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Die Pest im Erzherzogtum Österreich unter der Enns von November 1712 bis April 1714 aus der Sicht der dort tätigen Medici
Astrid Ellmer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Erich Landsteiner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81365
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11152.52251.485565-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Epidemie der Jahre 1712 bis 1714 im Erzherzogtum unter der Enns mit Fokus auf die Rolle der Medici in der Seuchenbekämpfung. Im Zentrum stehen ihre institutionelle Einbindung in das Verordnetenkollegium und das Consilium Sanitatis, ihre medizinische Praxis hinsichtlich Präventions- und Behandlungsmaßnahmen, sowie ihr Handlungsspielraum zwischen behördlichen Vorgaben und lokalen Herausforderungen. Die Analyse der ärztlichen Berichte zeigt, dass weniger die exakte Identifizierung der Krankheit als vielmehr die Einschätzung ihrer Ansteckungsgefahr im Vordergrund stand. Zu den angewandten Maßnahmen gehörten Segregation, Räucherungen, das Verbrennen kontaminierter Textilien und die Einrichtung von Lazaretten. Gleichzeitig offenbaren die Quellen die Schwierigkeiten der Medici im Umgang mit Widerständen der Bevölkerung, organisatorischen Mängeln und ökonomischen Unsicherheiten. Darüber hinaus wird deutlich, dass die medizinischen Vorstellungen weiterhin stark von der Säftelehre geprägt waren, und Beobachtungen zur Ansteckung Mensch-zu-Mensch zunehmend an Bedeutung gewannen. Neben der Analyse der medizinischen Praxis rückt die Arbeit auch soziale Dimensionen in den Blick, insbesondere den Umgang mit Infizierten und der Umgang mit den armen Bevölkerungsschichten. Die Untersuchung leistet damit einen Beitrag zum Verständnis frühneuzeitlicher Seuchenbewältigung, indem sie die komplexe Rolle der Medici zwischen Verwaltung, Medizin und Gesellschaft in einer Krisensituation herausarbeitet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Pest Neuzeit Österreich Niederösterreich Medici Contagionstheorie Miasmen Seuchenkonzept Behandlungsstrategien Chirurgen 18. Jahrhundert Mannagetta Paul de Sorbait Säftelehre
Autor*innen
Astrid Ellmer
Haupttitel (Deutsch)
Die Pest im Erzherzogtum Österreich unter der Enns von November 1712 bis April 1714 aus der Sicht der dort tätigen Medici
Paralleltitel (Englisch)
The plague in the Archduchy of Austria below the Enns (November 1712-April 1714) from the perspective of practicing physicians
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
78 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Erich Landsteiner
Klassifikation
15 Geschichte > 15.99 Geschichte. Sonstiges
AC Nummer
AC17912590
Utheses ID
81026
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1