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Constructing conflict templates
task format and individual differences affect the mental representation of social dilemmas
Tiemo Jakob Steinmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Robert Böhm
DOI
10.25365/thesis.81434
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11170.45644.797529-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Menschen reagieren auf soziale Dilemmata nicht nur auf der Grundlage einer objektiven Auszahlungsstruktur, sondern auch danach, wie sie die damit verbundene gegenseitige Abhängigkeit mental repräsentieren. Aufbauend auf früherer Forschung zu Konfliktmustern untersuchte diese präregistrierte Studie sowohl, ob sich die mentalen Repräsentationen der Teilnehmenden auf eine kleine Gruppe prototypischer 2x2- Spielstrukturen beschränken, als auch, wie diese Repräsentationen durch Aufgabenmerkmale und individuelle Unterschiede geprägt werden. Insgesamt 268 Teilnehmende erzeugten ein Konfliktszenario und konstruierten dessen Auszahlungsstruktur unter variierenden Bedingungen hinsichtlich des Abstraktionsgrades (Auszahlungsmatrix vs. verbale Rangfolge) und der Perspektivenreihenfolge (ich zuerst vs. Partner zuerst), mit einer zusätzlichen Kontrollgruppe, die beide Perspektiven gleichzeitig im Auszahlungsmatrix Format bearbeitete. Im Einklang mit der Hypothese der Wahrnehmungskonvergenz schufen die Teilnehmenden überproportional viele Strukturen, die den Spielen „Prisoner’s Dilemma“, „Chicken“, „Assurance“ und „Maximizing Difference“ entsprachen. Gleichzeitig beeinflusste die Art und Weise, wie die Aufgabe operationalisiert wurde, die resultierenden Repräsentationen: Die Trennung der Perspektiven reduzierte die Symmetrie, das Format der Auszahlungsmatrix erzeugte symmetrischere und wettbewerbsintensivere Spielstrukturen als die verbale Rangfolge. Im Gegensatz dazu hatte die Reihenfolge der Perspektiven keinen Einfluss auf die Wettbewerbsintensität. Individuelle Unterschiede zeigten schwächere Effekte: Soziale Wertorientierung war positiv mit Spielharmonie assoziiert, wobei dieser Effekt gering und in Sensitivitätsanalysen nicht robust war, während der Glaube an ein Nullsummenspiel nicht signifikant mit der Wettbewerbsintensität zusammenhing. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Konfliktmuster weder willkürlich noch feststehend sind, sondern eingeschränkte mentale Repräsentationen, die dennoch sensitiv für situative Hinweise und die Art und Weise, wie Interdependenz hervorgerufen wird, sind.
Abstract
(Englisch)
People do not always respond to social dilemmas based on an objective payoff structure alone, but based on how they mentally represent the interdependence involved. Building on research on conflict templates, the present preregistered study examined both whether individuals converge on a small set of prototypical 2x2 game structures and how these representations are shaped by task characteristics and individual differences. A total of 268 participants generated a conflict scenario and constructed its payoff structure under varying conditions of abstraction level (payoff matrix vs. verbal ranking) and perspective sequence (self-first vs. partner-first), with an additional simultaneous payoff-matrix control group. Consistent with the perceptual convergence hypothesis, participants disproportionately often created structures corresponding to Prisoner’s Dilemma, Chicken, Assurance, and Maximizing Difference games. At the same time, the way the task was operationalized influenced the resulting representations: separating perspectives reduced symmetry, the payoff matrix format produced more symmetric and more competitive game structures than verbal ranking. In contrast, perspective sequence did not affect competitiveness. Individual differences showed weaker effects: social value orientation was positively associated with game harmony, although this effect was small and less robust in sensitivity analyses, whereas beliefs in a zero-sum game were not significantly related to competitiveness. Overall, the findings suggest that conflict templates are neither arbitrary nor fixed, but constrained mental representations that are still sensitive to situational cues and how interdependence is elicited.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
soziale Dilemmata Konfliktmuster Interdependenz ökonomische Spiele soziale Wertorientierung Nullsummenglaube
Schlagwörter
(Englisch)
social dilemmas conflict templates interdependence economic games social value orientation zero sum beliefs
Autor*innen
Tiemo Jakob Steinmann
Haupttitel (Englisch)
Constructing conflict templates
Hauptuntertitel (Englisch)
task format and individual differences affect the mental representation of social dilemmas
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
65 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Robert Böhm
Klassifikation
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17915320
Utheses ID
81029
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
