberzeugungen berichteten als männliche bzw. konservative Teilnehmende. Entgegen den Erwartungen waren Frauen in ihren Empathieüberzeugungen stärker verzerrt als Männer, während sich insgesamt keine ideologischen Unterschiede in verzerrten Empathieüberzeugungen zeigten. Darüber hinaus moderierten Geschlecht und politische Orientierung den Einfluss sozialer Netzwerke auf verzerrte Empathieüberzeugungen nicht signifikant. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich Personen in der Erwünschtheit von Empathie in Abhängigkeit von Geschlecht und politischer Orientierung unterscheiden, dass diese Zusammenhänge jedoch komplexer sind als erwartet. Die Ergebnisse und ihre Implikationen werden ausführlich diskutiert.
Abstract
(Englisch)
In politically polarized contexts, empathy has been proposed as a way to reduce cross-partisan hostility and affective polarization, yet little research exists examining the beliefs people hold about empathy itself – empathy beliefs. This thesis investigates empathy desirability, and whether gender and political orientation moderate empathy desirability, as well as the influence social networks have on it. The thesis explores the idea that biased empathy beliefs may give rise to biased empathy, meaning that an ingroup-and outgroup-bias exists in empathy beliefs. In this study, data was used from two preregistered experiments, in which participants completed the Beliefs About the Desirability of Empathy Scale (BADES) before and after exposure to manipulated norm information indicating that empathizing with political ingroup or outgroup members is desirable, undesirable, or neutral. The sample consisted of 397 UK residents, aged 18 to 35. Results show that women and liberal participants reported higher empathy beliefs than men and conservative participants, respectively. Contrary to expectations, women were more biased in their empathy beliefs than men, while there were no ideological differences in biased empathy beliefs overall. In addition, gender and political orientation did not significantly moderate the effect of social networks on biased empathy beliefs. The findings suggest that individuals differ in their empathy desirability depending on gender and political orientation, but that these relationships are more complex than expected. The results and implications are thoroughly discussed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Empathieüberzeugungen Empathieerwünschtheit Verzerrte Empathieüberzeugungen Verzerrte Empathie Empathie Soziale Netzwerke
Schlagwörter
(Englisch)
Empathy Beliefs Empathy Desirability Biased Empathy Beliefs Biased Empathy Empathy Social Networks
Autor*innen
Marie Akrivou
Haupttitel (Englisch)
Gender and political orientation as moderators of the effect of social networks on empathy desirability in political contexts
Paralleltitel (Deutsch)
Geschlecht und politische Orientierung als Moderatoren des Einflusses sozialer Netzwerke auf die Erwünschtheit von Empathie in politischen Kontexten
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
59 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Giorgia Silani
Klassifikation
77 Psychologie > 77.61 Einstellung. Vorurteil. Beeinflussung
AC Nummer
AC17922084
Utheses ID
80934
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
