Detailansicht
Sprachbilder bei Herta Müller
der sprachliche Ausdruck von Fremdheit in drei ausgewählten Romanen
Caroline Stefanie Lange
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Pia Janke
DOI
10.25365/thesis.81755
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17182.46397.792797-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Fremdheit in Herta Müllers Romanen Reisende auf einem Bein, Herztier und Heute wär ich mir lieber nicht begegnet durch metaphorische Verfahren literarisch konstituiert wird. Im Mittelpunkt steht die Frage, anhand welcher motivischen, semantischen und sprachlichen Strukturen Fremdheit auf intra- und intersubjektiver Ebene dargestellt wird. Die Analyse zeigt, dass Fremdheit in allen drei Romanen als grundlegendes Wahrnehmungs- und Strukturmoment erscheint. Besonders häufig treten Sprachbilder der Fragmentierung, körperlichen Entfremdung sowie gestörter Nähe-Distanz-Verhältnisse auf. Gedanken, Körperteile und Emotionen lösen sich dabei vom Subjekt und machen Nichtzugehörigkeit, Identitätsunsicherheit und innere Spaltung sichtbar. Zugleich wird deutlich, dass die Darstellung von Fremdheit eng mit Erfahrungen politischer Repression, Migration und sozialer Ausgrenzung verbunden ist. Müllers Sprachbilder fungieren dabei nicht nur als stilistisches Mittel, sondern als poetologische Struktur, durch die Wahrnehmung organisiert und Wirklichkeit poetisch transformiert wird. Fremdheit wird dadurch nicht nur dargestellt, sondern ästhetisch erfahrbar gemacht. Trotz werkbezogener Unterschiede lässt sich über die drei Romane hinweg eine konsis-tente metaphorische Grundstruktur erkennen, die Fremdheit als dauerhafte Existenzbedin-gung sichtbar werden lässt.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how estrangement is literarily constituted through metaphorical procedures in Herta Müller’s novels Reisende auf einem Bein, Herztier, and Heute wär ich mir lieber nicht begegnet. It focuses on the motifbased, semantic, and linguistic structures through which estrangement is represented on both intra- and intersubjective levels. The analysis shows that estrangement appears in all three novels as a fundamental structural and perceptual principle. Particularly frequent are images of fragmentation, bodily alienation, and disturbed relations of proximity and distance, revealing experiences of non-belonging, instability of identity, and inner division. Estrangement is also closely connected to political repression, migration, and social exclusion. Müller’s imagery functions not merely as a stylistic device, but as a poetological structure through which perception is organized and reality is poetically transformed. Estrangement is thereby not only represented, but also rendered aesthetically experienceable. Despite differences across the three novels, a consistent metaphorical structure emerges that presents estrangement as a lasting existential condition.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Herta Müller Sprachbilder bei Herta Müller Neuere Deutsche Literatur Migrationsliteratur Exilliteratur Fremdheit bei Herta Müller Metaphorik bei Herta Müller
Autor*innen
Caroline Stefanie Lange
Haupttitel (Deutsch)
Sprachbilder bei Herta Müller
Hauptuntertitel (Deutsch)
der sprachliche Ausdruck von Fremdheit in drei ausgewählten Romanen
Paralleltitel (Englisch)
Figurative language in Herta Müller's works
Paralleluntertitel (Englisch)
the linguistic expression of otherness in three selected novels
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
128 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Pia Janke
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC17973956
Utheses ID
81158
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
