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Comparison of change management processes in family and non-family firms
a theoretical literature review on methods and current developments in the field of change management
Richard Oskar Smetana
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Josef Windsperger
DOI
10.25365/thesis.81429
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20746.47848.773267-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Organisatorische Veränderungen sind zu einem festen und zentralen Bestandteil der modernen Unternehmensrealität geworden. Angetrieben von heutigen Schlüsselelementen wie der digitalen Transformation, neuen Arbeitsweisen und steigenden Anforderungen an Mitarbeiterbindung und -Engagement stehen Unternehmen weltweit unter wachsendem Druck, sich an diese herausfordernden Umstände anzupassen um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Während sich der Bereich des Veränderungsmanagements traditionell eher auf große, börsennotierte Unternehmen konzentriert hat, sind Familienunternehmen im akademischen Diskurs trotz ihrer enormen wirtschaftlichen Bedeutung sowohl auf nationalen als auch auf globalen Märkten nach wie vor unterrepräsentiert. Ziel dieser Studie ist es daher, die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Besonderheiten zwischen Familienunternehmen (FF) und Nicht-Familienunternehmen (NFF) im Umgang mit Veränderungsprozessen systematisch zu analysieren und schließlich diese Ergebnisse zu interpretieren. Auf der Grundlage einer umfassenden, strukturierten, semi-systematischen Literaturrecherche werden etablierte Theorien des Veränderungsmanagements, aktuelle treibende Trends oder Richtungen für Transformationen sowie organisatorische Rahmenbedingungen vergleichend untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf digitalen und technologischen Veränderungen, der Etablierung neuer Arbeitsformen sowie der zentralen Rolle des Mitarbeiterengagements im Kontext organisatorischer Veränderungen. Die Analyse zeigt, dass klassische Veränderungsmodelle zwar grundsätzlich auf beide Unternehmenstypen anwendbar sind, ihre praktische Umsetzung jedoch stark vom jeweiligen organisatorischen Kontext abhängt. Die Ergebnisse zeigen, dass Familienunternehmen Veränderungsprozesse oft langfristiger und werteorientierter gestalten, wobei nicht-finanzielle Aspekte wie emotionale und beziehungsbezogene Faktoren einen stärkeren Einfluss haben. Elemente wie sozial-emotionaler Reichtum, enge soziale Bindungen und informelle Führungsstrukturen prägen unter anderem die Entscheidungslogik und beeinflussen letztlich sowohl das Tempo als auch die Akzeptanz bzw. allgemeine Effizienz von Veränderungen. Nicht-Familienunternehmen hingegen neigen dazu, leistungs- und effizienzorientierte Ansätze zu verfolgen, die eine schnellere, formellere Umsetzung von Veränderungen begünstigen, jedoch mit einer geringeren emotionalen Bindung seitens der Mitarbeiter und weniger Verständnis für das Veränderungsprojekt einhergehen können. Darüber hinaus zeigt diese Studie, dass sich das Engagement der Mitarbeiter als entscheidender Faktor für nachhaltige Veränderungen in beiden Organisationstypen erwiesen hat. Aufgrund von Vertrauen, Identifikation mit dem Unternehmen und einer langfristigen Ausrichtung spielt das Engagement jedoch eine bedeutendere strategische Rolle in familiengeführten Organisationen als in Organisationen ohne familienbasierte Führungsstrukturen. Gleichzeitig wird deutlich, dass universelle „Best-Practice“-Ansätze im Veränderungsmanagement nur bedingt wirksam sind und je nach organisatorischem Kontext weiterhin zusätzliche Anpassungsstrategien erfordern um effektiv zu sein. Diese Arbeit trägt dazu bei, bestehende Forschungslücken zu schließen, indem sie klassische Veränderungstheorien mit aktuellen Transformationsphänomenen verknüpft und deren Relevanz für die vorgestellten Organisationstypen hervorhebt. Darüber hinaus konzentriert sich diese Studie, soweit möglich, auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um einen effizienteren und greifbareren Vergleich zwischen den Organisationstypen zu ermöglichen. Die hier vorgestellten Ergebnisse liefern einerseits theoretische Erkenntnisse für einen differenzierten Ansatz in der Change-Management-Forschung und andererseits praktische Erkenntnisse für Führungskräfte, Berater und Entscheidungsträger, die Veränderungsprozesse in familiengeführten und nicht familiengeführten Unternehmen erfolgreich gestalten möchten.
Abstract
(Englisch)
Organizational change has become an integral and central part of corporate reality. Driven by today’s key elements like the digital transformation, new ways of working, and increasing demands on employee retention and engagement, companies worldwide are under growing pressure to adapt to these challenging circumstances in order to remain competitive in the marketplace. While the field of change management has traditionally focused more on large, publicly traded companies, familyowned businesses remain underrepresented in academic discourse despite their enormous economic significance in both national and global markets. The aim of this study is therefore to systematically analyze the differences, similarities, and distinctive features between family-owned firms (FF) and non-family-owned firms (NFF) in their handling of change processes and, ultimately, to interpret these findings. Based on a comprehensive, structured, semi-systematic literature research, established change management theories, current driving trends or directions for transformation, and organizational framework conditions are examined comparatively. A particular focus is placed on digital and technological changes, the establishment of new forms of work, and the central role of employee engagement in the context of organizational change. The analysis shows that although classic change models are fundamentally applicable to both types of companies, their practical implementation depends heavily on the prevailing organizational context. The results illustrate that family businesses often shape change processes in a more long-term, valueoriented manner that is more strongly influenced by non financial aspects such as emotional and relational factors. Elements like socio-emotional wealth, close social ties, and informal leadership structures, among others, shape the decision-making logic and ultimately influence both the pace and the acceptance or general efficiency of change. Non-family businesses, on the other hand, tend to pursue performance- and efficiency-oriented approaches that favor faster, more formal implementation of change, but may be accompanied by less emotional attachment on the part of employees and less understanding for the change project. Furthermore, this study shows that employee engagement has proven to be a decisive factor for sustainable change in both types of organizations. However, due to trust, identification with the company, and a long-term orientation, engagement plays a more significant strategic role in family-run organizations than in organizations without family-based leadership structures. At the same time, it becomes clear that universal “best practice” approaches in change management are only partially effective and continue to require additional adaptation strategies depending on the organizational context in order to be effective. This work helps to close existing research gaps by linking classical theories of change with current transformation phenomena and highlighting their relevance for the types of organizations presented. Beyond that, this study focuses, to the extent possible, on small and medium-sized enterprises (SMEs) in order to facilitate a more efficient and tangible comparison between organizational types. The results presented here provide, on the one hand, theoretical insights for a nuanced approach to change management research and, on the other hand, practical insights for managers, consultants, and decision-makers who wish to successfully shape change processes in family-owned and non-family-owned companies.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Veränderungsmanagement Familienunternehmen Digitale Transformation Homeoffice Mitarbeiterengagement Veränderungsmanagement Theorie
Schlagwörter
(Englisch)
Change Management Change Management Theory Family firm Digital Transformation Remote Work Employee Engagement
Autor*innen
Richard Oskar Smetana
Haupttitel (Englisch)
Comparison of change management processes in family and non-family firms
Hauptuntertitel (Englisch)
a theoretical literature review on methods and current developments in the field of change management
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
82 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Josef Windsperger
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.03 Methoden und Techniken der Betriebswirtschaft
AC Nummer
AC17915130
Utheses ID
81222
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
