Detailansicht

Der Zusammenhang zwischen Extraversion und Stress und die mediierende Rolle der primären kognitiven Bewertung
Christian Filip Vencel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Urs Markus Nater
Mitbetreuer*in
Jasminka Majdandzic
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81256
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11152.55880.237614-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Zusammenhang zwischen Extraversion und Stress wurde bereits in zahlreichen Studien untersucht. Dabei bestehen Uneinigkeiten hinsichtlich der Wirkung von Extraversion auf den physiologischen und psychologischen Stress. Während einige Studien von puffernden Effekten auf die Herzrate und das subjektive Stresserleben berichten, zeigen weitere empirische Arbeiten keine signifikante Zusammenhänge auf. Die primäre kognitive Bewertung als möglicher Mediator, wurde bisher nur im Zusammenhang zwischen Extraversion und psychologischem Stress erforscht. Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitsdimension Extraversion und der physiologischen sowie psychologischen Stressreaktion genauer zu untersuchen und neue Befunde zu liefern. Darüber hinaus wird geprüft, ob die primäre kognitive Bewertung der Stresssituation einen mediierenden Einfluss auf diese Zusammenhänge ausübt, besonders auf den Zusammenhang zwischen Extraversion und Herzrate . Die theoretische Grundlage bildet unter anderem das transaktionale Stressmodell nach Lazarus und Folkman (1984), welches Stress als das Ergebnis individueller kognitiver Bewertungsprozesse der Situation (primäre kognitive Bewertung) und der Ressourcen innerhalb der Person (sekundäre kognitive Bewertung) beschreibt. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die Extraversion direkt, als auch über die primäre kognitive Bewertung einen Einfluss auf die Stressreaktion haben kann. Die empirische Untersuchung basiert auf Daten des Projekts „MuSkiBa“. Zur Stressinduktion wurde der Trier Social Stress Test (TSST) eingesetzt. Die Stichprobe umfasste weibliche Versuchspersonen im Alter von 18 bis 35 Jahren. Extraversion wurde mittels NEO-FFI erfasst. Die physiologische Stressreaktion wurde über den Herzratenanstieg operationalisiert, während die psychologische Stressreaktion anhand subjektiver Stressangaben (VAS) erhoben wurde. Die primäre kognitive Bewertung wurde mit dem PASA-Fragebogen erfasst. Die Ergebnisse zeigen einen signifikant negativen Zusammenhang zwischen Extraversion und der physiologischen Stressreaktion, während kein signifikanter Zusammenhang mit der psychologischen Stressreaktion festgestellt werden konnte. Hinsichtlich der Mediationsanalysen ergab sich kein signifikanter indirekter Effekt für die physiologische Stressreaktion. Für die psychologische Stressreaktion zeigte sich hingegen ein signifikant negativer indirekter Effekt von Extraversion auf die primäre kognitive Bewertung und ein signifikant positiver indirekter Effekt der primären kognitiven Bewertung auf das subjektive Stresserleben.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis examines the relationship between the personality dimension of extraversion and both physiological and psychological stress responses. In addition, it investigates whether primary cognitive appraisal of the stress situation exerts a mediating effect on these relationships. The theoretical framework is based on the transactional model of stress by Lazarus and Folkman (1984), which conceptualizes stress as the result of individual appraisal processes. The empirical analysis is based on data from the “MuSkiBa” project. Stress was induced using the Trier Social Stress Test (TSST). The sample consisted of female participants aged 18 to 35 years. Extraversion was assessed using the NEO-FFI. Physiological stress response was operationalized via heart rate increase, while psychological stress response was measured using subjective stress ratings (VAS). Primary cognitive appraisal was assessed with the PASA questionnaire. Results indicate a significant negative association between extraversion and physiological stress response, whereas no significant association was found with psychological stress response. Mediation analyses revealed no significant indirect effect for physiological stress response, but a significant indirect effect for psychological stress response via primary cognitive appraisal. Overall, the findings suggest that extraversion is directly related to physiological stress responses, while subjective stress is more strongly influenced by cognitive appraisal processes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Extraversion Stress Herzrate subjektives Stresserleben Mediation Primäre Kognitive Bewertung TSST
Autor*innen
Christian Filip Vencel
Haupttitel (Deutsch)
Der Zusammenhang zwischen Extraversion und Stress und die mediierende Rolle der primären kognitiven Bewertung
Paralleltitel (Englisch)
The relationship between extraversion and stress and the mediating role of primary cognitive appraisal
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
48 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Urs Markus Nater
Klassifikation
77 Psychologie > 77.00 Psychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17901474
Utheses ID
81027
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1