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Freund oder Code?
Erforschung der Interaktion von jungen Erwachsenen mit ChatGPT im Hinblick auf die Self-Determination Theory
Julia Klein
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Desiree Schmuck
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81319
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22564.52020.357268-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie die Nutzung von ChatGPT mit den psychologischen Grundbedürfnissen nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit nach der Self-Determination Theory zusammenhängt (Ryan & Deci, 2000). Außerdem wird untersucht, welche wahrgenommenen Affordanzen von ChatGPT diese Nutzungserfahrungen ermöglichen oder begrenzen (Scherr et al., 2025). Dafür wurden neun qualitative, semi-strukturierte Interviews mit jungen Erwachsenen im Alter von 23 bis 28 Jahren geführt. Die Interviews enthielten einen digitalen Go-Along-Teil, in dem die Befragten ausgewählte ChatGPT-Verläufe zeigten oder beschrieben. Ausgewertet wurde das Material mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz und mithilfe von MAXQDA. Das Kategoriensystem wurde deduktiv aus Theorie und Forschungsfragen entwickelt und induktiv anhand des Materials ausdifferenziert. Die Ergebnisse zeigen, dass ChatGPT vor allem im Bereich Kompetenz eine zentrale Rolle spielt. Die Befragten nutzen den Chatbot, um Informationen schneller zugänglich zu machen, Inhalte zu verstehen, Formulierungen vorzubereiten oder eigene Einschätzungen abzusichern. Ebenfalls hat sich aber gezeigt, dass Unterstützung nicht ausschließlich entlastend wirkt: Effizienz, Entlastung und schnelle Verfügbarkeit können auch mit Bequemlichkeit, weniger eigener Recherche oder der Sorge vor Kompetenzverlust verbunden sein. Autonomie wird besonders dort unterstützt, wo die Befragten ChatGPT gezielt einsetzen, den Austausch aktiv steuern, Antworten begrenzen oder unabhängig von anderen Personen handeln können. Soziale Eingebundenheit zeigt sich weniger in der Form einer sozialen Beziehung zu ChatGPT, sondern mehr als emotionale Entlastung, niedrigschwelliger Gesprächsraum oder Unterstützung sozialer Interaktion. Die Affordanzen Accessibility, Bandwidth, Anonymität/Privatheit, Persistence/Erinnerung, Personalisierung/Conversational Control, Social Presence/Anthropomorphismus und Network Association/Stigma prägen diese Erfahrungen maßgeblich mit. Insgesamt zeigt die Arbeit ChatGPT nicht als eindeutig förderliches oder problematisches Tool, sondern als praktische Unterstützung im Alltag, deren Wirkung stark vom Nutzungskontext, der Kontrolle durch die Nutzer*innen und der Grenze zwischen Unterstützung und Auslagerung abhängt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
ChatGPT Generative KI Mensch-KI-Interaktion Selbstbestimmungstheorie Affordanzen Anthropomorphismus
Schlagwörter
(Englisch)
Self-Determination Theory AI Artificial Intelligence
Autor*innen
Julia Klein
Haupttitel (Deutsch)
Freund oder Code?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Erforschung der Interaktion von jungen Erwachsenen mit ChatGPT im Hinblick auf die Self-Determination Theory
Paralleltitel (Englisch)
Friend or code?
Paralleluntertitel (Englisch)
exploring young adults' interactions with ChatGPT through the lens of self-determination theory
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
90 Seiten, 18 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Desiree Schmuck
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17908400
Utheses ID
81262
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1