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Die Erinnerungskultur an die Shoah in der "Jüdischen Allgemeinen" anhand der Berichterstattung über den Israel-Libanonkrieg 2006
Melanie Gleinser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8994
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29260.72520.831770-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Libanonkrieg im Jahre 2006 markiert einen Meilenstein im Umgang mit der jüdischen Welt: Es war nicht nur das erste Mal seit der Gründung des Staates Israels anno 1948, dass der jüdische Staat auf seinem Staatsgebiet attackiert wurde, es war auch das erste Mal, dass Israel derart massiv medial angegriffen wurde. Auch in Deutschland wurde Israel und sein hartes Durchgreifen gegen die Hisbollah medial laut verurteilt – ausgenommen davon war die wöchentlich erscheinende Zeitung „Jüdische Allgemeine“, die Israel heftig verteidigte und dabei die israelische Opferrolle betonte. Eine interdisziplinäre Herangehensweise nützend versucht diese Arbeit dem kollektiven jüdischen Gedächtnis nachzuspüren, welches sich in der „Jüdischen Allgemeinen“ manifestiert und sich dabei auf die Opferrolle konzentriert. Dabei gilt es, das jüdische kollektive Gedächtnis in seiner Unterscheidung zum nicht-jüdischen, deutschen Umfeld zu verorten. In Hinblick auf den wissenschaftlichen Forschungsstand in der Psychologie und Psychoanalyse will diese Arbeit die Konzepte „Trauma der Shoah“ mit dem „kollektiven Gedächtnis“ verknüpfen. Um ein umfassenden Bild der jüdischen Identität wiederzugeben ist es unumgänglich die vielfältigen Gedächtnis-Modelle, das Konzept der Identität wie auch die deutsche Vergangenheitsbewältigung seit 1945 aufzurollen.
Abstract
(Englisch)
The Second Lebanon war in 2006 is a milestone in dealing with the Jewish world: it was not only the first time since the foundation of the State of Israel in 1948 that the Jewish State was under attack on its own grounds but even under massive media attack. Even the German media could not stop itself to condemn Israel for the harsh military campaigns against the Hezbollah in Lebanon - except the weekly published German paper “Jüdische Allgemeine” which was outstanding in its defence of Israel. This defence was based on very personal reports which emphasized the victim hood of the Israeli. With an interdisciplinary idea this document attempts to trace the collective Jewish memory demonstrated by the “Jüdische Allgemeine” concentrating on the victim hood. It shows the distinction in the collective memory between the Jews in Germany and their non-Jewish surroundings. Referring to the psychological and psychoanalytical tradition in science this document tries to combine the concept of the trauma of the Shoah with the concept of the collective memory. For a comprehensive understanding of the Jewish identity it is essential to explain the diverse concepts of collective memory, the idea of identity and the German past since 1945.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
collective memory Second Lebanon war
Schlagwörter
(Deutsch)
Shpah kollektives Gedächtnis Libanonkrieg "Jüdische Allgemeine"
Autor*innen
Melanie Gleinser
Haupttitel (Deutsch)
Die Erinnerungskultur an die Shoah in der "Jüdischen Allgemeinen" anhand der Berichterstattung über den Israel-Libanonkrieg 2006
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
230
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.01 Geschichte der Kommunikationswissenschaft ,
77 Psychologie > 77.78 Psychoanalytische Therapie
AC Nummer
AC08068449
Utheses ID
8107
Studienkennzahl
UA | 301 | 295 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1