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Persönlichkeit und ideologische Orientierungen als Prädiktoren von Einstellungen zu gendergerechter Sprache
Justyna Wladyslawa Rys
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
Mitbetreuer*in
Marlene Kollmayer
DOI
10.25365/thesis.81452
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11332.48753.258075-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gendergerechte Sprache (Gender-fair Language, GFL) ist in den letzten Jahren zu einem kontrovers diskutierten Thema in Öffentlichkeit, Politik und Wissenschaft geworden. Während Kritiker*innen häufig linguistische Argumente wie mangelnde Verständlichkeit und erhöhte Komplexität inklusiver Sprachformen anführen, reicht der Diskurs über rein sprachliche Aspekte hinaus. Die vorliegende Masterarbeit untersuchte daher inwiefern Einstellungen gegenüber gendergerechter Sprache mit Persönlichkeitsmerkmalen und ideologischen Aspekten politischer Orientierung zusammenhängen. Im Fokus stand dabei die Frage, ob Persönlichkeit nicht nur direkt mit Einstellungen zu GFL verbunden ist, sondern auch indirekt über Right-Wing Authoritarianism (RWA) und Social Dominance Orientation (SDO) mit diesen Einstellungen in Verbindung steht. Das Dual-Process Motivational Model (DPM), das ursprünglich in der Vorurteilsforschung entwickelt wurde, diente dabei als theoretischer Rahmen zur Einordnung dieser Zusammenhänge. Im Rahmen einer querschnittlichen Online-Studie (N = 226) wurden die relevanten Variablen erhoben und mittels bivariater Korrelationen, multipler Regressionsanalyse sowie Mediationsanalysen ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass insbesondere eine hohe Offenheit für Erfahrungen und eine hohe Verträglichkeit mit positiveren Einstellungen gegenüber gendergerechter Sprache verbunden waren. Diese Zusammenhänge verliefen zudem indirekt über geringere Ausprägungen in RWA bzw. SDO. Die Befunde sprechen dafür, dass Einstellungen zu GFL nicht als isoliertes sprachliches Phänomen verstanden werden sollten, sondern sowohl mit Persönlichkeitsmerkmalen als auch mit ideologischen Orientierungen verknüpft sind. Die Studie erweitert damit bisherige Forschung, indem sie diese beiden psychologischen Ebenen gemeinsam als Prädiktoren von Einstellungen gegenüber gendergerechter Sprache betrachtet.
Abstract
(Englisch)
Gender-fair language (GFL) has become a highly debated topic in public discourse, politics, and academia in recent years. While critics often cite linguistic arguments such as reduced clarity and increased complexity of inclusive language forms, the debate extends beyond purely linguistic aspects. This master’s thesis therefore examined the extent to which attitudes toward gender-fair language are related to personality traits and ideological aspects of political orientation. The focus was on the question of whether personality is not only directly linked to attitudes toward GFL but also indirectly connected to these attitudes via Right-Wing Authoritarianism (RWA) and Social Dominance Orientation (SDO). The Dual-Process Motivational Model (DPM), originally developed in prejudice research, serves as the theoretical framework for understanding these relationships. In a cross-sectional online study (N = 226), the relevant variables were assessed and analyzed using bivariate correlations, multiple regression analysis, and mediation analyses. The results showed that, in particular, high openness to experience and agreeableness were associated with more positive attitudes toward gender-fair language. These associations were also mediated through lower levels of RWA and SDO. The findings suggest that attitudes toward gender-fair language should not be understood as an isolated linguisitc phenomenon, but are linked to both personality traits and ideological orientations. The study thus expands on previous research by considering these two psychological levels together as predictors of attitudes toward gender-fair language.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
gendergerechte Sprache Big-Five Persönlichkeitsmerkmale ideologische Orientierungen Rechtsgerichteter Autoritarismus Soziale Dominanzorientierung Dual-Process Motivational Model
Schlagwörter
(Englisch)
gender-fair language Big-Five personality traits ideological orientations Right-Wing Authoritarianism Social Dominance Orientation Dual-Process Motivational Model
Autor*innen
Justyna Wladyslawa Rys
Haupttitel (Deutsch)
Persönlichkeit und ideologische Orientierungen als Prädiktoren von Einstellungen zu gendergerechter Sprache
Paralleltitel (Englisch)
Personality and ideological orientations as predictors of attitudes toward gender-fair language
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
68 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikation
77 Psychologie > 77.61 Einstellung. Vorurteil. Beeinflussung
AC Nummer
AC17915591
Utheses ID
81072
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
