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Reality unveiled
exploring structure through Nagel's "View from nowhere"
Nadja Beatrice Sonnleitner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Yannic Kappes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81908
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13834.46094.157542-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, ob Thomas Nagels Ideal eines „Blicks von Nirgendwo“ eine objektive Darstellung der Struktur der Wirklichkeit ermöglichen kann oder ob der subjektive Standpunkt unüberwindbare Grenzen setzt. Die Analyse führt durch Philosophie des Geistes, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Metaphysik. Sie zeigt, dass Bewusstsein eine grundlegende Differenz zwischen Erst- und Drittpersonperspektive erzeugt, die durch keine physikalische oder funktionale Beschreibung vollständig überbrückt werden kann. Nagels Verständnis von Objektivität als schrittweise Ablösung vom eigenen Blickwinkel macht wissenschaftlichen Fortschritt verständlich, legt jedoch zugleich begriffliche und sprachliche Grenzen offen, die eine vollständig perspektivenfreie Sicht verhindern. Im metaphysischen Teil wird argumentiert, dass die Struktur der Welt zwar geistunabhängig besteht, jedoch nur durch begriffliche Rahmen zugänglich wird, die ihre Erscheinungsweise mitbestimmen. Alternative Modelle, etwa ein „Blick von überall“, erweitern den Blickwinkel, heben den Standpunkt jedoch nicht auf, was sich als entscheidender Punkt erweist. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Objektivität ein wichtiges Ideal bleibt, eine vollkommen perspektivenfreie Sicht auf die Realität jedoch unerreichbar ist.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates whether Thomas Nagel’s ideal of a “view from nowhere” can provide an objective account of reality’s structure, or whether the subjective standpoint imposes limits that cannot be overcome. The analysis proceeds through philosophy of mind, epistemology, philosophy of language, and metaphysics. It shows that consciousness introduces a structural gap between first person and third person access, which no physical or functional description can overcome. Nagel’s model of objectivity as a gradual movement away from one’s own perspective explains scientific progress, but also reveals conceptual and linguistic limits that prevent a fully perspective free standpoint. Concerning metaphysics, the thesis argues that structure is mind independent yet only accessible through conceptual frameworks that shape how it appears. Alternative models, such as a “view from everywhere,” expand perspective but do not eliminate standpoint, which turns out to be the crucial point. The thesis concludes that objectivity remains an important ideal, but a complete perspective free view of reality is unattainable.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Philosophie des Geistes Metaphysik Thomas Nagel Der Blick von nirgendwo Subjektivität Struktur Realität
Schlagwörter
(Englisch)
Philosophy of Mind Metaphysics View from Nowhere Subjectivity Structure Reality
Autor*innen
Nadja Beatrice Sonnleitner
Haupttitel (Englisch)
Reality unveiled
Hauptuntertitel (Englisch)
exploring structure through Nagel's "View from nowhere"
Paralleltitel (Deutsch)
Realität enthüllt
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine Strukturanalyse nach Nagels "Blick von Nirgendwo"
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
46 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Yannic Kappes
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik. Ontologie
AC Nummer
AC18018920
Utheses ID
81103
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1