Detailansicht
Wissenstand von Schüler*innen der Sekundarstufe I und II zum Treibhauseffekt
Sara Ramić
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung Unterrichtsfach Italienisch
Betreuer*in
Harald Wilfing
DOI
10.25365/thesis.81563
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25732.55476.734730-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Masterarbeit werden die Vorstellungen von Schüler*innen der Sekundarstufe I und II zum Treibhauseffekt untersucht. Ziel der Studie war es, das konzeptuelle Verständnis der Lernenden sichtbar zu machen und mögliche Zusammenhänge mit ihrem Interesse an ökologischen Themen sowie dem wahrgenommenen Vorkommen des Themas im Unterricht zu analysieren. Die Datenerhebung erfolgte im Rahmen einer einmaligen Untersuchung an einer Wiener AHS mittels Concept-Mapping (n = 507). Nach Anwendung von Ausschlusskriterien konnten 170 Concept Maps in die Auswertung einbezogen werden. Analysiert wurden die Anzahl und Qualität der Systemelemente und Propositionen, die verwendeten Relationstypen sowie ein Gesamtscore der Propositionsgüte. Ergänzend wurden das Interesse an ökologischen Themen und die wahrgenommene Häufigkeit im Unterricht erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schüler*innen zwar zentrale BegriIe zum Treibhauseffekt benennen können, jedoch häufig Schwierigkeiten haben, diese in kohärente und fachlich angemessene Zusammenhänge zu überführen. Ursache-Wirkungs-Beziehungen stellen die dominierende Form der Verknüpfung dar, bleiben jedoch meist auf einem vereinfachten Niveau und berücksichtigen selten komplexe systemische Zusammenhänge. Gleichzeitig treten typische Fehlvorstellungen auf. Insgesamt zeigt sich eine hohe Heterogenität der Wissensstrukturen innerhalb der Stichprobe. Während sich bei der Anzahl der Systemelemente keine klaren Unterschiede zeigen, treten bei den bewertbaren Propositionen signifikante Unterschiede auf. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Interesse an ökologischen Themen und dem wahrgenommenen Vorkommen im Unterricht konnte nicht festgestellt werden. Ebenso zeigen sich keine signifikanten Zusammenhänge zwischen dem Vorkommen im Unterricht und den Merkmalen der Concept Maps. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass ein vertieftes Verständnis des Treibhauseffekts nicht allein durch die Häufigkeit der Thematisierung im Unterricht entsteht, sondern insbesondere die gezielte Förderung von Zusammenhängen und systemischem Denken erfordert. Concept Maps erweisen sich dabei als geeignetes Instrument, um individuelle Wissensstrukturen sichtbar zu machen und Lernprozesse diagnostisch zu begleiten.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis investigates students’ conceptions of the greenhouse effect in lower and upper secondary education. The aim of the study was to make students’ conceptual understanding visible and to analyse possible relationships with their interest in ecological topics as well as the perceived occurrence of the topic in classroom instruction. Data were collected in a one-time study at a Viennese academic secondary school using concept mapping (n = 507). After applying exclusion criteria, 170 concept maps were included in the analysis. The evaluation focused on the number and quality of system elements and propositions, the types of relations used, and an overall score of proposition quality. Additionally, students’ interest in ecological topics and the perceived frequency of the topic in class were assessed. The results show that students can name central concepts related to the greenhouse effect but often struggle to integrate them into coherent and scientifically appropriate relationships. Cause-and-eIect relations represent the dominant type of connection; however, they mostly remain at a simplified level and rarely reflect complex systemic relationships. At the same time, typical misconceptions occur. Overall, a high degree of heterogeneity in students’ knowledge structures can be observed. While no clear differences were found regarding the number of system elements, significant differences emerged in the number of valid propositions. No significant relationship was found between students’ interest in ecological topics and the perceived occurrence of the topic in class. Likewise, no significant correlations were observed between the frequency of classroom coverage and the characteristics of the concept maps. The findings indicate that a deeper understanding of the greenhouse effect is not achieved solely through frequent coverage in class but rather requires the targeted promotion of connections and systems thinking. Concept maps prove to be a suitable tool for making individual knowledge structures visible and for supporting diagnostic processes in learning.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Treibhauseffekt Schülervorstellungen Concept Maps
Autor*innen
Sara Ramić
Haupttitel (Deutsch)
Wissenstand von Schüler*innen der Sekundarstufe I und II zum Treibhauseffekt
Paralleltitel (Englisch)
Students' knowledge of the greenhouse effect in lower and upper secondary education
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
89 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Wilfing
Klassifikation
42 Biologie > 42.97 Ökologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17941534
Utheses ID
81293
Studienkennzahl
UA | 199 | 502 | 517 | 02
