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Cogito und der Ausschluss des Wahnsinns
Foucault gegen Derrida über die Differenz im Denken über die Differenz
Oliver Simandl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Gerhard Donhauser
DOI
10.25365/thesis.81919
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22564.47281.991340-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit entwickelt eine gründliche Untersuchung der Cogito-Debatte zwischen Michel Foucault und Jacques Derrida hinsichtlich der ersten Meditation Descartes in Meditationes de prima philosophia. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Verhältnis zwischen dem philosophischen Diskurs und einem seit je her behaupteten Außen: die Trennung der Vernunft vom Wahnsinn. Diese Trennung greift die Arbeit als das Differenz auslöschende Moment des Denkens auf. Indes muss also die binäre Entgegensetzung des Denkens zu einem Anderen problematisiert werden, den das Denken beherrscht und kontrolliert, indem es ihn als ein Objekt seiner Wissensproduktion und weiters als seinen eigenen Mangel, an dem es eine Reduktion auf sich selbst durchführt, konstituiert. Eine entscheidende Kehre in der Argumentation der Arbeit wird es sein, dass die binäre Entgegensetzung keine Wesensbestimmung des philosophischen Diskurses sei, sondern eine fortlaufende Serie an Ereignissen der Macht im Diskurs darstellt, welche ein langes Erbe im Denken des Abendlandes aufweist, das in dieser Arbeit als Geschichte des Logozentrismus verhandelt wird. Am Beispiel der Debatte zeichnen sich zwei unterschiedliche Denkansätze ab, welche den Gegensatz zwischen Vernunft und ihrem Anderen zu überwinden versuchen: Die Dekonstruktion Derridas findet die treibende Kraft der Differenz in der Schrift, im Denken selbst, auf, welche er die différance nennt, das Spiel der Signifikanten, die die Vorherrschaft eines Logozentrismus erzeugt und zugleich unterminiert. Michel Foucault greift den Logozentrismus an, indem er das Außen der Diskurse, sprich: dessen Ereignisse ans Licht zehrt, welche den Wahnsinn als das ausgeschlossene Andere der Vernunft erschaffen haben, und im Umkehrschluss die Vernunft als die überlegene Macht, als das Zentrum der Bestimmung des Wahnsinns, die das Ereignis zu verschleiern sucht. Erstmalig für eine Untersuchung der Cogito-Debatte ist eine gründliche lateinische Lektüre und Interpretation der ersten Meditation Descartes. Seit der vernichtenden Antwort Foucaults auf Derridas Dekonstruktion seines Buches Wahnsinn und Gesellschaft gelten die Dekonstruktion und die Diskursanalyse als unvereinbar. Wir haben versucht einen Austausch zu ermöglichen im Zeichen des Differenz erschaffenden Moments im Denken.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Cogito-Debatte Dekonstruktion der Metaphysik Diskursanalyse der Dekonstruktion Differenz und Denken Macht der Vernunft Geschichte des Logozentrismus Wahnsinn und Gesellschaft Derrida und Foucault Descartes: Meditationes de prima philosophia sed amentes sunt isti Geburt der Tragödie différance Psychiatrie-Kritik Überwindung binärer Logik Ereignis und Spiel Sprachphilosophie Politische Philosophie
Autor*innen
Oliver Simandl
Haupttitel (Deutsch)
Cogito und der Ausschluss des Wahnsinns
Hauptuntertitel (Deutsch)
Foucault gegen Derrida über die Differenz im Denken über die Differenz
Paralleltitel (Englisch)
Cogito and the exclusion of madness
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
217 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerhard Donhauser
AC Nummer
AC18026324
Utheses ID
81261
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
