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Veränderung der Selbstwirksamkeit und gesundheitsbezogener Lebensqualität von Frauen mit multipler Sklerose durch stationäre multidisziplinäre rehabilitative Intervention
Gerold Christian Schlager
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81642
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15679.45259.285640-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Multiple Sklerose (MS) ist eine progressive Autoimmunerkrankung, die durch Entzündungen im zentralen Nervensystem sowie durch neurodegenerative Veränderungen gekennzeichnet ist. Die Erkrankung führt häufig zu einer Vielzahl körperlicher, psychischer und kognitiver Symptome, die die Alltagsbewältigung sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität und Selbstwirksamkeit der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Aufgrund der chronischen und häufig progredienten Natur der Erkrankung kommt insbesondere der Selbstwirksamkeit eine zentrale Bedeutung im Umgang mit der Erkrankung zu. Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung einer Person, in der Lage zu sein, ein bestimmtes Verhalten mithilfe eigener Ressourcen organisieren und ausführen zu können, insbesondere in Situationen, die neue, unvorhersehbare, schwierige oder stressreiche Anforderungen mit sich bringen. Selbstwirksamkeit steht über die körperliche Aktivität in Zusammenhang mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL). Für die Rehabilitation eignen sich multimodale Ansätze besonders, da die Symptome häufig gemeinsam auftreten und sich gegenseitig bedingen oder verstärken können. In der stationären multidisziplinären Rehabilitation (MDR) von Menschen mit MS stellt daher insbesondere die Physiotherapie einen wichtigen Ansatz dar, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, mögliche Veränderungen der Selbstwirksamkeit sowie der HRQoL bei Frauen mit Multipler Sklerose im Rahmen eines vierwöchigen stationären multidisziplinären Rehabilitationsaufenthaltes zu untersuchen. Die Studie wurde als quantitative Längsschnittuntersuchung mit zwei Messzeitpunkten konzipiert. Die Datenerhebung erfolgte zu Beginn sowie am Ende des Rehabilitationsaufenthaltes. Zur Erfassung der Selbstwirksamkeit wurde die Multiple Sclerosis Self-Efficacy Scale (MSSES) eingesetzt, während die gesundheitsbezogene Lebensqualität mithilfe des krankheitsspezifischen Hamburger Lebensqualitätsfragebogens bei Multipler Sklerose (HALEMS 3.0) erhoben wurde. Zusätzlich wurden Behinderungsgrad, Verlaufsform und Krankheitsdauer berücksichtigt. Die Ergebnisse der Untersuchung weisen darauf hin, dass eine stationäre MDR positive Effekte auf die Selbstwirksamkeit sowie auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patientinnen mit Multipler Sklerose hat.
Abstract
(Englisch)
Multiple sclerosis (MS) is a progressive autoimmune disease characterized by inflammation in the central nervous system as well as neurodegenerative changes. The disease often leads to a variety of physical, psychological, and cognitive symptoms, which can significantly impair patients’ ability to cope with daily life as well as their health-related quality of life and self-efficacy. Due to the chronic and often progressive nature of the disease, self-efficacy plays a particularly important role in coping with the condition. Self-efficacy describes a person’s belief in their ability to organize and carry out specific behaviors using their own resources, especially in situations that involve new, unpredictable, difficult, or stressful demands. Through physical activity, self-efficacy is associated with health-related quality of life (HRQoL). Multimodal approaches are particularly suitable for rehabilitation, as symptoms often occur simultaneously and may influence or intensify one another. Therefore, in inpatient multidisciplinary rehabilitation (MDR) for people with MS, physiotherapy represents an important approach to improving patients’ quality of life. The aim of the present study was to investigate possible changes in self-efficacy and HRQoL among women with multiple sclerosis during a four-week inpatient multidisciplinary rehabilitation stay. The study was designed as a quantitative longitudinal study with two measurement time points. Data was collected at the beginning and at the end of the rehabilitation stay. Self-efficacy was assessed using the Multiple Sclerosis Self-Efficacy Scale (MSSES), while health-related quality of life was measured using the disease-specific Hamburg Quality of Life Questionnaire in Multiple Sclerosis (HALEMS 3.0). In addition, disability level, disease course, and disease duration were considered. The results of the study indicate that inpatient MDR may have positive effects on self-efficacy and on the health-related quality of life of female patients with multiple sclerosis.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Multiple Sklerose Selbstwirksamkeit gesundheitsbezogene Lebensqualität multidisziplinäre Rehabilitation sozial-kognitive Theorie
Schlagwörter
(Englisch)
multiple sclerosis self-efficacy health-related quality of life multidisciplinary rehabilitation social cognitive theory
Autor*innen
Gerold Christian Schlager
Haupttitel (Deutsch)
Veränderung der Selbstwirksamkeit und gesundheitsbezogener Lebensqualität von Frauen mit multipler Sklerose durch stationäre multidisziplinäre rehabilitative Intervention
Paralleltitel (Englisch)
Changes in self-efficacy and health-related quality of life in women with multiple sclerosis following inpatient multidisciplinary rehabilitation intervention
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.82 Rehabilitation
AC Nummer
AC17956864
Utheses ID
81138
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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