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"Es geht mir gut, wenn es ihm gut geht"
das Erleben der pflegenden Angehörigen von Schädel-Hirn-Trauma-PatientInnen
Herta Plöderl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Elisabeth Seidl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9001
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29309.54677.496754-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Menschen im Wachkoma, oder in einem Folgezustand nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma, stellen für Pflegende und Betreuende, eine besondere Herausforderung dar. Eine Herausforderung auch für die Gesellschaft, da diese Menschen für lange Zeit versorgt und betreut werden müssen und diese Betreuung sehr kosten- und personalintensiv ist. Mehr als die Hälfte der Betroffenen werden in häuslicher Umgebung versorgt und gepflegt. In qualitativen Interviews wurden für diese Diplomarbeit das Erleben der Pflegesituation und die Motive der Angehörigen für die Übernahme der Pflege erhoben, sowie die Änderungen die sich im Leben der pflegenden Angehörigen dadurch ergeben haben. Die Betroffenen eines Schädel-Hirn-Traumas sind häufig sehr jung. Daher ist die Dauer der Pflegetätigkeit schwer einschätzbar und kann über viele Jahre und Jahrzehnte andauern. Eine Besonderheit stellt der Umstand dar, dass es auch viele Jahre nach der Verletzung noch zu Verbesserungen des Zustandes kommen kann. Die ersten zwei Jahre nach Übernahme der Pflegetätigkeit erwiesen sich für die Angehörigen als die schwierigste Zeit. Sie mussten lernen mit dem Verlust der Gesundheit des Betroffenen zu leben, Einschränkungen finanzieller und sozialer Art verkraften und mit verschiedenen schwierigen Situationen im Alltag der Pflege fertig zu werden. Als Ergebnis kann gesagt werden, dass die pflegenden Angehörigen alle eine dauerhafte Veränderung ihrer Lebenssituation erfuhren. Die Verletzungen und die daraus resultierenden Beeinträchtigungen eines nahen Angehörigen und die Übernahme der Pflege bewirkten eine völlig neue Lebenssituation für die Pflegenden. Sie gaben zum Teil den Beruf auf, es veränderte ihre soziale Situation, den Freundeskreis, die finanzielle Lebensplanung und die Zukunft. Angehörige die es schafften mit diesen schwierigen Situationen umzugehen, sich Entlastungen zu organisieren und soziale Kontakte aufrecht erhielten, kamen mit den Belastungen am Besten zurecht. Die pflegenden Angehörigen schafften es für sich und die Betroffenen eine gute Lebensqualität zu erreichen. Unterstützung bekommen die pflegenden Angehörigen vor allem von weiteren Familienmitgliedern, aber auch durch Mobile Dienste und Therapeuten. Verbesserungen würden sich die pflegenden Angehörigen vor allem in finanzieller Hinsicht wünschen, sowie Erleichterungen bei bürokratischen Abläufen.
Abstract
(Englisch)
People in a persistent vegetative state or in a state following severe traumatic brain injury are a particular challenge for nurses and caregivers, and a challenge for society, too, as these patients have to be cared for and supported for a long time and this care is also costly and staff-intensive. More than half of the patients affected are supported and cared for at home. Qualitative interviews carried out for this diploma thesis show the reasons why relatives take over care as well as the changes that this has brought about in the lives of caregiving relatives and what the experience of caregiving means for them. People affected by traumatic brain injury are often very young. Therefore the duration of care is difficult to estimate and may take many years or decades. A special aspect of this situation is that even years after the injury the patients’ state may improve. The first two years after taking over care have proved to be the most difficult for relatives. They have to learn to come to terms with the patients’ loss of health, to put up with financial and social restrictions and with various difficult situations in everyday care. The results show that all caregiving relatives have experienced a lasting change in their life situations. Injuries and sustainable impairment of a close relative resulting from this cause a completely new life situation for the caregivers. Part of them have given up their jobs, their social situation has changed, as have friends, financial career planning, and their future. Relatives who have managed to deal with these difficult situations , to organise help and to keep up social contacts have been able to cope with the stress they are experiencing. These caregivers have succeeded in gaining good life quality for themselves and the patients. Support for caregiving relatives above all comes from other family members as well as mobile services and therapists. Caregiving relatives would like to see improvement in particular with regard to financial aspects as well as bureaucratic procedures.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
traumatic brain injury persistent vegetative state caregivers qualitative interviews
Schlagwörter
(Deutsch)
Schädel-Hirn-Trauma Wachkoma pflegende Angehörige qualitative Erhebung
Autor*innen
Herta Plöderl
Haupttitel (Deutsch)
"Es geht mir gut, wenn es ihm gut geht"
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Erleben der pflegenden Angehörigen von Schädel-Hirn-Trauma-PatientInnen
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
135 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Seidl
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC08073065
Utheses ID
8112
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1