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Self-appraisals of emotion expressions in autistic and neurotypical individuals in consideration of the alexithymia hypothesis
Anja Beate Rosenauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Matthew Pelowski
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81614
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17292.22582.395895-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Emotionsausdrücke sind ein grundlegender und alltäglicher Bestandteil des menschlichen Lebens. Menschen verlassen sich implizit darauf, dass ihr gegenüber durch nonverbale Ausdrucksweisen wesentliche soziale Informationen vermittelt. Autistische Personen haben jedoch Schwierigkeiten die Emotionsausdrücke neurotypischer Personen zu interpretieren und vice versa. Dies führt oft zu Missverständnissen beiderseits, was als double empathy problem bezeichnet wird. Darüber hinaus weisen einige Personen hohe Ausprägungen von Alexithymie auf, einer ausgeprägten Schwierigkeit, eigene sowie fremde Emotionen zu erkennen und zu interpretieren. Es wird angenommen, dass hohe Alexithymiewerte bei autistischen Personen ihr sozio-emotionales Verhalten beeinflussen und diese Schwierigkeiten mitverursachen. Schätzungen zufolge zeigen etwa 50% der autistischen Population hohe Alexithymiewerte. Obwohl Studien zeigen, dass sich das emotionale Erleben autistischer Personen von dem neurotypischer Personen unterscheidet, basiert die Autismusforschung bislang überwiegend auf externen Bewertungen und neurotypischen Einschätzungen, wodurch die Perspektiven autistischer Personen nur begrenzt berücksichtigt werden. Die vorliegende Studie untersucht Unterschiede im Erleben nonverbaler Emotionsausdrücke zwischen autistischen und neurotypischen Personen. Insgesamt nahmen 60 Personen teil, welche in drei verschiedenen Aufgaben jeweils vier Emotionen ausdrückten. Nach jeder Aufgabe erfolgten Selbsteinschätzungen zu ihrem emotionalen Erleben während des Emotionsausdrucks. Die Ergebnisse zeigen keinen Effekt der Gruppenzugehörigkeit und keinen moderierenden Effekt von Alexithymie auf die Selbsteinschätzungen. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Unterschiede in Selbsteinschätzungen eher durch die Ausdrucksmodalität und die jeweilige Emotion als durch diagnostische Gruppenzugehörigkeit oder Alexithymie erklärt werden können. Aufgrund der begrenzten Stichprobengröße ist die Aussagekraft der Studie eingeschränkt. Zukünftige Forschung sollte größere Stichproben untersuchen, um Effekte von Alexithymie und Gruppenzugehörigkeit zuverlässiger zu erfassen.
Abstract
(Englisch)
Emotion expressions are a fundamental and everyday part of human life. Humans implicitly rely on each other to convey essential social information. However, autistic individuals face challenges when interpretating expressions of neurotypical individuals and vice versa. This leads to bidirectional misunderstandings also known as the double empathy problem. Additionally, it is estimated that 5% to 9% of the world’s population possess high levels of alexithymia, a profound difficulty of understanding and interpreting one’s own emotions. In the autistic population this is even more pronounced with estimates ranging around 50%. It has been proposed that high levels of alexithymia in autistic individuals influence and contribute to differences in socio-emotional domains. Although studies show that the emotional life of autistic individuals differs from neurotypicals, ASD research has mainly relied on outside evaluations and neurotypical judgements offering limited insight into autistic experiences. This study provides insight into the differences in emotion expression appraisals of autistic and neurotypical individuals. A total of 60 participants completed three emotion expression tasks, expressing four emotions each. The tasks were each followed by self-rating questions on emotional experience. Results indicate no effect of group membership and no moderation effect of alexithymia on self-ratings. Overall, findings suggest that differences in emotional experience arise due to different modalities of expression and emotions being expressed. However, due to the limited sample size, the study showed problems being underpowered. Thus, future research should focus on larger samples in order to reliably assess effects of alexithymia and group membership.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Autismus Autismus Spektrum Störung Alexithymie Selbsteinschätzung Emotionsausdruck
Schlagwörter
(Englisch)
ASD Autism Spectrum Disorder Alexithymia Self-Appraisal Emotion Expression
Autor*innen
Anja Beate Rosenauer
Haupttitel (Englisch)
Self-appraisals of emotion expressions in autistic and neurotypical individuals in consideration of the alexithymia hypothesis
Paralleltitel (Deutsch)
Selbsteinschätzungen von Emotionsausdrücken bei autistischen und neurotypischen Personen unter Berücksichtigung der Alexithymie-Hypothese
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
87 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Matthew Pelowski
Klassifikation
77 Psychologie > 77.46 Emotion
AC Nummer
AC17947780
Utheses ID
81172
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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