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Financial Intelligence Units und die Geldwäscheabwehr
Rollen, Herausforderungen und aktuelle Entwicklungen im europäischen Kontext
Ksenia Wess
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Deutsch]
Betreuer*in
Maria Elisabeth Sturm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81397
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23446.44554.391910-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Eine der zentralen Herausforderungen der Finanzmarktregulierung stellt heutzutage die Bekämpfung der Geldwäsche, Terrorismus- und Proliferationsfinanzierung. Diese begründen erhebliche Risiken für die Integrität der Finanzmärkte, die Stabilität von Volkswirtschaften sowie das Vertrauen in staatliche und wirtschaftliche Institutionen. Zur Prävention solcher Risiken werden Finanzintermediären umfangreiche Sorgfalts-, Abklärungs- und Meldepflichten auferlegt. Eine zentrale Rolle im geldwäscherechtlichen Abwehrdispositiv nehmen dabei die Financial Intelligence Units (FIUs) ein, welche Verdachtsmeldungen der Finanzintermediäre analysieren, zusätzliche Informationen beschaffen und relevante Sachverhalte an Strafverfolgungsbehörden weiterleiten. Zunehmend sehen sich die FIUs mit stark steigenden Meldevolumina, komplexeren internationalen Sachverhalten sowie wachsenden Anforderungen an Datenverarbeitung, Analysefähigkeit und internationale Kooperation konfrontiert. Vor diesem Hintergrund analysiert die Arbeit aus rechtsvergleichender Perspektive die regulatorischen, institutionellen und operativen Herausforderungen der FIUs in der Schweiz, Deutschland und Österreich unter Berücksichtigung der internationalen Standards der FATF und der Egmont-Gruppe. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei das neue EU-AML-Paket, welches auf eine stärkere Harmonisierung, Zentralisierung und Intelligence-Orientierung der europäischen Geldwäschebekämpfung abzielt. Untersucht werden insbesondere die Rolle der FIUs im Verdachtsmeldewesen, ihre Analyse- und Kooperationsfunktionen, der Ausbau datengetriebener Analyseinstrumente sowie die zunehmende Technologisierung der Geldwäschereibekämpfung. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich die FIUs zunehmend von klassischen Filterstellen hin zu integrierten, daten- und analysegetriebenen Intelligence-Einheiten entwickeln. Die Effektivität der Geldwäschereibekämpfung wird künftig entscheidend davon abhängen, inwieweit es gelingt, große und komplexe Datenmengen effizient zu verarbeiten, relevante Muster zu identifizieren und Finanzintelligenz wirksam in präventive und strafrechtliche Maßnahmen zu überführen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Geldwäsche FIU EU-AML-Paket Verdachtsmeldewesen Suspicious Transaction Reporting
Autor*innen
Ksenia Wess
Haupttitel (Deutsch)
Financial Intelligence Units und die Geldwäscheabwehr
Hauptuntertitel (Deutsch)
Rollen, Herausforderungen und aktuelle Entwicklungen im europäischen Kontext
Paralleltitel (Englisch)
Financial intelligence units in anti-money laundering
Paralleluntertitel (Englisch)
roles, challenges and current developments in the European regulatory context
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
XV, 70 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Maria Elisabeth Sturm
Klassifikation
86 Recht > 86.65 Wirtschaftsrecht
AC Nummer
AC17913494
Utheses ID
81285
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1